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CDU zu Winterdienst in Nordhausen:

Rathaus muss endlich aktiv werden

Donnerstag, 11. Februar 2021, 12:14 Uhr
Nordhausens CDU-Fraktionsvorsitzender Steffen Iffland fordert die Nordhäuser Verwaltungsspitze zu einer aktiveren Handlung beim Winterdienst auf. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz...

Nordhausen in diesen Tagen (Foto: CDU Nordhausen) Nordhausen in diesen Tagen (Foto: CDU Nordhausen)
„Die Bürgerinnen und Bürger haben sehr gut vorgelegt, nicht nur unmittelbar vor ihren Grundstücken, sondern oft auch in ganzen Straßenzügen. Mehr noch in den Nordhäuser Ortsteilen: Dort haben die Bürger, die Feuerwehren praktisch ganz auf sich allein gestellt ganze Orte befahrbar gemacht. Das verdient Anerkennung“, so Iffland.

Er verstehe den Ärger der Bürger in den Ortsteilen, die sagten: „Die Eingemeindung ging schnell, doch wo bleibt die Gegenleistung?“ Gerade in schwierigen Zeiten würden die Bürger zu Recht eine aktive Verwaltung erwarten. Geschätzte 90 Prozent der Nebenstraßen seien noch nicht geräumt. Schwer zu vermitteln sei auch, dass die Straßenbahn immer noch nicht fahre. „Das liegt nicht am mangelnden Einsatz der Menschen, die im Winterdienst aktiv sind. „Es ist eher eine Planungs-, Konzept und vor allem Technikfrage“. Die müsse jetzt gelöst werden.

Durch die unpassierbaren Nebenstraßen wurden weder Müll abgeholt noch stellen Post und andere Lieferanten Sendungen zu. Die Menschen kommen nicht weg und damit nicht zur Arbeit. Aber das große Problem bleibt der Schnee, der muss in den nächsten Tagen aus der Stadt raus, nicht nur um Freiraum zu haben, sondern vor allem um bei der einsetzenden Schneeschmelze nicht in das nächste Chaos zu stürzen.

Deshalb sei jetzt auch endlich die Stadtverwaltung gefragt. „Ganz klar ist dieser Winter eine Ausnahmesituation. Doch jetzt ist eben Ideenreichtum und Initiative angesagt. Das heißt aus Sicht der CDU, dass man zum Beispiel Landwirte und Baufirmen anspricht. Deren Maschinen – Radlader oder LKW, sind jetzt nicht ausgelastet und sie sind auch sicher bereit, bei der Beräumung der Straßen mitzuziehen. Man muss nur auf sie zu gehen. Gleiches gilt für den Landkreis und die dort vorhandene Technik: Die Stadt vergibt sich nichts, wenn man den Landkreis in die Pflicht nimmt, zum Beispiel die Schneefräse anzufordern, wie das bereits Harztor und Heringen getan haben“, so Iffland weiter.

„Der Charme dabei ist: Man hilft sich gegenseitig und es muss nicht extra Technik angeschafft werden! So ist die Anmietung von Maschinen von Unternehmen die wirtschaftlichste Variante wie auch der Technikeinsatz des Landratsamtes. Das funktioniert im Solidarprinzip am besten. Man muss im Rathaus nur wollen und persönliche Befindlichkeiten zurückstellen.“

Iffland verweist auch auf das Beispiel Österreichischer Kommunen: Dort werde aus den Nebenstraßen der Schnee auf zentralen Plätzen zusammengeschoben und dann mit schwerer Technik abtransportiert. Simpel, aber effektiv. "Man muss es nur wollen“.
Autor: red

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