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Samstag, 10. September 2005, 09:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Thüringer Handwerk stagniert. Vor allem bei der Entwicklung der Löhne und Gehälter der Mitarbeiter. Alle Zahlen und Fakten mit dem bekannten Klick.


Die Bruttostundenverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter im Thüringer Handwerk haben sich im Mai 2005 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat so gut wie nicht verändert. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst im Thüringer Handwerk betrug nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Mai 2005 in zehn ausgewählten Gewerbezweigen 8,64 Euro. Gegenüber Mai 2004 entsprach dies einem Anstieg um 0,01 Euro. Damit wurde im Mai 2005 die niedrigste Verdienstzunahme seit 1997 erreicht. Da die bezahlte Wochenarbeitszeit mit durchschnittlich 40,3 Stunden gegenüber Mai 2004 unverändert blieb, stiegen auch die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste nur unbedeutend.

Erhielt eine vollzeitbeschäftigte Arbeiterin bzw. ein vollzeitbeschäftigter Arbeiter im Thüringer Handwerk im Mai 2004 durchschnittlich 1 509 Euro, so waren es im Mai dieses Jahres 4 Euro mehr - 1 513 Euro. Der Bruttomonatsverdienst der Arbeiterinnen stieg von 1 140 Euro im Mai 2004 auf 1 159 Euro. Da der Anstieg mit 19 Euro höher lag als bei den Arbeitern - von 1 560 auf 1 568 Euro - hat sich die Differenz zwischen den Verdiensten der Männer und Frauen zwar verringert, betrug aber mehr als ein Viertel (26,1 Prozent).

Wenngleich die durchschnittlichen Bruttostundenverdienste eines vollzeitbeschäftigten Handwerkers (Geselle und übrige Arbeiter) mit 8,64 Euro gegenüber Mai 2004 nahezu unverändert blieben, gab es zwischen den einzelnen Gewerben zum Teil erhebliche Verdienstunterschiede. Die höchsten Stundenlöhne hatten - wie in den Vorjahren - die Metallbauer mit 9,52 Euro. Es folgten die Maler und Lackierer mit 9,39 Euro. Unverändert auch die Reihenfolge am Ende der Verdienstskala.

Die Bäcker und Fleischer erreichten mit 6,79 Euro und 6,99 noch nicht die 7-Euro-Marke. Ihr Rückstand zu den Metallbauern betrug 2,73 bzw. 2,53 Euro. Das entspricht einer Differenz von 28,7 bzw. 26,6 Prozent.
Autor: nnz

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