nnz-online

Unterschiedlich

Montag, 15. August 2005, 10:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt Landkreise in Thüringen, die tragen kaum zum Wirtschaftswachstum bei. Einer davon ist der Landkreis Nordhausen...


Von Januar bis Juni 2005 erzielten die abgefragten Betriebe einen Umsatz in Höhe von 11,9 Milliarden Euro und überboten das vergleichbare Vorjahresergebnis um 5,4 Prozent. Sieben Landkreise mit einem Umsatz über 700 Millionen Euro erreichten 52,5 Prozent des Industrieumsatzes Thüringens. Spitzenreiter war der Landkreis Sömmerda (1 155 Millionen Euro). Es folgten der Wartburgkreis (982 Millionen Euro), die Stadt Eisenach (958 Millionen Euro), der Landkreis Gotha (936 Millionen Euro), der Saale-Orla-Kreis (776 Millionen Euro), der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (720 Millionen EUR) und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (709 Millionen EUR). Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Betriebe der Stadt Weimar (117 Millionen Euro), der Stadt Gera (131 Millionen Euro) und der Stadt Suhl (143 Millionen Euro).

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt (Exportquote) betrug im 1. Halbjahr 2004 im Durchschnitt 27,3 Prozent und erhöhte sich bis zum 1. Halbjahr 2005 auf 29,4 Prozent. Hohe Exportquoten erreichten der Landkreis Sömmerda sowie die Stadt Eisenach, deren Werte aus Geheimhaltungsgründen (Datenschutz, Einzelangabe) nicht veröffentlicht werden dürfen. Es folgte die Stadt Jena mit 46,2 Prozent, der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 37,2 Prozent, die Stadt Gera mit 36,0 Prozent, der Saale-Orla-Kreis mit 35,4 Prozent und der Kyffhäuserkreis mit 35,1 Prozent.

Kleinere Anteile des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt wurden in der Stadt Weimar mit 12,7 Prozent, im Landkreis Nordhausen mit 11,8 Prozent und im Landkreis Altenburger Land mit 10,5 Prozent ermittelt.

Im Monatsdurchschnitt von Januar bis Juni 2005 waren in den Thüringer Industriebetrieben 145 709 Personen tätig, 803 mehr als ein Jahr zuvor. Der Beschäftigtenanstieg erfolgte vor allem in Sömmerda (+ 1 197 Beschäftigte), im Unstrut-Hainich-Kreis (+ 1 019 Beschäftigte), im Wartburgkreis (+ 472 Beschäftigte), in der Stadt Jena (+ 387 Beschäftigte) und im Ilm-Kreis (+ 352 Beschäftigte). Andererseits verringerte sich die Zahl der Beschäftigung deutlich, wie z.B. in der Stadt Gera mit einem Rückgang von 380 Beschäftigten, im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (- 334 Beschäftige), in der Stadt Eisenach (- 308 Beschäftigte) und in der Stadt Weimar (- 242 Beschäftigte).

Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) lag in Thüringen von Januar bis Juni 2005 bei 82.000 Euro und stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent. Die höchsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die nachstehenden Kreise errechnet: Landkreis Sömmerda (213.000 Euro), Stadt Eisenach (158.000 Euro), Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (88.000 Euro), Landkreis Gotha (83.000 Euro) und Saale-Orla-Kreis (83.000 Euro). Die geringsten Umsätze je Beschäftigten wurden für den Landkreis Sonneberg (60.000 Euro) und die Stadt Gera (53.000 Euro) ausgewiesen.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de