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Aktion der Innung vor dem Bahnhof in Nordhausen

Frisöre protestieren landesweit

Mittwoch, 03. Februar 2021, 12:46 Uhr
Über 40 Mitglieder der Nordthüringer Frisörinnung kamen heute Mittag auf dem Bahnhofsvorplatz zusammen, um gegen die erneut verlängerte Schließung ihrer Geschäfte im Zuge der Lockdown-Politik der rot-rot-grünen Landesregierung zu protestieren …

Landesweite Frisör Proteste gegen die Corona-Politik (Foto: oas) Landesweite Frisör Proteste gegen die Corona-Politik (Foto: oas)


Stein des Anstoßes für die konzertierte Aktion der Haarschneider unter dem Motto: "Wir machen schön, nicht krank!" war das Vorsprechen der Thüringer Landesregierung, die gestern ohne auf Bundesentscheide zu warten erklärte, den Lockdown bis zum 19. Februar zu verlängern.

Bereits jetzt steht den meisten Geschäften der Frisörinnung das Wasser bis Oberkante Unterlippe. Seit November sind sie zum Nichtstun gezwungen und akut auch zum Nichtsverdienen. Im Gegensatz zu anderen vom Lockdown betroffenen Branchen gab es keine November- oder Dezemberhilfe für die Figaros und auch im Januar sind noch keine Hilfsgelder geflossen. Vesprochen wurde von der Landesregierung, dass wenigstens betriebliche Fixkosten übernommen werden, doch bis heute scheitert eine Bearbeitung der Hilfen daran, dass es noch nicht einmal ein Formular zur Beantragung gibt. Schuldige dafür werden inzwischen eifrig gesucht

Diesen Zustand wollen die Frisörinnen und Frisöre des Freistaats nicht länger hinnehmen und fordern angesichts der immer entspannteren Pandemielage in einer koordinierten Thüringennweiten Protestaktion die sofortige Wiedereröffnung ihrer Geschäfte. Aller dreißig Minuten begann in einer anderen Thüringer Stadt der Protest, wobei symbolisch eine brennende Kerze von einem Ort zum anderen weitergereicht wurde. Nachdem in Erfurt um 11.30 Uhr die Frisöre aufmarschierten, lief die Nordthüringer Aktion von 12 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Nordhausen. Unter den Teilnehmern waren auch Coiffeure aus dem Eichsfeldkreis und dem Kyffhäuserkreis.

Von vielen ihrer Kunden, die sich seit Wochen nach einem ordentlichen Haarschnitt sehnen, werden sie dabei unterstützt. Sollte sich nicht bald eine Lockerung einstellen und den Geschäften die Arbeit wieder ermöglicht werden, dann droht in der Branche eine Pleitewelle ungeahnten Ausmaßes. Und so gingen die Forderungen heute an die Landesregierung und speziell an die Adresse des Thüringer Wirtschaftsministers Tiefensee, wenigstens die Hilfen zügig auszuzahlen.
Olaf Schulze
Autor: osch

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