Ohne Nasenfaktor
Montag, 29. August 2005, 13:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Forschung, Bildung und Arbeit, darüber wollte Bundesministerin Edelgard Bulmahn heute mit den Nordhäusern diskutieren. Die Bürger nutzen die Chance. nnz hat die Antworten auf Ihre Fragen.
Ohne Nasenfaktor (Foto: nnz)
Forschungs- und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn und Wahlkreiskandidat Manuel Müller stellten sich in einem Podiumsgespräch den Fragen der Bürger. Da ging’s um Arbeit, Bildung, die Stoiber-Äußerungen und natürlich um die Gründe, warum man trotz Vertrauensfrage noch die SPD wählen soll.
Zuerst stellte sich Direktkandidat Manuel Müller vor. Der 25jährige Unternehmer aus dem Eichsfeld ist kein typischer Sozialdemokrat. Nach 15 Jahren Manfred Grund im Bundestag möchte er neuen Schwung in die Region bringen.
Edelgard Bulmahn erinnert, wo die SPD schon Schwung gebracht hat, aber auch, wo sie besonders von der CDU im Bundestag ausgebremst wurde. An der Mehrheit der CDU ändert sich auch nach der Wahl nichts. Wirft ein Bürger ein. Die CDU wird sich nicht geben einen vom Volk wieder bestätigten Kanzler stellen können. Meint Manuel Müller dazu.
Die Bildungsministerin malt den schwarzen Teufel an die Wand, erinnert an die angekündigte Schwächung von Arbeitnehmerrechten wie Mitbestimmung und Kündigungsschutz und das Ende der Tarifautonomie. Natürlich wollen wir eine starke Wirtschaft, aber wir wollen auch, daß das Erwirtschaftete gerecht verteilt wird. Besonders unverständlich findet Edelgard Bulmahn den Spitzensteuersatz zu senken und dieses über den Abbau der Zuschüsse für Sonntags- und Nachtarbeit zu finanzieren. Wir müssen die Binnennachfrage stärken. Aber so haben Menschen, die ohnehin schon wenig verdienen, noch weniger in ihren Geldbörsen. Die Senkung des Eingangssteuersatzes sei da viel sinnvoller.
Arbeitnehmer hat die SPD traditionell als Stammwähler im Blick. Für deren Rechte will sie sich auch in der Zukunft einsetzen. Es darf in den Unternehmen keine Politik nach Nasenfaktor geben. Arbeitnehmer müssen geachtet werden und Rechte haben.
Danach hatten die Bürger die Möglichkeit Fragen zu stellen. Besonders bewegten Themen wie die Familienoffensive und Hartz IV. Diese neues Familienpolitik von Dieter Althaus verurteilt Edelgard Bulmahn als den genau falschen Weg. Horte und Schulen sollen zusammenarbeiten, Ganztagsschulen müssen entstehen. Generell müßten mehr Lehrer eingestellt werden, besonders an Berufschulen. Die Eigenheimzulage sollte abgeschafft, das gesparte Geld in Bildung und Forschung investiert werden. Positiv würde die Ministerin bewerten, wenn es Bildungsstandards gäbe, die für alle Bundesländer verbindlich sind.
Interessierte Bürger hatten nach der Podiumsdiskussion die Möglichkeit, der Bundesministerin und dem Direktkandidaten weitere Fragen zu stellen, was von rund 100 Leuten rege genutzt wurde.
Autor: wf
Ohne Nasenfaktor (Foto: nnz)
Forschungs- und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn und Wahlkreiskandidat Manuel Müller stellten sich in einem Podiumsgespräch den Fragen der Bürger. Da ging’s um Arbeit, Bildung, die Stoiber-Äußerungen und natürlich um die Gründe, warum man trotz Vertrauensfrage noch die SPD wählen soll. Zuerst stellte sich Direktkandidat Manuel Müller vor. Der 25jährige Unternehmer aus dem Eichsfeld ist kein typischer Sozialdemokrat. Nach 15 Jahren Manfred Grund im Bundestag möchte er neuen Schwung in die Region bringen.
Edelgard Bulmahn erinnert, wo die SPD schon Schwung gebracht hat, aber auch, wo sie besonders von der CDU im Bundestag ausgebremst wurde. An der Mehrheit der CDU ändert sich auch nach der Wahl nichts. Wirft ein Bürger ein. Die CDU wird sich nicht geben einen vom Volk wieder bestätigten Kanzler stellen können. Meint Manuel Müller dazu.
Die Bildungsministerin malt den schwarzen Teufel an die Wand, erinnert an die angekündigte Schwächung von Arbeitnehmerrechten wie Mitbestimmung und Kündigungsschutz und das Ende der Tarifautonomie. Natürlich wollen wir eine starke Wirtschaft, aber wir wollen auch, daß das Erwirtschaftete gerecht verteilt wird. Besonders unverständlich findet Edelgard Bulmahn den Spitzensteuersatz zu senken und dieses über den Abbau der Zuschüsse für Sonntags- und Nachtarbeit zu finanzieren. Wir müssen die Binnennachfrage stärken. Aber so haben Menschen, die ohnehin schon wenig verdienen, noch weniger in ihren Geldbörsen. Die Senkung des Eingangssteuersatzes sei da viel sinnvoller.
Arbeitnehmer hat die SPD traditionell als Stammwähler im Blick. Für deren Rechte will sie sich auch in der Zukunft einsetzen. Es darf in den Unternehmen keine Politik nach Nasenfaktor geben. Arbeitnehmer müssen geachtet werden und Rechte haben.
Danach hatten die Bürger die Möglichkeit Fragen zu stellen. Besonders bewegten Themen wie die Familienoffensive und Hartz IV. Diese neues Familienpolitik von Dieter Althaus verurteilt Edelgard Bulmahn als den genau falschen Weg. Horte und Schulen sollen zusammenarbeiten, Ganztagsschulen müssen entstehen. Generell müßten mehr Lehrer eingestellt werden, besonders an Berufschulen. Die Eigenheimzulage sollte abgeschafft, das gesparte Geld in Bildung und Forschung investiert werden. Positiv würde die Ministerin bewerten, wenn es Bildungsstandards gäbe, die für alle Bundesländer verbindlich sind.
Interessierte Bürger hatten nach der Podiumsdiskussion die Möglichkeit, der Bundesministerin und dem Direktkandidaten weitere Fragen zu stellen, was von rund 100 Leuten rege genutzt wurde.
