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Wie geht es weiter?

Freitag, 26. August 2005, 16:51 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen macht sich Angst breit – bei den Garagenbesitzern. Ob diese Angst berechtigt ist? Die nnz hat im Nordhäuser Rathaus nachgefragt.


„Keiner der Garagenbesitzer muss Angst haben“ - mit Blick auf die zum 1. Januar 2007 greifenden neuen Regelungen zur Zusammenführung von früherem und aktuellem kommunalen Eigentum an Grund und Boden mit den darauf stehenden Gebäuden hat Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) angekündigt, dass mögliche Veränderungen im Stadtrat und mit den Garagenbesitzern ausführlich beraten werden sollen. „Im Vordergrund steht ein möglichst reibungsloser und vernünftiger Übergang. Wir haben dafür noch genug Zeit.“

Die Neuregelungen beträfen in Nordhausen exakt 3334 Garagen, nämlich jene auf städtischem Grund und Boden bzw. auf den Grundstücken der großen Wohnungsunternehmen Städtischer Wohnungsbaugesellschaft und der Wohnungsbaugenossenschaft. „Es wird keine Abrisse in großem Stil geben. Über kleine Einzelstandorte insbesondere in der Stadtmitte werden wir allerdings intensiv nachdenken müssen – vor allem aus stadtgestalterischer Sicht. Dabei wird auch der Zustand der Garagen eine Rolle spielen“, sagte die Oberbürgermeisterin.

Es liege auch nicht im Interesse der Stadt, mit den gegebenenfalls notwendigen neuen Miet- bzw. Pachtverträgen die Garagennutzer finanziell über Gebühr zu belasten. „Uns geht es nicht darum, mit den Garagen die Einnahmen für die Stadt in die Höhe zu treiben“, so Frau Rinke. Man habe inzwischen alle betreffenden Garagenstandorte aufgelistet und untersucht. „Jetzt werden wir diskutieren, wie es ab 2007 weiter gehen soll“, so die Oberbürgermeisterin. In diese Überlegungen werde vor allem der Flächennutzungsplan eine wichtige Rolle spielen.

„Über die prinzipielle Regelung wird der Stadtrat entscheiden“, so die Oberbürgermeisterin. Es habe auch erste Gespräche mit Interessenvereinigungen der Garagenbesitzer gegeben. „Und noch im Herbst werden wir öffentlich in einem `Nordhäuser Stadtgespräch´ über dieses Thema diskutieren.“
Autor: nnz

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