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Für eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro

Schluss mit Lohnarmut

Donnerstag, 31. Dezember 2020, 16:29 Uhr
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil fordert, den gesetzlichen Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde anzuheben. Eine neue Auswertung des DGB zeigt, wie viele Beschäftigte dies betrifft. Demnach verdienen in Thüringen 35,2 Prozent der Beschäftigten unter 12 Euro in der Stunde...

Besonders Frauen sind von niedrigen Löhnen betroffen. 40,1 Prozent von ihnen arbeiten in Thüringen für unter 12 Euro.

Dazu sagt Michael Rudolph, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen: „Löhne unter 12 Euro müssen der Vergangenheit angehören. Sie erzeugen Erwerbsarmut und nehmen vielen Beschäftigten im Niedriglohnsektor die Möglichkeit einer ausreichenden Rente im Alter.

Ein politischer Kurswechsel ist überfällig, um die Tarifbindung wieder zu erhöhen und den Mindestlohn einmalig im Niveau deutlich anzuheben. Thüringen muss die aktuelle Evaluierung des Mindestlohngesetzes nutzen, um im Bundesrat Druck zu machen, für eine zügige Anhebung auf 12 Euro pro Stunde durch den Gesetzgeber - und zwar noch in dieser Legislaturperiode.“

Die Auswertung des DGB basiert auf der neuesten verfügbaren Verdienststrukturerhebung (VSE2018) des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2020.
Autor: red

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