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Junge Union fordert Höhere Produktion und bessere Organisation

Versäumnisse der Impfkampagne aufholen

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 11:33 Uhr
Bund und Länder hatten mehrere Monate Zeit, sich auf den Impfstart gegen COVID-19 vorzubereiten. Mit Ernüchterung stellt man fest, dass viel versäumt wurde: zu wenig Impfstoff, holpriger Start und schlechte Kommunikation mit den Kommunen. Diese Kritik äußerte heute die Junge Union Thüringens...

Die Immunisierung ist die wichtigste Maßnahme, um endlich einen Schritt in Richtung Normalität zu gehen. Es ist nicht akzeptable, dass Deutschland bis Ende März nur rund 5 Millionen Dosen eines heimischen Impfstoffs erhält, während Länder wie die USA in 14 Tagen 2,1 Millionen Dosen verimpfen. Die Bundesregierung muss dringend mit Biontech und Pfizer über die Ausgabe von mehr Produktionslizenzen verhandeln. Besonders vor dem Hintergrund neu auftretender Mutationen muss die tägliche Impfzahl schnell erhöht werden.

Deswegen spielt neben der Beschaffung die Organisation der Impfungen selbst eine wichtige Rolle. Aktuell steht der Freistaat Thüringen, wie das Datenmonitoring des Robert Koch-Instituts aufzeigt, mit nur 257 Impfungen nach 2 Tagen im bundesdeutschen Vergleich abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. „Die Thüringer Landesregierung scheint Anlaufschwierigkeiten zu haben, den Impfstoff richtig zu verteilen.” so Cornelius Golembiewski, Landesvorsitzender der Jungen Union Thüringen.

Hier ist das Land Thüringen in der Pflicht, die beauftragte Kassenärztliche Vereinigung besser zu unterstützen. “Falls nötig, müssen wie in anderen Bundesländern auch, private Dienstleister mit Erfahrungen im Bereich von Großprojekten hinzugezogen werden.”, so Cornelius Golembiewski weiter.

Die aktuelle Lage muss von der Landesregierung endlich ernst genommen und Versäumnisse schnell nachgeholt werden.
Autor: red

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