Zulieferer musste befreit werden
Eine kleine Odyssee
Donnerstag, 11. Februar 2021, 17:20 Uhr
Kuriose Szenen heute auf dem August-Bebel-Platz: ein Zulieferer des Edeka-Marktes Fuchs hatte sich auf dem Platz festgefahren und musste vom Technischen Hilfswerk befreit werden. Dem vorangegangen war eine kleine Odyssee durch die Behörden…
Heute ist der Asphalt auf den Hauptverkehrsstraßen in Nordhausen immerhin wieder deutlich zu erkennen, die schwierige Lage durch die Schneefälle der letzten Tage scheint sich dem Ende entgegen zu neigen. Überstanden ist sie aber noch nicht, an vielen Stellen hat man noch zu kämpfen.
So heute geschehen auf dem August-Bebel-Platz. Am morgen fuhr sich hier ein Lkw der Edeka-Gruppe fest, der den Markt in der Töpferstraße beliefern sollte. Nachdem am Montag und Dienstag in den Kaufhallen die Regale teilweise leer blieben, ist die Versorgung vielerorts wieder hergestellt, die Laster kommen wieder durch. Beim Edeka-Fuchs aber ist die Logistik etwas schwieriger und hier beginnt die kleine Odyssee, von der uns Marktchefin Nadine Graß berichtete.
Die Belieferung des Marktes muss über die Weberstraße erfolgen, die Rampe liegt hinter der Kaufhalle und ist unter den aktuellen Bedingungen nicht eben leicht zu erreichen, insbesondere für größere Fahrzeuge. Für die Räumung der Schneemassen direkt vor der Rampe ist die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz zuständig und das habe auch bedingt funktioniert, erzählt Frau Graß. Der Service der WBG rückte an, allerdings ohne technisches Gerät und machte sich per Hand an die Aufräumarbeiten.
Obst, Gemüse und Fleisch konnten somit, im kleineren Laster, wieder angeliefert werden. Sorge bereitete aber die sogenannte Trockenware, die in größeren Fahrzeugen transportiert wird. Dass es der Lkw angesichts der Schneemassen momentan nicht um die Kurve schaffen würde, sei klar gewesen, sagt Frau Graß, da war nichts zu machen. Hilfe erhoffte sich die Marktchefin von Seiten der Stadt, die für die Räumung der Weberstraße zuständig ist. Im Ordnungsamt ist keiner ans Telefon gegangen. Dann hatte ich jemand am Apparat, der im Bauhof nur mit Archivaufgaben betraut ist und mich weiter verwiesen hat, aber an der nächsten Stelle war wieder niemand zu erreichen, erzählt uns Frau Graß. Nach mehreren Versuchen geht schließlich der Anrufbeantworter ran: sie rufen außerhalb der Öffnungszeiten an. Das war am Dienstag.
Graß lässt ein paar Kontakte spielen, bittet im Landratsamt um Hilfe. Dem sind aber die Hände gebunden. Ohne ein Ersuchen um Amtshilfe aus der Stadt darf man nicht aktiv werden, erklärt das Amt auf Nachfrage der nnz. Man ist eben nicht mehr der Rat des Kreises und muss sich an die Regeln halten. Die Gemeinden Harztor, Ellrich und Heringen hatten zuletzt von der Möglichkeit der Amtshilfe Gebrauch gemacht, morgen wolle man in Sollstedt anrücken, ist aus der Kreisverwaltung zu erfahren, ein Hilfegesuch aus Nordhausen habe man nicht erhalten.
