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Böse Späße - teurer Spaß

Dienstag, 23. August 2005, 14:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Es kommt immer wieder vor, dass die Notrufe von Polizei, Rettungsleitstelle und Feuerwehr für einen „Spaß“ missbraucht werden. Von einem konkreten Fall hat jetzt die nnz erfahren.


Der vergangene Freitag war noch nicht zwei Stunden alt. Gegen 1.45 Uhr ging ein Notruf in der Rettungsleitstelle des Landkreises Nordhausen ein. Eine Frau meldete einen Wohnungsbrand in Werther. Die zum vermeintlichen Brandort geeilten Freiwilligen Feuerwehren aus Großwerther und Kleinwerther wollten Helfer in der Not sein. Doch es gab keinen Brandherd. Die zahlreichen Feuerwehrmänner waren somit grundlos aus ihrem Nachtschlaf gerissen worden. „Es handelte sich hier um eine böswillige Alarmierung. Das bestätigte ein Gespräch der Feuerwehrmänner mit den Hauseigentümern“, kommentierte Fachbereichsleiter Günter Uebner den Vorfall.

In der Leitstelle wurde der Notrufeingang, der grundsätzlich über einen längeren Zeitraum gespeichert wird, nochmals geprüft. Dabei konnte herausgefunden werden, dass der Ruf von einem Telefon in Kleinfurra abgesetzt worden war. Die Telefon-Nummer wird bei einem Anruf in der Leitstelle stets angezeigt und gespeichert.

Günter Uebner verwies darauf, dass die Anruferin wegen des Missbrauchs des Notrufes nun mit einer Strafanzeige rechnen muss. Zudem hat sie sämtliche Kosten des Feuerwehreinsatzes zu tragen. Und die sind nicht unerheblich.
Autor: nnz

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