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Bauern unterstützen Kitas und Schule in Hohenstein

Der Region verbunden

Montag, 04. Januar 2021, 14:00 Uhr
Bäuerliche Arbeit, Dorf, Vereine, Freiwillige Feuerwehr, aber auch Kindergärten und Schule - das gehörte auch im zweiten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends noch irgendwie zusammen. Und das ist gut so. Ein Beispiel dazu aus der Gemeinde Hohenstein...


Zwei Kindergärten - in Klettenberg und Mackenrode - und eine Grundschule gibt es in der Gemeinde mit ihren neun Ortsteilen. Vorwiegend ist die Region landwirtschaftlich geprägt und das schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten.

Von links: Marcus Gerbothe, Ines Hein (Kita-Leiterin in Klettenberg), Niklas Gerbothe, Alexander Wiesner, Ida Wiesner und Cordula Schneider (stellvertretende Kita-Leiterin) (Foto: nnz) Von links: Marcus Gerbothe, Ines Hein (Kita-Leiterin in Klettenberg), Niklas Gerbothe, Alexander Wiesner, Ida Wiesner und Cordula Schneider (stellvertretende Kita-Leiterin) (Foto: nnz)
Andreas Gerbothe und Hubertus Wiesner gründeten vor 29 Jahren ihren gemeinsamen landwirtschaftlichen Betrieb. Statistisch gesehen sind das: Knapp 1000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, 120 Milchkühe, 100 Stück Jungvieh, 20 Jungbullen und 20 Wagyu Rinder. Doch Bauer zu sein ist mehr als das Aufzählen von Flächen und Tieren. Bauer sein ist die Verwurzelung in der Region, in der Heimat und das Weitergeben all dessen an nächste Generationen.

"Heute können wir stolz und zufrieden auf 29 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Nach so einer langen Zeit möchten wir danke sagen, an unser Team, das Vertrauen unser Verpächter und die gute Zusammenarbeit mit Berufskollegen", sagen die Söhne der "Gründer", Marcus Gerbothe und Alexander Wiesner.

Am Vormittag übergaben das Duo einen symbolischen Scheck. Da steht zwar die Summe von 250 Euro drauf, doch tatsächlich sind es 750 Euro, die ab diesem Jahr nun jährlich an die beiden Kindergärten und an die Grundschule fließen werden. Geld, das gut angelegt wird, über die Verwendung werden die Fördervereine der Einrichtungen ein "Wörtchen" mitreden.

29 Jahre seien eine lange Zeit, in der sich die Landwirtschaft stark verändert habe um wettbewerbsfähig zu bleiben, für den ein oder anderen vielleicht in dieser Zeit auch befremdlich geworden ist. "Uns ist es wichtig, die Menschen auf dem Weg der Veränderung mitzunehmen, ihnen eine gute und moderne Landwirtschaft zu zeigen. Natürlich auch, um sich auf Augenhöhe zu unterhalten, die Transparenz der Landwirtschaft zu fördern und Vorurteile abzubauen. Daher haben wir 2014, 2016 und eigentlich hätten wir auch gerne im vergangenen Jahr ein Hoffest hier in Obersachswerfen veranstaltet", sagt Marcus Gerbothe und Alexander Wiesner ergänzt: "Uns ist es immer daran gelegen, eine gute, umweltbewusste und ressourcenschonende Landwirtschaft zu betreiben. Sie trägt für uns einen großen Anteil zum Umweltschutz und dem Tierwohl bei."

Von links: Marcus Gerbothe, Jana Selig (Hortkoordinatorin), Carola Grützner-Radke (Schulleiterin) und Alexander Wiesner sowie die beiden Kinder Niklas und Ida (Foto: nnz) Von links: Marcus Gerbothe, Jana Selig (Hortkoordinatorin), Carola Grützner-Radke (Schulleiterin) und Alexander Wiesner sowie die beiden Kinder Niklas und Ida (Foto: nnz)
In den vergangenen Jahren ist der Gedanke gereift, nicht nur etwas für die Natur, die Tiere, die Fe!dwegepflege und den Errosionsschutz zu tun, sondern unsere Region nicht allein durch Steuern zu fördern. Der bäuerliche Betrieb will gezielt die kleinsten Bürger in unserer Umgebung unterstützen. Denn eine Gesellschaft könne sich nur daran messen, wie man mit den Jüngsten und Ältesten umgeht. Die einen haben die Region zu einem schönen Ort gemacht, die anderen werden maßgeblich die Zukunft gestalten.

"Wir freuen uns darauf, dass uns die Kinder aus diesen Einrichtungen in Form einer Patenschaft regelmäßig besuchen. Für Alexander und mich als Firmennachfolger war es das Größte, auf dem Bauernhof bei den Kühen und Maschinen groß zu werden. Diese Erfahrungen möchten wir nun gerne mit den Kindern unserer Region teilen", sagt Gerbothe abschließend.
Autor: psg

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