Da war auch mit der Schaufel nichts zu machen: festgefahrener Lkw auf dem Bebel-Platz (Foto: Nadine Graß)
Beim Edeka-Fuchs hofft man derweil, dass es doch noch klappt. Bis heute morgen. In der Töpferstraße sprechen Kollegen mit Räumarbeiten beschäftigte Mitarbeiter der Stadt an, in der Hoffnung, dass sich doch noch rechtzeitig etwas bewegt. Aber: ohne entsprechenden Auftrag können die Kräfte vor Ort nicht aktiv werden, teilen die Arbeiter mit. Als Ausweichmöglichkeit bleibt der Bebelplatz, der war am Dienstag mit schwerem Gerät beräumt worden. Halb sechs gibt Graß diese Option an die Zentrale durch, der Lkw rückt an und steckt prompt fest. Das was ich befürchtet hatte ist dann eingetreten. Wir mussten dem THW Bescheid geben, das war nach fünf Minuten die erste Unterstützung da, das hat schnell funktioniert. Dann kam noch Herr Lier vom Autotuning und hat bei der Organisation geholfen. Gut anderthalb Stunden später kam schließlich das große Fahrzeug und konnte unseren Lkw freiziehen, berichtet die Marktchefin, die zwischenzeitlich mit Kollegen versucht hatte, den Laster per Schaufel vom Schnee zu befreien.
Die Zufahrt zum Hof in der Weberstraße. Der Lastzug kann hier nicht umlenken, da der Schneeberg das an der Seite verhindert. (Foto: Nadine Graß)
Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Das schlimmste war eigentlich, dass ich in der Stadtverwaltung an niemanden rangekommen bin. Ich habe ja Verständnis dafür, dass die Lage gerade nicht einfach ist und die Kapazitäten begrenzt sind. Aber wir sind auch ein bisschen systemrelevant und so ziemlich die einzigen, die gerade geöffnet haben. Und dann geht niemand ans Telefon. Man hat den Eindruck, dass sich keiner verantwortlich fühlt. Für die Unterstützung durch das THW und Herrn Lier sind wir unendlich dankbar. Ohne sie hätten wir heute wieder keine Ware bekommen. Gut das es letztlich doch noch Hilfe gibt.", sagt Graß.
Der befreite Lkw steht inzwischen auf dem (geräumten) Parkplatz des Marktkaufs, wo die Ware mit einigem Aufwand umgeladen und von hier aus in die Innenstadt gebracht wird. Die Regale sollten sich also wieder füllen. Und mit einer Wiederholung dieser speziellen Problemlage ist nicht zu rechnen: bis zur Mittagszeit wurden die Hürden in der Weberstraße beseitigt.
Wie die Stadtverwaltung heute Mittag auf ihrer Website kurz und knapp mitteilte, arbeite man mit "Hochdruck" an der Schneeberäumung. Nach Anfrage der nnz fällt das "Update" der Meldung seit dem späten Nachmittag nun etwas ausführlicher aus. Man habe im Moment eine "außerordentliche Wettersituation" zu bewältigen und lobt das Engagement von Feuerwehr, Anwohner und Betrieben. "Auch wenn der Winterdienst in den Augen Einzelner scheinbar vieles falsch macht, so sind wir dennoch darauf stolz, dass es in Nordhausen bisher keine Ausfälle von Strom, Fernwärme, Trink- und Abwasser gegeben hat, nach 2 Tagen alle möglichen Schulen und Kindergärten wieder auf sind, Busse fahren, wir die Straßenbahn auch in den Griff bekommen, jederzeit die Wege zum SHK frei waren und es gab bisher auf den Straßen im Stadtgebiet keine ernsthaften Unfälle mit Personenschäden." Und bei den Nachbarn sehe es auch laut dem Nordhäuser Rathaus auch nicht besser aus: "der Blick über den Tellerrand in andere Landkreise (KYF längere Schulschließungen und kein ÖPNV) und Regionen lässt anerkennend auf die Arbeit der Winterdienste und unzähligen freiwilligen Helfer schauen."
Weiter heißt in der Antwort aus dem Rathaus auf unsere Anfrage:
»Insgesamt sind in der Stadt Nordhausen und den Ortsteilen mehr als 270 km zu räumen. Derzeit läuft die Räumung der Schneemassen in den Straßen der definierten Stufe III, d.h. der Nebenstraßen u.a. mit Kleinbaggern und LKWs. Zusätzlich zum vertraglich gebundenen Winterdienst der Stadtwerke ist der Bauhof in der Stadt und den Ortsteilen unterwegs. Dabei räumen die Bauhofmitarbeiter u.a. in der Rautenstraße Schneeberge und verbringen diese auf die Wendeschleife Parkallee. Ferner werden Zufahrten zu Supermärkten etc. weiter geräumt bzw. gesichert. Zusätzlich werden durch den Bauhof erneut die 90 Streukisten mit jeweils 250 kg Split gefüllt. Die Stadtwerke Nordhausen haben weitere Unternehmen mit Dienstleistungen beauftragt und v.a. in den Ortsteilen erleben wir sehr großen Engagement der Anlieger, Freiwilligen Feuerwehren und ansässigen Betrieben. Vielen Dank!
