Vier Millionen "heute und morgen"
Donnerstag, 01. November 2001, 14:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Weg zum Beschluß des Kreishaushaltes des Jahrgangs 02 ist nicht mehr weit. Doch sicher ist er nicht. Millionen fehlen!
Mehrere Entwürfe soll die Kämmerei der Kreisverwaltung bereits erarbeitet haben. Immer waren diese Entwürfe ausgeglichen. Jetzt plötzlich jedoch kommen die Fachbereiche und Fachämter des Landratsamtes mit Ansprüchen, die in der Summe vier Millionen Mark ausmachen. Vier Millionen mehr, als ursprünglich angedacht war. Nach nnz-Informationen soll der Finanzausschuß zu Beginn dieser Woche alles zurückgewiesen haben. Entweder die Wünsche werden reduziert, oder es werden Wege aufgezeichnet, wie diese vier Mille gegenfinanziert werden können.
Parallel zum kommenden Haushalt werden die Mitarbeiter des Jendricke-Bereiches im Landratsamt auch mit dem diesjährigen Zahlenwerk auf Trapp gehalten. Zum Kassensturz Ende September zeichnete sich eine Mehrausgabe von ebenfalls rund vier Millionen Mark ab. Vier Millionen, die nicht im laufenden Haushalt ausgewiesen waren. Neben der Verhängung einer verschärften Haushaltssperre durch Landrat Joachim Claus (CDU) gab es Einzelgespräche mit den Ämtern und Fachbereichen im Haus an der Behringstraße. Die Hälfte der Ämter wurde abgearbeitet, der Fehlbetrag auf etwa 3,3 Millionen Mark runtergeschraubt, aber da waren die größten Brocken schon dabei, erläuterte Matthias Jendricke (SPD).
Die Zeit verstreicht, sie wird wohl auch für die Aufstellung, den Beschluß und die Genehmigung eines Nachtragshaushaltes nicht mehr ausreichen. Gespart werden könnte zwar noch, aber nicht mehr in den Größenordnungen, die den jetzigen Fehlbetrag erheblich verkleinern würden. Die Lösung des finanziellen Desasters wäre die Aufnahme eines Kassenkredites. Der müsste dann erst zwei Jahre später ausgeglichen werden, schlimmer allerdings wären die Auswirkungen auf die künftigen Kreis- und Schulumlagen.
Für den Finanzausschuß eine momentan unglückliche Situation. Dessen Mitglieder warten unter anderem händeringend auf das sogenannte Rosenkranz-Gutachten. Wie die nnz erfuhr, soll der Kommunale Arbeitgeberverband bislang etwa herausgefunden haben, dass 30 Stellen in der Kreisverwaltung einzusparen seien. Kopfzerbrechen bereitet den Kreistagsmitgliedern auch die Zukunft der kommunalen Sozialämter. In einer Beschlussvorlage zum nächsten Kreistag soll die Kündigung der Verträge mit diesen Vor-Ort-Ämtern enthalten sein. Diese Kündigung könne jedoch frühestens zum 31.12.2002 wirksam werden.
Autor: nnzMehrere Entwürfe soll die Kämmerei der Kreisverwaltung bereits erarbeitet haben. Immer waren diese Entwürfe ausgeglichen. Jetzt plötzlich jedoch kommen die Fachbereiche und Fachämter des Landratsamtes mit Ansprüchen, die in der Summe vier Millionen Mark ausmachen. Vier Millionen mehr, als ursprünglich angedacht war. Nach nnz-Informationen soll der Finanzausschuß zu Beginn dieser Woche alles zurückgewiesen haben. Entweder die Wünsche werden reduziert, oder es werden Wege aufgezeichnet, wie diese vier Mille gegenfinanziert werden können.
Parallel zum kommenden Haushalt werden die Mitarbeiter des Jendricke-Bereiches im Landratsamt auch mit dem diesjährigen Zahlenwerk auf Trapp gehalten. Zum Kassensturz Ende September zeichnete sich eine Mehrausgabe von ebenfalls rund vier Millionen Mark ab. Vier Millionen, die nicht im laufenden Haushalt ausgewiesen waren. Neben der Verhängung einer verschärften Haushaltssperre durch Landrat Joachim Claus (CDU) gab es Einzelgespräche mit den Ämtern und Fachbereichen im Haus an der Behringstraße. Die Hälfte der Ämter wurde abgearbeitet, der Fehlbetrag auf etwa 3,3 Millionen Mark runtergeschraubt, aber da waren die größten Brocken schon dabei, erläuterte Matthias Jendricke (SPD).
Die Zeit verstreicht, sie wird wohl auch für die Aufstellung, den Beschluß und die Genehmigung eines Nachtragshaushaltes nicht mehr ausreichen. Gespart werden könnte zwar noch, aber nicht mehr in den Größenordnungen, die den jetzigen Fehlbetrag erheblich verkleinern würden. Die Lösung des finanziellen Desasters wäre die Aufnahme eines Kassenkredites. Der müsste dann erst zwei Jahre später ausgeglichen werden, schlimmer allerdings wären die Auswirkungen auf die künftigen Kreis- und Schulumlagen.
Für den Finanzausschuß eine momentan unglückliche Situation. Dessen Mitglieder warten unter anderem händeringend auf das sogenannte Rosenkranz-Gutachten. Wie die nnz erfuhr, soll der Kommunale Arbeitgeberverband bislang etwa herausgefunden haben, dass 30 Stellen in der Kreisverwaltung einzusparen seien. Kopfzerbrechen bereitet den Kreistagsmitgliedern auch die Zukunft der kommunalen Sozialämter. In einer Beschlussvorlage zum nächsten Kreistag soll die Kündigung der Verträge mit diesen Vor-Ort-Ämtern enthalten sein. Diese Kündigung könne jedoch frühestens zum 31.12.2002 wirksam werden.
