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Das große Buddeln

Mittwoch, 24. August 2005, 12:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor einigen Wochen hatte die nnz ein Bautagebuch aufgelegt. Darin wurde über Arbeiten in der kleinen Richard-Dehmel-Straße berichtet. Jetzt soll es dort und an anderer Stelle weitergehen. Einzelheiten mit einem einzigen Klick.


Volles Programm für den Nordhäuser Stadtentwässerungsbetrieb im 2. Halbjahr 2005: Mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 1,5 Millionen Euro wird durch Neubau und Sanierung die Schmutz- und Regenwasserkanalisation in der Stadt weiter ausgebaut. Was genau geschieht, erklärte jetzt der Technische Leiter vom Stadtentwässerungsbetrieb, Toralf Kanowski.

In der Vogelsiedlung in Niedersalza errichtet der Stadtentwässerungsbetrieb – im Nachgang Wasserverband und Energieversorgung Nordhausen - seit Juli und noch bis Dezember einen rund 900 Meter langen Schmutzwasserkanal mit seinen Anschlussleitungen. Von den Arbeiten profitieren die Anwohner des Andreas-Hofer-Platzes, der Adler-, Sperber- und Taubengasse. Das Investitionsvolumen für den Stadtentwässerungsbetrieb beträgt hier zirka 260.000 Euro.

Die vorhandene Schmutz- und Regenwasserkanalisation in der Barbarossa- und Erfurter Straße wird in geschlossener und offener Bauweise saniert. Dabei werden rund 1000 Meter Hauptleitung und 22 Schächte zur Unterhaltung der Leitungen saniert und erneuert. Die Baumaßnahme wird in der Barbarossastraße seit Juli bis November und in der Erfurter Straße im März/April 2006 gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft, dem Straßenbauamt Nordthüringen, dem Bauamt der Stadt Nordhausen der Wasser- und der Energieversorgung realisiert. Die Auftragssumme beträgt hier rund 260.000 Euro.

Rund 620 Meter Hauptkanalleitung für Schmutzwasser werden zurzeit noch in Nordhausen-Nord in der Haydnstraße in die Erde gebracht. Zusammen mit den inzwischen abgeschlossenen Verlege-Arbeiten im Beethovenring wurden hier 160.000 Euro investiert. In der Straße „Hinter der Alten Mühle“ werden rund 80 Meter Hauptkanal einschließlich Anschlussleitungen zum Bau einer Schmutzwasserkanalisation von Mitte August bis Mitte Oktober für rund 30.000 Euro gelegt.

Zwischen den Straßen „An der Bleiche“ und der Bochumer Straße hat die Sanierung der vorhandenen Schmutz- und Regenwasserkanalisation in geschlossener und offener Bauweise bereits begonnen. Bis zum Dezember sollen hier rund 350 Meter Anschlussleitung gelegt und 31 Schachtbauwerke saniert werden. Hinzu kommen 800 Meter Schmutz- und Regenwasserkanal, die mit dem so genannten „Inliner“-Verfahren auf Vordermann gebracht werden. Kanowski: „Dabei wird ein noch nicht ausgehärteter Kunststoffschlauch von einem Schacht unterirdisch in das vorhandene und beschädigte Rohr gezogen, danach mit heißem Wasser oder UV-Strahlung ausgehärtet. Der Vorteil: Wir müssen nicht graben – das spart immense Kosten.“ Auch hier sind die Versorgungsträger Energie und Wasser beteiligt. Die Investitionssumme beträgt für die Stadtentwässerung rund 320.000 Euro.

Im Ortsteil Bielen ging es mit dem Bau einer Schmutz- und Regenwasserkanalisation am Friedrichsweg und in der Heimstraße bereits im Juli weiter. Bis Mitte September sollen hier rund 480 Meter Hauptkanal zuzüglich der Anschlussleitungen für ca. 130.000 Euro gelegt werden. Im Ortsteil Steinbrücken wird im Rahmen der Dorferneuerung am Steinbrücker Ring die Schmutzwasserkanalisation neu gebaut und die Regenwasserkanalisation ergänzt. 360 Meter Hauptkanal zuzüglich der Anschlussleitungen werden hier für rund 110.000 Euro seit Ende Juli noch bis Juni 2006 vom Stadtentwässerungsbetrieb verlegt. „Die Arbeiten ziehen sich hier über einen so langen Zeitraum, da sich die Kanalverlegung an den Arbeiten zum Ausbau der Verkehrsflächen orientieren muss.“

In der Straße „Am Holungsbügel“ bauen die Stadtentwässerer 440 Meter Schmutzwasserkanal-Hauptleitungen. Hier beginnen die Arbeiten Mitte Oktober, die zusammen mit dem Wasserverband Nordhausen umgesetzt werden. Mit den Arbeiten wird diese Straße an die Nordhäuser Kläranlage angeschlossen, die Klärgruben auf den Grundstücken können anschließend außer Betrieb genommen werden. „Wir freuen uns, dass alle Arbeiten überwiegend an einheimische Firmen vergeben werden konnten“, so Kanowski.
Autor: nnz

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