Wer ist der Motor?
Freitag, 19. August 2005, 12:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Thüringer Wirtschaft geht es gut, das belegen die neuesten Zahlen. Und doch wiederum ist nicht alles Gold was da am statistischen Himmel glänzt. Die nnz mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Die Thüringer Wirtschaft hat in den ersten sechs Monaten 2005 ihr Auslandsgeschäft weiter ausbauen können. Der Industrie-Export erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent auf 3.488 Millionen Euro. Die USA ist inzwischen wichtigster Handelspartner außerhalb der EU. Die Thüringer Unternehmen haben einmal mehr die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen auf den Auslandsmärken unter Beweis stellen können, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Knapp zwei Drittel der Ausfuhren gingen in die Länder der Eurozone. Spitzenreiter in Europa wären nach wie vor Frankreich und Italien, gefolgt von den Niederlanden.
Wichtigster Partner außerhalb der Europäischen Union (EU) bleibe die USA. Mit einem Anteil von rund 7 Prozent und dem dritten Platz in der Thüringer Exportländerstatistik rangierten die Vereinigten Staaten weiterhin mit beträchtlichem Abstand vor Russland. Thüringens einstiges Hauptabsatzgebiet sei mittlerweile auf den dreizehnten Platz abgerutscht und nehme nur noch 3 Prozent der Exporte aus dem Freistaat auf. Während die Exporte in die Russische Föderation seit 1991 um rund ein Drittel zurückgegangen sind, konnten die Ausfuhren in die USA von rund 14 Millionen Euro 1991 auf 542 Millionen Euro im Jahr 2004 gesteigert werden, so Grusser.
Die Hitliste der Thüringer Warenlieferungen werde weiterhin von Kraftfahrzeugen und Autoteilen mit einem Anteil am Exportvolumen von 17,9 Prozent angeführt. Die Plätze 2 und 3 belegten Büro- und Datenverarbeitungsmaschinen (11 Prozent) sowie mess- und regelungstechnische Erzeugnisse (6,6 Prozent). Mit einer Exportquote von inzwischen 29 Prozent hat der Freistaat weiter aufgeholt, stellt der IHK-Hauptgeschäftsführer fest. Mit Blick auf den bundesdeutschen Vergleichswert von rund 40 Prozent sei aber die gezielte Außenwirtschaftsförderung nach wie vor äußerst wichtig.
Im bisherigen Jahresverlauf unterstützte das Thüringer Wirtschaftsministerium die Auslandsaktivitäten von 520 Betrieben mit rund 1,9 Millionen Euro. Insgesamt stehen in diesem Jahr 2,2 Millionen Euro zur Außenwirtschaftsförderung bereit. Die Unternehmen können über die Thüringer IHKs ein ganzes Paket kostengünstiger Leistungen in Anspruch nehmen: von der Außenwirtschafts- und Marketingberatung über die Förderung von Imagemaßnahmen bis zur Unterstützung bei der Teilnahme an internationalen Fachmessen.
2005 wurden bereits fünf Gemeinschaftsbeteiligungen mit 66 Ausstellern durchgeführt, weitere in Bilbao, Brnó, Shanghai, Dubai und Düsseldorf sollen noch bis zum Jahresende organisiert werden, erläutert Grusser. Auch die Einzelbeteiligung an internationalen Messen nutzten 202 Unternehmen. Dafür bewilligten die Kammern 700.000 Euro Fördermittel.
Autor: nnzDie Thüringer Wirtschaft hat in den ersten sechs Monaten 2005 ihr Auslandsgeschäft weiter ausbauen können. Der Industrie-Export erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent auf 3.488 Millionen Euro. Die USA ist inzwischen wichtigster Handelspartner außerhalb der EU. Die Thüringer Unternehmen haben einmal mehr die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen auf den Auslandsmärken unter Beweis stellen können, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Knapp zwei Drittel der Ausfuhren gingen in die Länder der Eurozone. Spitzenreiter in Europa wären nach wie vor Frankreich und Italien, gefolgt von den Niederlanden.
Wichtigster Partner außerhalb der Europäischen Union (EU) bleibe die USA. Mit einem Anteil von rund 7 Prozent und dem dritten Platz in der Thüringer Exportländerstatistik rangierten die Vereinigten Staaten weiterhin mit beträchtlichem Abstand vor Russland. Thüringens einstiges Hauptabsatzgebiet sei mittlerweile auf den dreizehnten Platz abgerutscht und nehme nur noch 3 Prozent der Exporte aus dem Freistaat auf. Während die Exporte in die Russische Föderation seit 1991 um rund ein Drittel zurückgegangen sind, konnten die Ausfuhren in die USA von rund 14 Millionen Euro 1991 auf 542 Millionen Euro im Jahr 2004 gesteigert werden, so Grusser.
Die Hitliste der Thüringer Warenlieferungen werde weiterhin von Kraftfahrzeugen und Autoteilen mit einem Anteil am Exportvolumen von 17,9 Prozent angeführt. Die Plätze 2 und 3 belegten Büro- und Datenverarbeitungsmaschinen (11 Prozent) sowie mess- und regelungstechnische Erzeugnisse (6,6 Prozent). Mit einer Exportquote von inzwischen 29 Prozent hat der Freistaat weiter aufgeholt, stellt der IHK-Hauptgeschäftsführer fest. Mit Blick auf den bundesdeutschen Vergleichswert von rund 40 Prozent sei aber die gezielte Außenwirtschaftsförderung nach wie vor äußerst wichtig.
Im bisherigen Jahresverlauf unterstützte das Thüringer Wirtschaftsministerium die Auslandsaktivitäten von 520 Betrieben mit rund 1,9 Millionen Euro. Insgesamt stehen in diesem Jahr 2,2 Millionen Euro zur Außenwirtschaftsförderung bereit. Die Unternehmen können über die Thüringer IHKs ein ganzes Paket kostengünstiger Leistungen in Anspruch nehmen: von der Außenwirtschafts- und Marketingberatung über die Förderung von Imagemaßnahmen bis zur Unterstützung bei der Teilnahme an internationalen Fachmessen.
2005 wurden bereits fünf Gemeinschaftsbeteiligungen mit 66 Ausstellern durchgeführt, weitere in Bilbao, Brnó, Shanghai, Dubai und Düsseldorf sollen noch bis zum Jahresende organisiert werden, erläutert Grusser. Auch die Einzelbeteiligung an internationalen Messen nutzten 202 Unternehmen. Dafür bewilligten die Kammern 700.000 Euro Fördermittel.
