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Auf der Suche nach der Transparenz

Dienstag, 06. September 2005, 08:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen soll ein neues Präsidium des Fußballsportvereins Wacker 90 Nordhausen gewählt werden. Das wird allerdings nicht so einfach werden, es gibt mehrere Hürden. Die nnz mit dem Versuch einer Situationsbeschreibung.


Sportlich gesehen, geht es dem Verein so gut wie in den zurückliegenden Jahren nicht mehr. Der Aufstieg konnte perfekt gemacht werden, der Start ohne ein verlorenes Spiel kommt hinzu. Und trotzdem will das derzeitige Präsidium nicht weitermachen. Über Gründe ist in der nnz viel geschrieben worden. Bleibt die Frage, was die Präsidialen ihren Nachfolgern übergeben werden? Da ist momentan noch ein großes Rätselraten angesagt.

Die klare Antwort muß jedoch spätestens mit dem morgigen Rechenschaftsbericht gegeben werden. Da sollten die Mitglieder des Vereins doch eine deutliche Transparenz verlangen und die möglichen „Neuen“ sollten einen vollständigen Einblick in die Bücher erhalten. Niemand übernimmt die Katze im Sack. Im Groben soll die neue Führungsmannschaft stehen, Wochen der Gespräche und der Findung liegen hinter Leuten, denen die Zukunft des Vereins am Herzen liegt. Letztlich aber war es schwierig, die passenden Menschen zu finden. Sie sollten nicht nur dem Fußball verbunden sein, sie sollten auch zueinander passen. Die Chemie muß stimmen.

Gestern noch schien fast alles perfekt. Fast. Jetzt wird noch ein Schatzmeister gesucht, einer, der sich auch mit steuerlichen Aspekten und mit dem Vereinsrecht auskennt. Weitere Gespräche könnte folgen. Heute und morgen.

Morgen, zur Mitgliederversammlung, könnte sich folgendes Szenario abspielen: Es wird kein Präsidium gewählt. Wohl aber gibt es eine Mannschaft, die ihre Bereitschaft erklärt. Sie wird dann das jetzige Präsidium um Einsicht in die Bücher bitten und vier Wochen später wird erneut gewählt.

Eigentlich ist es eine Posse, die sich da abspielt, doch viele potentielle Kandidaten halten sich bedeckt. Sie alle erinnern sich direkt oder indirekt an die Haftungsfolge bei der Wacker-Insolvenz, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Sie erinnern sich auch an viele nicht so erquickliche Veröffentlichungen. Auf jeden Fall könnte es morgen bei der Jahreshauptversammlung außerordentlich spannend werden.
Autor: nnz

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