Grenzenlos entdecken
Donnerstag, 18. August 2005, 19:58 Uhr
Nordhausen (nnz). 252 Steine markierten einst die Grenze zwischen Sachsen und Hannover. Längst bedeutet sie keine echte Trennung mehr. Auch andere Grenzen im Harz bestehen nicht mehr. Gehen Sie von der Kalkhütte aus auf Entdeckungen. Mit welchen Wegweiser das gut geht, verrät Ihnen die nnz.
Grenzenlos entdecken (Foto: nnz)
Nicht nur für Touristen, auch für Einheimische lohnt es, den Herbst für Entdeckungen ganz in der Nähe zu reservieren. Wer den Alten Stolberg erkundet, braucht gar nicht weit fahren und findet nicht nur Pilze. Ein neues Faltblatt aus der Landmarken-Reihe des Geoparks gibt Tips für den Ausflug.
Heute stellte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz die Landmarke Nummer sieben Kohnstein-Thüringer Südharzrand im Waldhotel Kalkhütte vor. Im Hotel sind auch alle anderen bisher erschienenen Faltblätter der Reihe erhältlich.
Manches werden Sie bereits kennen, die Gedenkstätte Mittelbau-Dora zum Beispiel und die Salzaquelle. Beide gehörten zum Standartprogramm für Schulwandertage. Doch es gibt noch viel mehr, besonders für an Geologie Interessierte. Die Kelle bei Ellrich und der Gipstagebau Rüsselsee fanden genauso Eingang in dieses Heft wie die Nordhäuser Stadtmauer und die Bielener Kiesteiche. Und natürlich auch die Grenzsteine an der Kalkhütte.
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz ist sich sicher, daß der Geopark zur Vermarktung der Tourismusregion Südharz beiträgt. Er lobte besonders die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den anderen Bundesländern. So wird Sachsen-Anhalt auf seinem Abschnitt an der A 38 auch für den Kyffhäuser werben, während Thüringen die Trommel für die Himmelscheibe von Nebra rührt.
Dr. Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverband Harz, erinnerte in einem Kurzvortrag die Entstehung und Absicht des Geoparks. Er sagte, daß es 93 Naturparks in Deutschland gäbe, wobei man in allen gut wandern kann. Da im Harz wenige kulinarische Köstlichkeiten angebaut werden, können auch heimische Produkte nur bedingt zur Werbung genutzt werden. Was bietet also der Harz? Ein Blick auf die geologische Karte gibt Auskunft so Klaus George. So wurde die Idee für die Schaffung des Geoparks geboren.
Für alle, die mehr wissen wollen: Was ist eigentlich ein Geopark?
In einem Geopark befinden sich interessante und seltene Zeugen der Erdgeschichte, geologische Aufschlüsse, Altbergbau, besondere Felsformationen, aber auch Museen mit geologischen Sammlungen und Bergbaulehrpfade. Die Erdgeschichte soll hier auch für den Laien verständlich und anschaulich erklärt werden. Auch die rund 8,8 Millionen Touristen, die jährlich im Harz unterwegs sind, werden angesprochen länger hier zu bleiben und die Region genauer zu erkunden.
Der Geopark Harz reicht vom Flechtiger Höhenzug im Norden bis zum Südharzer Gipskarstgebiet. Die Ost-West Ausdehnung entspricht dem gesamten Mittelgebirge. Der Geopark ist in Teilgebiete gegliedert, wobei jedem eine Landmarke zugeordnet ist. Damit wird es leichter, Touren zu planen.
Länderübergreifend zusammengearbeitet wird nicht nur im 2002 gegründeten Geopark, auch mit den Nationalparks und anderen Naturschutzgebieten wird im Rahmen der Tourismusförderung eine Zusammenarbeit angestrebt.
Was in den letzten Ferientagen unternehmen? Nutzen Sie doch einfach das schöne Wetter und erkunden Sie den Geopark vor Ihrer Haustür.
Autor: wf
Grenzenlos entdecken (Foto: nnz)
Nicht nur für Touristen, auch für Einheimische lohnt es, den Herbst für Entdeckungen ganz in der Nähe zu reservieren. Wer den Alten Stolberg erkundet, braucht gar nicht weit fahren und findet nicht nur Pilze. Ein neues Faltblatt aus der Landmarken-Reihe des Geoparks gibt Tips für den Ausflug.Heute stellte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz die Landmarke Nummer sieben Kohnstein-Thüringer Südharzrand im Waldhotel Kalkhütte vor. Im Hotel sind auch alle anderen bisher erschienenen Faltblätter der Reihe erhältlich.
Manches werden Sie bereits kennen, die Gedenkstätte Mittelbau-Dora zum Beispiel und die Salzaquelle. Beide gehörten zum Standartprogramm für Schulwandertage. Doch es gibt noch viel mehr, besonders für an Geologie Interessierte. Die Kelle bei Ellrich und der Gipstagebau Rüsselsee fanden genauso Eingang in dieses Heft wie die Nordhäuser Stadtmauer und die Bielener Kiesteiche. Und natürlich auch die Grenzsteine an der Kalkhütte.
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz ist sich sicher, daß der Geopark zur Vermarktung der Tourismusregion Südharz beiträgt. Er lobte besonders die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den anderen Bundesländern. So wird Sachsen-Anhalt auf seinem Abschnitt an der A 38 auch für den Kyffhäuser werben, während Thüringen die Trommel für die Himmelscheibe von Nebra rührt.
Dr. Klaus George, Geschäftsführer des Regionalverband Harz, erinnerte in einem Kurzvortrag die Entstehung und Absicht des Geoparks. Er sagte, daß es 93 Naturparks in Deutschland gäbe, wobei man in allen gut wandern kann. Da im Harz wenige kulinarische Köstlichkeiten angebaut werden, können auch heimische Produkte nur bedingt zur Werbung genutzt werden. Was bietet also der Harz? Ein Blick auf die geologische Karte gibt Auskunft so Klaus George. So wurde die Idee für die Schaffung des Geoparks geboren.
Für alle, die mehr wissen wollen: Was ist eigentlich ein Geopark?
In einem Geopark befinden sich interessante und seltene Zeugen der Erdgeschichte, geologische Aufschlüsse, Altbergbau, besondere Felsformationen, aber auch Museen mit geologischen Sammlungen und Bergbaulehrpfade. Die Erdgeschichte soll hier auch für den Laien verständlich und anschaulich erklärt werden. Auch die rund 8,8 Millionen Touristen, die jährlich im Harz unterwegs sind, werden angesprochen länger hier zu bleiben und die Region genauer zu erkunden.
Der Geopark Harz reicht vom Flechtiger Höhenzug im Norden bis zum Südharzer Gipskarstgebiet. Die Ost-West Ausdehnung entspricht dem gesamten Mittelgebirge. Der Geopark ist in Teilgebiete gegliedert, wobei jedem eine Landmarke zugeordnet ist. Damit wird es leichter, Touren zu planen.
Länderübergreifend zusammengearbeitet wird nicht nur im 2002 gegründeten Geopark, auch mit den Nationalparks und anderen Naturschutzgebieten wird im Rahmen der Tourismusförderung eine Zusammenarbeit angestrebt.
Was in den letzten Ferientagen unternehmen? Nutzen Sie doch einfach das schöne Wetter und erkunden Sie den Geopark vor Ihrer Haustür.
