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Politprominenz in Werther

Freitag, 19. August 2005, 09:13 Uhr
Nordhausen/Werther (nnz). Sie ist ein ungeliebte Kind bei den Kommunen – die Familienoffensive der Thüringer Landesregierung. Und vor allem Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) muß sie verteidigen. Auch in Werther hatte es der Politiker nicht einfach.

Politprominenz in Werther (Foto: nnz) Politprominenz in Werther (Foto: nnz)

Politprominenz von Freistaat und Landkreis traf sich am späten Mittwochnachmittag im Schlosskindergarten Werther mit Erzieherinnen und Vertretern der Elternschaft zum Meinungsaustausch über die so genannte Familienoffensive der Thüringer Landesregierung. Zum Gespräch eingeladen hatte Sozialminister Dr. Klaus Zeh. Von der politischen Ebene nahmen zudem Landrat Joachim Claus (CDU), die 2. Beigeordnete im Landratsamt, Loni Grünwald (PDS), der Bürgermeister der Gemeinde Werther, Klaus Hummitzsch (PDS) sowie die Fachbereichsleiterin für Soziales / Jugend, Christine Wagner, teil.

Klaus Zeh selbst hatte sich ein solches Gespräch mit allen beteiligten Seiten gewünscht, um mehr Klarheit und Sachlichkeit in die Diskussion um die Familienpolitik zu bringen. Es müssten, so der Minister, bestimmte Elemente im Bereich der Kindererziehung und im Familienbereich allgemein neu geordnet werden. Das neue Förderkonzept der Landesregierung sei auf eine Zukunft sichernde Form ausgerichtet. Die Finanzierung werde vollständig umgestellt. Das neue Gesetz sehe eine Kind bezogene Förderung vor. Aus Sicht des Ministers schaffe das mehr Transparenz für alle Seiten.

Klaus Zeh erläuterte weitere Einzelheiten der Offensive, über die in den Medien schon mehrfach berichtet wurde, und stand im Anschluss den Teilnehmern der Runde Rede und Antwort. Kritische Fragen und Hinweise konzentrierten sich vor allem auf die vorgesehenen Varianten der Finanzierung, auf mögliche Lasten, die dadurch auf Kommunen und Landkreise zukommen könnten, sowie auf tarifrechtliche Probleme in den Kindereinrichtungen.

Der Minister versprach, die zahlreichen Hinweise und kritischen Anregungen mit nach Erfurt zu nehmen. Eine Art „Handreichung“ soll erarbeitet werden, wie alles in die Praxis umgesetzt werden kann. Gleichzeitig verwies Dr. Zeh darauf, dass das diskutierte Gesetz lediglich ein Referentenentwurf ist. Vorschläge können noch eingearbeitet werden. Die erste Anhörung findet am 26. August statt. Dann wird der Gesetzentwurf in 1. Lesung im Thüringer Landtag behandelt und nimmt seinen parlamentarischen Lauf.

Der Kindergarten in Werther befindet sich übrigens in kommunaler Trägerschaft der Gemeinde Werther und wird gegenwärtig von 54 Kindern besucht.
Autor: nnz

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