Es ist Winter und aktuell haben wir eine außerordentliche Wettersituation zu bewältigen.
Die eine Schneefräse des Landkreises Nordhausen kam richtigerweise in den ersten Tagen in den höheren Lagen des Landkreises zum Einsatz sowie bei Engstellen auf Hauptverkehrsadern. Aus dem Landratsamt Nordhausen sind keine Meldungen bekannt, dass diese eine Schneefräse in den Kommunen alle Nebenstraßen oder ganze Ortschaften freiräumt.
Amtshilfe beim Landratsamt Nordhausen zu stellen, macht immer Sinn bei echten Gefahrensituationen. Es wäre daher unsolidarisch, die eine Schneefräse nun aus Kommunen versuchen abzuziehen, die weitaus dringendere Gefahrenlagen zu entschärfen hatten bzw. haben. Es ist schlicht so, dass wenn die eine Schneefräse im Einsatz ist, sie nicht zeitgleich an anderen Orten im Einsatz sein kann. Wenig Sinn für die Stadt Nordhausen macht es, wenn sie sich natürlich hintenanstellt und ggf. nächste Woche die eine Schneefräse für die Hauptstraßen/ Stufe I o. II erhalten würde. Diese Problemlagen wurden bereits bis Mittwoch, 10.02.2021 selbständig erledigt.
Das ist gut für den Zusammenhalt zwischen den Kommunen im Landkreis Nordhausen, denn auch wir als Stadt Nordhausen kennen Situationen, z.B. bei Bränden, Hochwasser, Evakuierungen und Bombenentschärfungen, bei denen wir uns jederzeit auf die Einsatzbereitschaft anderer Kommunen verlassen können.«
Angelo Glashagel
Autor: redHeute ist der Asphalt auf den Hauptverkehrsstraßen in Nordhausen immerhin wieder deutlich zu erkennen, die schwierige Lage durch die Schneefälle der letzten Tage scheint sich dem Ende entgegen zu neigen. Überstanden ist sie aber noch nicht, an vielen Stellen hat man noch zu kämpfen.
So heute geschehen auf dem August-Bebel-Platz. Am morgen fuhr sich hier ein Lkw der Edeka-Gruppe fest, der den Markt in der Töpferstraße beliefern sollte. Nachdem am Montag und Dienstag in den Kaufhallen die Regale teilweise leer blieben, ist die Versorgung vielerorts wieder hergestellt, die Laster kommen wieder durch. Beim Edeka-Fuchs aber ist die Logistik etwas schwieriger und hier beginnt die kleine Odyssee, von der uns Marktchefin Nadine Graß berichtete.
Die Belieferung des Marktes muss über die Weberstraße erfolgen, die Rampe liegt hinter der Kaufhalle und ist unter den aktuellen Bedingungen nicht eben leicht zu erreichen, insbesondere für größere Fahrzeuge. Für die Räumung der Schneemassen direkt vor der Rampe ist die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz zuständig und das habe auch bedingt funktioniert, erzählt Frau Graß. Der Service der WBG rückte an, allerdings ohne technisches Gerät und machte sich per Hand an die Aufräumarbeiten.
