nnz-On Tour: Alpen-Spezial (4)
Donnerstag, 01. September 2005, 13:45 Uhr
Nordhausen/Italien (nnz). Nicht geplante Höhenmeter, Schiebe- und Tragepassagen sowie Motivationsprobleme prägten die 3. Etappe. Hinzu kam die schmerzliche Erkenntnis, dass nicht alle Bernhardiner in den Alpen kleine Rumfässer um den Hals tragen, hilfsbereit und freundlich sind.
Der Tag begann verheißungsvoll. Die Maschinenbauingenieure unter uns (Karsten und Mike) bastelten fast eine Stunde an dem Dämpfer von Karstens Fahrrad herum und konnten sich nicht einigen, in welche Druckkammer nun wie viel Luft kommt (ein Dämpfer hat zwei).
Mit einem letzten Blick auf die Brennerautobahn verließen wir Mauls gegen 9.40 Uhr in Richung Ritzeil.
nnz-On Tour: Alpen-Spezial (4) (Foto: nnz)
Ziel war das Valser Joch in 1.920 m Höhe. Dazwischen lagen schier unendliche Schotterwege über Hochalmen und Lärchenwiesen. Kurz vor dem Joch war natürlich wieder Schieben und Tragen angesagt. Wer von uns gestern dachte, es geht nicht enger, steiler und steiniger, wurde heute eines Besseren belehrt. Es war noch enger, noch steiler und noch steiniger!
Auf der anderen Seite des Berges erwartete uns eine andere Welt - endlose Wiesen, durchzogen von einigen Skiliften verwöhnten unsere Augen. Besonders schön war der Anblick der Versorgungshütte für das Mittagsessen. Karsten und Mike bevorzugten den direkten Weg über eine steile Wiese zur Hütte. René und Volker dagegen hielten sich an den Tourplan, was ihnen eine abenteuerliche Bachüberquerung (Tragepassage) und 15 min Verspätung einbrachte. Nach der notwendigen Stärkung, ging es über einen Schotterweg auf 1.100 m
nach Spinges.
Ein falsch genommener Abzweig nach Vill versorgte uns mit 150 zusätzlichen Höhenmetern, einer weiteren Schiebepassage zur Burg in Rodeneck und hätte René fast seinen Fuß gekostet. Getreu dem Motto, den Letzten beißen die Hunde, nahm das ein am Wegesrand stehender Bernhardiner wörtlich und biss ihm beim Vorbeifahren, in den Fuß. Die Pedale aus Stahl unter dem Schuh verhinderte schlimmeres.
Zu diesem Zeitpunkt hatte eigentlich keiner mehr Lust zum Weiterfahren. Uns fehlten aber noch 10 km und 300 Höhenmeter bis zu unserem Etappenziel. Diese entwickelten sich zu einer nicht enden wollenden Quälerei durch Alpenwälder auf schmalen Pfaden. Ein erster Blick auf Lüsen fiel vom gegenüberliegenden Berg gegen 17.15 Uhr. Es dauerte aber noch fast eine Stunde bis wir dankbar unsere Pension erreichten. Stürze blieben am heutigen Tag aus. Nur René klagte ab Mittag über starke Schmerzen im rechten Knie - eine Weiterfahrt wird fraglich. Die 4. Etappe soll uns morgen in die Dolomiten führen.
Daten des Tages
Distanz: 41,9 km
Höchster Punkt: 1.987 m
Höhe
nach oben: 1.750 m
nach unten: 1.641 m
Steigung
durchschnittliche: 9%
maximal: 35%
Gefälle
durchschnittliche: 10%
maximal: 28%
Autor: nnzDer Tag begann verheißungsvoll. Die Maschinenbauingenieure unter uns (Karsten und Mike) bastelten fast eine Stunde an dem Dämpfer von Karstens Fahrrad herum und konnten sich nicht einigen, in welche Druckkammer nun wie viel Luft kommt (ein Dämpfer hat zwei).
Mit einem letzten Blick auf die Brennerautobahn verließen wir Mauls gegen 9.40 Uhr in Richung Ritzeil.
nnz-On Tour: Alpen-Spezial (4) (Foto: nnz)
Ziel war das Valser Joch in 1.920 m Höhe. Dazwischen lagen schier unendliche Schotterwege über Hochalmen und Lärchenwiesen. Kurz vor dem Joch war natürlich wieder Schieben und Tragen angesagt. Wer von uns gestern dachte, es geht nicht enger, steiler und steiniger, wurde heute eines Besseren belehrt. Es war noch enger, noch steiler und noch steiniger!Auf der anderen Seite des Berges erwartete uns eine andere Welt - endlose Wiesen, durchzogen von einigen Skiliften verwöhnten unsere Augen. Besonders schön war der Anblick der Versorgungshütte für das Mittagsessen. Karsten und Mike bevorzugten den direkten Weg über eine steile Wiese zur Hütte. René und Volker dagegen hielten sich an den Tourplan, was ihnen eine abenteuerliche Bachüberquerung (Tragepassage) und 15 min Verspätung einbrachte. Nach der notwendigen Stärkung, ging es über einen Schotterweg auf 1.100 m
nach Spinges.
Ein falsch genommener Abzweig nach Vill versorgte uns mit 150 zusätzlichen Höhenmetern, einer weiteren Schiebepassage zur Burg in Rodeneck und hätte René fast seinen Fuß gekostet. Getreu dem Motto, den Letzten beißen die Hunde, nahm das ein am Wegesrand stehender Bernhardiner wörtlich und biss ihm beim Vorbeifahren, in den Fuß. Die Pedale aus Stahl unter dem Schuh verhinderte schlimmeres.
Zu diesem Zeitpunkt hatte eigentlich keiner mehr Lust zum Weiterfahren. Uns fehlten aber noch 10 km und 300 Höhenmeter bis zu unserem Etappenziel. Diese entwickelten sich zu einer nicht enden wollenden Quälerei durch Alpenwälder auf schmalen Pfaden. Ein erster Blick auf Lüsen fiel vom gegenüberliegenden Berg gegen 17.15 Uhr. Es dauerte aber noch fast eine Stunde bis wir dankbar unsere Pension erreichten. Stürze blieben am heutigen Tag aus. Nur René klagte ab Mittag über starke Schmerzen im rechten Knie - eine Weiterfahrt wird fraglich. Die 4. Etappe soll uns morgen in die Dolomiten führen.
Daten des Tages
Distanz: 41,9 km
Höchster Punkt: 1.987 m
Höhe
nach oben: 1.750 m
nach unten: 1.641 m
Steigung
durchschnittliche: 9%
maximal: 35%
Gefälle
durchschnittliche: 10%
maximal: 28%
