Unverzichtbares Reservat
Samstag, 10. September 2005, 19:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Weit mehr als nur Gipsabbau ist die Rüdigsdorfer Schweiz. Verschiedene Gruppen kämpfen seit langem für ein Biosphärenreservat. Sie bekamen heute prominente Unterstützung. Wie es um das Reservat steht, hat die nnz erfahren.
Unverzichtbares Reservat (Foto: nnz)
In Sachsen-Anhalt ist es längst eingerichtet, das Biosphärenreservat Südharz. In Thüringen geht es damit nicht voran. Terminabsprachen mit Ministerpräsident Dieter Althaus, Dringlichkeitsanträge, Öffentlichkeitsarbeit, alle Bemühungen, den Antrag bei der UNESCO zu stellen, scheitern. An der einseitigen Haltung der Politiker zu Lobbyinteressen. Ist sich Katrin Göring-Eckardt sicher. Im Rahmen ihres Wahlkampfes hat die grüne Politikerin das Biosphärenreservat Flußlandschaft Mittlere Elbe besucht. Wie viele Arbeitsplätze dort entstanden sind im Tourismus und in Restaurants.berichtet sie begeistert.Wer das nicht nachmacht, dem ist nicht zu helfen. Sie meint, daß der Region Nordthüringen ein ebensolches Gebiet gut zu Gesicht stünde. Neben Arbeitsplätzen im Tourismus direkt würden auch die Forschung und natürlich die Naherholung gefördert. Anspruchsvoller Tourismus unter Berücksichtigung von Kultur und Gesundheitsaspekten könnte entstehen.
Von hoch subventionierten Wirtschaftsansiedlungen wie der WICO in Niedersachswerfen hält Kartin Göring-Eckardt nichts. Sie zeigt das als ein Beispiel für Fördermittelverschwendung. In Nordthüringen fällt der Politikerin besonders auf, daß divergierende Interessen die Zukunftschancen der Region schwächen. Sie betonte, daß es darauf ankommt, die Entwicklungschancen der Regionen in Übereinstimmung mit den örtlichen Gegebenheiten zu bringen.
Mit Freunden der Nordhäuser Grünen, dem Arbeitskreis Gipskarst, dem BUND und dem Arbeitskreis Heimische Orchideen unternahm Katrin Göring-Eckardt eine Radtour und eine Wanderung. Sie informierte sich über die Pflanzenwelt und über Fledermäuse und besuchte eine Gipshöhle, die als Rückzugsgebiet der Vampire dient. Mit der Aktion möchte sie auf die Rüdigsdorfer Schweiz aufmerksam machen, die übereinstimmend von Stadt- und Kreistag beschlossen, vom Rohstoffabbau unangetastet bleiben soll.
Die aktuellen Bemühungen der Firma BPB Formula beunruhigen und empören die Bürger. Besonders die Verweigerung des Raumordnungsverfahrens empört. Katrin Göring-Eckardt sagte, daß die Grünen für ein nachhaltiges Wirtschaften stehen und sich weiterhin um den Erhalt der seltenen Gipskarstlandschaft bemühen wollen.
Autor: wf
Unverzichtbares Reservat (Foto: nnz)
In Sachsen-Anhalt ist es längst eingerichtet, das Biosphärenreservat Südharz. In Thüringen geht es damit nicht voran. Terminabsprachen mit Ministerpräsident Dieter Althaus, Dringlichkeitsanträge, Öffentlichkeitsarbeit, alle Bemühungen, den Antrag bei der UNESCO zu stellen, scheitern. An der einseitigen Haltung der Politiker zu Lobbyinteressen. Ist sich Katrin Göring-Eckardt sicher. Im Rahmen ihres Wahlkampfes hat die grüne Politikerin das Biosphärenreservat Flußlandschaft Mittlere Elbe besucht. Wie viele Arbeitsplätze dort entstanden sind im Tourismus und in Restaurants.berichtet sie begeistert.Wer das nicht nachmacht, dem ist nicht zu helfen. Sie meint, daß der Region Nordthüringen ein ebensolches Gebiet gut zu Gesicht stünde. Neben Arbeitsplätzen im Tourismus direkt würden auch die Forschung und natürlich die Naherholung gefördert. Anspruchsvoller Tourismus unter Berücksichtigung von Kultur und Gesundheitsaspekten könnte entstehen.
Von hoch subventionierten Wirtschaftsansiedlungen wie der WICO in Niedersachswerfen hält Kartin Göring-Eckardt nichts. Sie zeigt das als ein Beispiel für Fördermittelverschwendung. In Nordthüringen fällt der Politikerin besonders auf, daß divergierende Interessen die Zukunftschancen der Region schwächen. Sie betonte, daß es darauf ankommt, die Entwicklungschancen der Regionen in Übereinstimmung mit den örtlichen Gegebenheiten zu bringen.
Mit Freunden der Nordhäuser Grünen, dem Arbeitskreis Gipskarst, dem BUND und dem Arbeitskreis Heimische Orchideen unternahm Katrin Göring-Eckardt eine Radtour und eine Wanderung. Sie informierte sich über die Pflanzenwelt und über Fledermäuse und besuchte eine Gipshöhle, die als Rückzugsgebiet der Vampire dient. Mit der Aktion möchte sie auf die Rüdigsdorfer Schweiz aufmerksam machen, die übereinstimmend von Stadt- und Kreistag beschlossen, vom Rohstoffabbau unangetastet bleiben soll.
Die aktuellen Bemühungen der Firma BPB Formula beunruhigen und empören die Bürger. Besonders die Verweigerung des Raumordnungsverfahrens empört. Katrin Göring-Eckardt sagte, daß die Grünen für ein nachhaltiges Wirtschaften stehen und sich weiterhin um den Erhalt der seltenen Gipskarstlandschaft bemühen wollen.