Obst, Gemüse und Fleisch konnten somit, im kleineren Laster, wieder angeliefert werden. Sorge bereitete aber die sogenannte Trockenware, die in größeren Fahrzeugen transportiert wird. Dass es der Lkw angesichts der Schneemassen momentan nicht um die Kurve schaffen würde, sei klar gewesen, sagt Frau Graß, da war nichts zu machen. Hilfe erhoffte sich die Marktchefin von Seiten der Stadt, die für die Räumung der Weberstraße zuständig ist. Im Ordnungsamt ist keiner ans Telefon gegangen. Dann hatte ich jemand am Apparat, der im Bauhof nur mit Archivaufgaben betraut ist und mich weiter verwiesen hat, aber an der nächsten Stelle war wieder niemand zu erreichen, erzählt uns Frau Graß. Nach mehreren Versuchen geht schließlich der Anrufbeantworter ran: sie rufen außerhalb der Öffnungszeiten an. Das war am Dienstag.
Graß lässt ein paar Kontakte spielen, bittet im Landratsamt um Hilfe. Dem sind aber die Hände gebunden. Ohne ein Ersuchen um Amtshilfe aus der Stadt darf man nicht aktiv werden, erklärt das Amt auf Nachfrage der nnz. Man ist eben nicht mehr der Rat des Kreises und muss sich an die Regeln halten. Die Gemeinden Harztor, Ellrich und Heringen hatten zuletzt von der Möglichkeit der Amtshilfe Gebrauch gemacht, morgen wolle man in Sollstedt anrücken, ist aus der Kreisverwaltung zu erfahren, ein Hilfegesuch aus Nordhausen habe man nicht erhalten.
Da war auch mit der Schaufel nichts zu machen: festgefahrener Lkw auf dem Bebel-Platz (Foto: Nadine Graß)
Beim Edeka-Fuchs hofft man derweil, dass es doch noch klappt. Bis heute morgen. In der Töpferstraße sprechen Kollegen mit Räumarbeiten beschäftigte Mitarbeiter der Stadt an, in der Hoffnung, dass sich doch noch rechtzeitig etwas bewegt. Aber: ohne entsprechenden Auftrag können die Kräfte vor Ort nicht aktiv werden, teilen die Arbeiter mit. Als Ausweichmöglichkeit bleibt der Bebelplatz, der war am Dienstag mit schwerem Gerät beräumt worden. Halb sechs gibt Graß diese Option an die Zentrale durch, der Lkw rückt an und steckt prompt fest. Das was ich befürchtet hatte ist dann eingetreten. Wir mussten dem THW Bescheid geben, das war nach fünf Minuten die erste Unterstützung da, das hat schnell funktioniert. Dann kam noch Herr Lier vom Autotuning und hat bei der Organisation geholfen. Gut anderthalb Stunden später kam schließlich das große Fahrzeug und konnte unseren Lkw freiziehen, berichtet die Marktchefin, die zwischenzeitlich mit Kollegen versucht hatte, den Laster per Schaufel vom Schnee zu befreien.
Die Zufahrt zum Hof in der Weberstraße. Der Lastzug kann hier nicht umlenken, da der Schneeberg das an der Seite verhindert. (Foto: Nadine Graß)
Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Das schlimmste war eigentlich, dass ich in der Stadtverwaltung an niemanden rangekommen bin. Ich habe ja Verständnis dafür, dass die Lage gerade nicht einfach ist und die Kapazitäten begrenzt sind. Aber wir sind auch ein bisschen systemrelevant und so ziemlich die einzigen, die gerade geöffnet haben. Und dann geht niemand ans Telefon. Man hat den Eindruck, dass sich keiner verantwortlich fühlt. Für die Unterstützung durch das THW und Herrn Lier sind wir unendlich dankbar. Ohne sie hätten wir heute wieder keine Ware bekommen. Gut das es letztlich doch noch Hilfe gibt.", sagt Graß.
Der befreite Lkw steht inzwischen auf dem (geräumten) Parkplatz des Marktkaufs, wo die Ware mit einigem Aufwand umgeladen und von hier aus in die Innenstadt gebracht wird. Die Regale sollten sich also wieder füllen. Und mit einer Wiederholung dieser speziellen Problemlage ist nicht zu rechnen: bis zur Mittagszeit wurden die Hürden in der Weberstraße beseitigt.
