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Herausforderungen kommen noch

Freitag, 09. September 2005, 09:40 Uhr
Heringen (nnz). In dieser Woche fiel der Startschuß für die Sanierung des Schlosses in Heringen. Das Jahrhunderte alte Schloß ist einmalig in Europa. nnz hat einen Blick darauf geworfen, von oben. Einzelheiten von Fachmann René Zschernig.


Herausforderungen kommen noch (Foto: nnz) Herausforderungen kommen noch (Foto: nnz)

Der offizielle Baubeginn geht einher mit der Fördermittelzusage zur Substanzerhaltung und Restaurierung von Kulturdenkmälern nationaler Bedeutung. Voraussetzung dafür war die Einstufung der Schlossanlage als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Diese für die Stadt Heringen sehr wichtige Förderquelle wird nun zusammen mit Mitteln aus dem Bund- Länderprogramm, Mitteln vom Landesamt für Denkmalspflege und Eigenmitteln der Stadt Heringen verwendet, die Statisch-Konstruktive Sicherung und Sanierung der Schlossanlage durchzuführen.

Zum Treffen in dieser Woche wurden Vertreter der Fördermittelstellen, die beteiligten Fachämter, Vertreter aus Wirtschaft und Politik und viele Freunde und Helfer eingeladen. Leider konnte Manfred Grund (CDU), den die Heringer als Fürsprecher des Projektes gewinnen konnten, wegen der letzten Sitzung des Deutschen Bundestages in diese Legislaturperiode nicht teilnehmen.

Derzeit laufen die Notsicherungsarbeiten an der Schlossanlage, die im Oktober abgeschlossen werden. Dieses Jahr werden weiterhin der Turmhelm und das 3. und 4. Geschoss des Süd/West Turmes instand gesetzt und der 2. Bauabschnitt begonnen. Der 2. Bauabschnitt ist der Startschuss für die eigentlichen Sanierungsarbeiten an der Schlossanlage. Dabei soll beginnend an den Fundamenten die Statisch Konstruktive Instandsetzung vorangetrieben werden. Geplant ist derzeit ein Bauablauf bis in das Jahr 2012. Am schwierigsten aber auch am interessantesten stellt sich dabei die Sanierung der Dachkonstruktion des Alten Schlosses dar. Geplant ist die ehemalige Hängesäulenkonstruktion wieder herzurichten. Bei einer Dachhöhe von ca. 11,5m auf und eine Bauhöhe mehr als 34m stellt dieser Bauabschnitt die technologisch größte Herausforderung dar.
Autor: nnz

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