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Wacker muß Miete zahlen

Freitag, 09. September 2005, 10:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Thema während der Wahl des neuen Präsidiums von Wacker Nordhausen waren auch die Kosten, die durch einen Mietvertrag mit der Stadtverwaltung Nordhausen entstehen könnten. Die nnz hat im Rathaus nachgefragt.


„Wenn wir einen solchen Vertrag mit der Stadt Nordhausen abschließen müssen, dann ist der Verein am Ende“, so das Fazit von Hans-Peter Kell, als er noch Präsident des Vereins war. Was ist das also für ein Vertrag, der dem Verein da vom Rathaus in Aussicht gestellt worden war?

2.000 Euro soll Wacker Nordhausen für die Nutzung des Grundstücks und der Aufbauten löhnen. Im Monat, versteht sich. Das sind 24.000 Euro netto und damit rund ein Viertel des bisherigen Jahreshaushaltes des Vereins. Hintergrund der Rathaus-Reaktion ist eigentlich der Landesrechnungshof. Der hatte die Kommune aufgefordert, mit allen Vereinen und Institutionen Pacht- oder Mietverträge abzuschließen, ein kostenloses Überlassen von Grundstücken und Gebäude müsse unbedingt der Vergangenheit angehören.

Bei einem Gespräch im Nordhäuser Rathaus hat Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) den damaligen Wacker-Präsidenten aufgefordert, über das Angebot der Stadt innerhalb seines Gremiums zu diskutieren. Kell soll zwar Beratungsbedarf gesehen haben, doch hatte nicht wieder reagiert.

So wird sich nun das neue Präsidium mit der Situation auseinandersetzen müssen. Aber aus dem Rathaus erhielt die nnz heute das Signal, dass über den Vertragsentwurf verhandelt werden könnte. Dann werden dort auch sämtliche Leistungen des Vermieters (Stadt) und des Mieters (Wacker) definiert.
Autor: nnz

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