Wie die Stadtverwaltung heute Mittag auf ihrer Website kurz und knapp mitteilte, arbeite man mit "Hochdruck" an der Schneeberäumung. Nach Anfrage der nnz fällt das "Update" der Meldung seit dem späten Nachmittag nun etwas ausführlicher aus. Man habe im Moment eine "außerordentliche Wettersituation" zu bewältigen und lobt das Engagement von Feuerwehr, Anwohner und Betrieben. "Auch wenn der Winterdienst in den Augen Einzelner scheinbar vieles falsch macht, so sind wir dennoch darauf stolz, dass es in Nordhausen bisher keine Ausfälle von Strom, Fernwärme, Trink- und Abwasser gegeben hat, nach 2 Tagen alle möglichen Schulen und Kindergärten wieder auf sind, Busse fahren, wir die Straßenbahn auch in den Griff bekommen, jederzeit die Wege zum SHK frei waren und es gab bisher auf den Straßen im Stadtgebiet keine ernsthaften Unfälle mit Personenschäden." Und bei den Nachbarn sehe es auch laut dem Nordhäuser Rathaus auch nicht besser aus: "der Blick über den Tellerrand in andere Landkreise (KYF längere Schulschließungen und kein ÖPNV) und Regionen lässt anerkennend auf die Arbeit der Winterdienste und unzähligen freiwilligen Helfer schauen."
Weiter heißt in der Antwort aus dem Rathaus auf unsere Anfrage:
»Insgesamt sind in der Stadt Nordhausen und den Ortsteilen mehr als 270 km zu räumen. Derzeit läuft die Räumung der Schneemassen in den Straßen der definierten Stufe III, d.h. der Nebenstraßen u.a. mit Kleinbaggern und LKWs. Zusätzlich zum vertraglich gebundenen Winterdienst der Stadtwerke ist der Bauhof in der Stadt und den Ortsteilen unterwegs. Dabei räumen die Bauhofmitarbeiter u.a. in der Rautenstraße Schneeberge und verbringen diese auf die Wendeschleife Parkallee. Ferner werden Zufahrten zu Supermärkten etc. weiter geräumt bzw. gesichert. Zusätzlich werden durch den Bauhof erneut die 90 Streukisten mit jeweils 250 kg Split gefüllt. Die Stadtwerke Nordhausen haben weitere Unternehmen mit Dienstleistungen beauftragt und v.a. in den Ortsteilen erleben wir sehr großen Engagement der Anlieger, Freiwilligen Feuerwehren und ansässigen Betrieben. Vielen Dank!
Es ist Winter und aktuell haben wir eine außerordentliche Wettersituation zu bewältigen.
Die eine Schneefräse des Landkreises Nordhausen kam richtigerweise in den ersten Tagen in den höheren Lagen des Landkreises zum Einsatz sowie bei Engstellen auf Hauptverkehrsadern. Aus dem Landratsamt Nordhausen sind keine Meldungen bekannt, dass diese eine Schneefräse in den Kommunen alle Nebenstraßen oder ganze Ortschaften freiräumt.
Amtshilfe beim Landratsamt Nordhausen zu stellen, macht immer Sinn bei echten Gefahrensituationen. Es wäre daher unsolidarisch, die eine Schneefräse nun aus Kommunen versuchen abzuziehen, die weitaus dringendere Gefahrenlagen zu entschärfen hatten bzw. haben. Es ist schlicht so, dass wenn die eine Schneefräse im Einsatz ist, sie nicht zeitgleich an anderen Orten im Einsatz sein kann. Wenig Sinn für die Stadt Nordhausen macht es, wenn sie sich natürlich hintenanstellt und ggf. nächste Woche die eine Schneefräse für die Hauptstraßen/ Stufe I o. II erhalten würde. Diese Problemlagen wurden bereits bis Mittwoch, 10.02.2021 selbständig erledigt.
Das ist gut für den Zusammenhalt zwischen den Kommunen im Landkreis Nordhausen, denn auch wir als Stadt Nordhausen kennen Situationen, z.B. bei Bränden, Hochwasser, Evakuierungen und Bombenentschärfungen, bei denen wir uns jederzeit auf die Einsatzbereitschaft anderer Kommunen verlassen können.«
Angelo Glashagel


