nnz-online

nnz-Kurznews am Wochenende (2)

Sonntag, 28. August 2005, 15:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Sonntag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Mehr Frustrierte
In Ostdeutschland gibt es nach einer Umfrage einen deutlich größeren Anteil frustrierter Menschen als in den alten Bundesländern. Auf die Frage, ob sie mit ihrer Lebenssituation eher zufrieden seien oder ob Enttäuschung und Frustration dominierten, gaben 39 Prozent der befragten Ostdeutschen in einer repräsentativen Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der „Bild am Sonntag“ an, eher frustriert zu sein. Als zufrieden bezeichneten sich 58 Prozent. Im Westen äußerten 77 Prozent Zufriedenheit.


Starker Druck
Die Rückkehr in das Gutenberg-Gymnasium Erfurt nach dem Schulmassaker von 2002 setzt Lehrer und Schüler nach Einschätzung der Trauma-Therapeutin Alina Wilms psychisch teilweise stark unter Druck. „Bereits die Aussicht darauf hat bei einigen von ihnen Ängste freigesetzt“, sagte die Psychologin aus Erfurt in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Am 26. April 2002 hatte ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums in dem Schulhaus 16 Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet.


Wechselwähler entscheiden
Die große Zahl der ostdeutschen Wechselwähler kann nach Einschätzung des Parteienforschers Torsten Oppelland die Bundestagswahl entscheiden. „Damit kann der Osten tatsächlich zum Zünglein an der Waage werden“, sagte der Wissenschaftler von der Schiller-Universität Jena. Als Grund für die große Zahl der Wechselwähler in den neuen Bundesländern nannte er die gering ausgeprägte Bindung an die Parteien.


Schwer verletzt
Eine 43-jährige Beifahrerin ist bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn 4 nahe der Anschlussstelle Weimar gestern lebensgefährlich verletzt worden. Ein 46-Jähriger erlitt schwere Verletzungen, teilte die Polizei mit. Der Mann war mit seinem Auto auf den Wagen der Frau und ihres 44-jährigen Mannes aufgefahren. Durch den Aufprall überschlug sich sein Auto. Der Wagen mit der 43-Jährigen geriet ins Schleudern. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt, ihr Mann blieb unverletzt.


Eine rund Million
Das Rudolstädter Vogelschießen hat mit mehr als einer Million Gästen einen Besucherrekord verzeichnet. Das zehntägige Fest ging bis zum späten Sonntag. Im vergangenen Jahr kamen 900 000 Gäste, wie Volksfestchef Frank Grünert sagte. Besonders gefragt waren das wohl schnellste Flugkarussell der Erde und eine an Bungee-Seilen befestigte Kugel, die Wagemutige 65 Meter in die Höhe katapultiert.


Praxis auf Rädern
Mit Arztpraxen auf Rädern will Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe den hauptsächlich in Ostdeutschland existierenden Ärztemangel bekämpfen. Einen entsprechend ausgestatteten Bus solle die Kassenärztliche Vereinigung des jeweiligen Landes bereitstellen, sagte Hoppe dem „Focus”. Die Praxisbusse erhöhten den Aktionsradius der Landärzte. Laut Hoppe zeichnet sich auch am Niederrhein und in der Eifel ein Bedarf für rollende Arztpraxen ab.


Tod nach Sturz
Tragischer Unfall im rheinland-pfälzischen Linkenbach: Ein fünf Jahre alter Junge ist beim Zusammensturz eines Baumhauses ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Gruppe von Kindern in dem selbst gebauten Haus im Wald gespielt. Dabei sei die Konstruktion eingestürzt und habe den Fünfjährigen erschlagen. Die anderen Kinder seien unverletzt geblieben.


Hochwasser geht zurück
Das Hochwasser geht weiter zurück, für die Aufräumtrupps aber dauert der Kriseneinsatz an. Nach den verheerenden Überschwemmungen der vergangenen Woche ist für die Flutregionen in Bayern das Schlimmste überstanden. Auch in der Schweiz und in Österreich hat sich die Lage weiter verbessert. An Donau und Isar sanken die Pegelstände nach Angaben der Behörden überall schnell. Vielerorts sind Einsatzkräfte mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Probleme bereitete den Helfern weiter der hohe Grundwasserspiegel.


Mitarbeiter unter Verdacht
Vier Mitarbeiter der Spielbank Hannover und ein Finanzbeamter der Spielbankenaufsicht stehen unter Betrugsverdacht. Bei einer Razzia in der Spielbank Hannover wurden sie in der Nacht festgenommen. Nach Angaben aus dem Landes- Finanzministerium wird ihnen vorgeworfen, Spielautomaten manipuliert zu haben. Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möhring will um 10 Uhr zu den Vorgängen Stellung beziehen. Die niedersächsischen Spielbanken waren kürzlich an einen österreichischen Investor verkauft worden.


Spurensuche fortgesetzt
Nach der Entdeckung eines toten Jungen in Berlin haben Mordermittler die Spurensuche fortgesetzt. Die Polizei vermutet ein Verbrechen. Das Kind war gestern in einer Grünanlage im Stadtteil Zehlendorf gefunden worden. Der Junge lag nach Polizeiangaben unbekleidet unter einer Plane. Die Suche am Fundort der Leiche gehe weiter, sagte ein Polizeisprecher. Heute seien auch erste Ergebnisse der Obduktion zu erwarten.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de