Entsteht da Nordkoreausen im Rathaus?
Ein Hauch von Nordkorea
Mittwoch, 06. Januar 2021, 10:00 Uhr
Bisher ist nicht bekannt, ob die Nordhäuser Stadtverwaltung eine Städtepartnerschaft mit einer nordkoreanischen Kommune anstrebt. Ausgeschlossen scheint es uns nicht. Sollte sich das Gerücht jedoch bewahrheiten, so werden es die Mitarbeiter der Nordhäuser Verwaltung nicht in der nnz lesen können…
Es klang so unwahrscheinlich am vorletzten Tag des Jahres, dass wir es anfangs für einen Witz hielten. Auf den Dienstrechnern der Nordhäuser Stadtverwaltung sei die nnz bei Seitenaufruf gesperrt, berichteten uns Verwaltungsmitarbeiter.
Daraufhin stellten wir am 30. Dezember vergangenen Jahres an den Pressesprecher der Stadt, Herrn Lutz Fischer, folgende offizielle Anfrage:
Bildschirmfoto (Foto: nnz)
Die Stadtverwaltung arbeitet täglich für eine bessere Stadt Nordhausen und als 'Ort der Vielfalt' insbesondere für Toleranz und Respekt sowie gegen Vorurteile, Hass und Hetze. Für seriöse Berichterstattung im Rahmen des Pressegesetzes nutzen Sie mit Ihrem städtischen PC zu Dienstzwecken bitte TA, MDR, etc. oder die städtische Homepage. Mit freundlichen Grüßen, Kai Buchmann
Die einseitige Sperrung unserer Domain sagt viel über das Demokratieverständnis und die Stellung zur Pressefreiheit der Rathausspitze aus. Ein »Ort der Vielfalt« ist das Nordhäuser Rathaus seit Dezember 2020 schon mal nicht mehr.
Die im Text enthaltene Unterstellung ist so abwegig, dass wir hier nicht darauf eingehen werden. Die Verwaltungsmitarbeiter müssen aber zukünftig auf ihre Smartphones zurückgreifen, um die kritische und lokale Berichterstattung über ihren Dienstherren in der nnz zu lesen.
Sollte auch das in den Rathausräumen irgendwann nicht mehr funktionieren und auf den Smartphones ebenfalls oben abgebildeter Text erscheinen, dann wissen die Verwaltungsangestellten, dass es mit der Städtepartnerschaft in Nordkorea geklappt hat. Denn in Kim Jong-uns Reich dürfte es kein Problem sein, eine Homepage komplett im gesamten Gebäude zu sperren.
nnz-Redaktion
Autor: redEs klang so unwahrscheinlich am vorletzten Tag des Jahres, dass wir es anfangs für einen Witz hielten. Auf den Dienstrechnern der Nordhäuser Stadtverwaltung sei die nnz bei Seitenaufruf gesperrt, berichteten uns Verwaltungsmitarbeiter.
Daraufhin stellten wir am 30. Dezember vergangenen Jahres an den Pressesprecher der Stadt, Herrn Lutz Fischer, folgende offizielle Anfrage:
- Entspricht es der Wahrheit, dass auf den Rechnern der Mitarbeiter in der Stadtverwaltung Nordhausen die Seite nnz-online.de gesperrt wurde?
- Wenn ja, welche Gründe gibt es für diese Entscheidung?
Bildschirmfoto (Foto: nnz)
Die Stadtverwaltung arbeitet täglich für eine bessere Stadt Nordhausen und als 'Ort der Vielfalt' insbesondere für Toleranz und Respekt sowie gegen Vorurteile, Hass und Hetze. Für seriöse Berichterstattung im Rahmen des Pressegesetzes nutzen Sie mit Ihrem städtischen PC zu Dienstzwecken bitte TA, MDR, etc. oder die städtische Homepage. Mit freundlichen Grüßen, Kai BuchmannDie einseitige Sperrung unserer Domain sagt viel über das Demokratieverständnis und die Stellung zur Pressefreiheit der Rathausspitze aus. Ein »Ort der Vielfalt« ist das Nordhäuser Rathaus seit Dezember 2020 schon mal nicht mehr.
Die im Text enthaltene Unterstellung ist so abwegig, dass wir hier nicht darauf eingehen werden. Die Verwaltungsmitarbeiter müssen aber zukünftig auf ihre Smartphones zurückgreifen, um die kritische und lokale Berichterstattung über ihren Dienstherren in der nnz zu lesen.
Sollte auch das in den Rathausräumen irgendwann nicht mehr funktionieren und auf den Smartphones ebenfalls oben abgebildeter Text erscheinen, dann wissen die Verwaltungsangestellten, dass es mit der Städtepartnerschaft in Nordkorea geklappt hat. Denn in Kim Jong-uns Reich dürfte es kein Problem sein, eine Homepage komplett im gesamten Gebäude zu sperren.
nnz-Redaktion

