nnz-Kurznews am Wochenende (2)
Sonntag, 14. August 2005, 17:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Sonntag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.
Gemahnt
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat CSU-Chef Edmund Stoiber nach dessen Äußerungen über das Wahlverhalten der Ostdeutschen zum Verzicht auf unbedachte Wahlkampfpolemik gemahnt. Stoiber solle nicht weiter versuchen, die einen gegen die anderen aufzubringen, sagte Althaus der LVZ. Wenn wir gewinnen wollen, dürfen in den nächsten Wochen nicht länger Äußerungen den Wahlkampf überlagern, die geeignet sind, Ost und West auseinander zu treiben.
Getauft
Nach Wochen der Sorge ist heute das im Juni im Zoopark Erfurt geborene Nashornkind auf den Namen Amari getauft worden. Das dickhäutige Baby war am 11. Juni zur Welt gekommen, seine Mutter hatte ihm die Milch verweigert. Die Pfleger päppelten das unter Durchfall leidende Sorgenkind daraufhin mit einer Spezialmilch auf. Die Nashorntaufe ist Höhepunkt des 29. Erfurter Zooparkfestes. Die Namensentscheidung für das Nashörnchen wird nach Angaben von Zoodirektor Norbert Neuschulz aus drei Vorschlägen getroffen.
Erinnern
Ein Geschichtspfad wird von heute an die Erinnerung an das geheimnisumwitterte Außenlager des KZ Buchenwald im Jonastal bei Arnstadt wach halten. Der Jonastal-Verein übergibt einen 8,5 und einen 20 Kilometer langen Rundweg entlang der Überreste des Lagers, in dem kurz vor Kriegsende unter SS-Aufsicht tausende Häftlinge unterirdische Stollen in den Muschelkalk treiben mussten. Nach Vereinsforschungen waren allein im Februar 1945 in dem Lager 16 000 Zwangsarbeiter eingepfercht.
Schützen
Die deutschen Naturschutzverbände wollen Gebiete wie Biosphärenreservate, National- und Naturparks sowie Naturschutzgebiete vor dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen schützen. Dazu haben sieben Naturschutzverbände eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Die Verbände hätten die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert, sagte der Agrarreferent des BUND, Burkhard Roloff, der dpa. EU-weite Regelungen gäbe es dazu noch nicht. Klare Regelungen aber seien notwendig, sagte Roloff.
Kritisiert
Der CDU-Außenpolitiker Wolfgang Schäuble hat die Warnung von Bundeskanzler Gerhard Schröder vor einer Militäraktion in Iran scharf kritisiert. Der Kanzler erwecke in Teheran den fatalen Eindruck, dass die Weltgemeinschaft nicht mehr geschlossen sei, sagte er der Welt”. Schröder hatte gestern beim Wahlkampfauftakt der SPD in Hannover militärische Optionen abgelehnt. Iran hat den USA inzwischen psychologische Kriegsführung vorgeworfen. Die Drohungen des US-Präsidenten seien nicht umzusetzen, so das Außenministerium.
Verletzt
Beim Zusammenstoß von zwei Zügen der Kleinbahn Rasender Roland” auf Rügen sind am Vormittag nach ersten Angaben der Polizei mindestens drei Zuginsassen verletzt worden. Die Zahl könne aber noch steigen, hieß es. Die Kollision hatte sich am Bahnhof Binz ereignet. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Fahrten mit der Kleinbahn zählen nicht zuletzt wegen der Dampfloks zu den touristischen Attraktionen auf Rügen.
Gezofft
Beim Strategietreffen der Union ist es laut Bild am Sonntag” zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Bayerns Regierungschef Edmund Stoiber gekommen. Wulff habe massive Kritik an Stoibers Verhalten im Wahlkampf geäußert. So lasse er Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel nicht häufig genug den Vortritt. Die für kommende Woche geplante Vorstellung des Wahlkampfteams müsse allein Sache der Spitzenkandidatin sein. Stoiber hatte zuvor bereits zwei Mitglieder öffentlich genannt.
Gefordert
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat einheitliche Mindeststandards für alle Bundesländer in der Bildungspolitik gefordert. Nötig ist ein einheitlicher Rahmen. In einem zusammenwachsenden Europa können wir es uns nicht erlauben, mit 16 Stimmen zu sprechen”, sagte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne der dpa. Zugleich erneuerte er aber auch seine Forderung nach mehr Geld für die Bildung. Mindestens sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts müsse aus öffentlichen Haushalten in die Bildung investiert werden.
Autor: nnzGemahnt
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat CSU-Chef Edmund Stoiber nach dessen Äußerungen über das Wahlverhalten der Ostdeutschen zum Verzicht auf unbedachte Wahlkampfpolemik gemahnt. Stoiber solle nicht weiter versuchen, die einen gegen die anderen aufzubringen, sagte Althaus der LVZ. Wenn wir gewinnen wollen, dürfen in den nächsten Wochen nicht länger Äußerungen den Wahlkampf überlagern, die geeignet sind, Ost und West auseinander zu treiben.
Getauft
Nach Wochen der Sorge ist heute das im Juni im Zoopark Erfurt geborene Nashornkind auf den Namen Amari getauft worden. Das dickhäutige Baby war am 11. Juni zur Welt gekommen, seine Mutter hatte ihm die Milch verweigert. Die Pfleger päppelten das unter Durchfall leidende Sorgenkind daraufhin mit einer Spezialmilch auf. Die Nashorntaufe ist Höhepunkt des 29. Erfurter Zooparkfestes. Die Namensentscheidung für das Nashörnchen wird nach Angaben von Zoodirektor Norbert Neuschulz aus drei Vorschlägen getroffen.
Erinnern
Ein Geschichtspfad wird von heute an die Erinnerung an das geheimnisumwitterte Außenlager des KZ Buchenwald im Jonastal bei Arnstadt wach halten. Der Jonastal-Verein übergibt einen 8,5 und einen 20 Kilometer langen Rundweg entlang der Überreste des Lagers, in dem kurz vor Kriegsende unter SS-Aufsicht tausende Häftlinge unterirdische Stollen in den Muschelkalk treiben mussten. Nach Vereinsforschungen waren allein im Februar 1945 in dem Lager 16 000 Zwangsarbeiter eingepfercht.
Schützen
Die deutschen Naturschutzverbände wollen Gebiete wie Biosphärenreservate, National- und Naturparks sowie Naturschutzgebiete vor dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen schützen. Dazu haben sieben Naturschutzverbände eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Die Verbände hätten die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert, sagte der Agrarreferent des BUND, Burkhard Roloff, der dpa. EU-weite Regelungen gäbe es dazu noch nicht. Klare Regelungen aber seien notwendig, sagte Roloff.
Kritisiert
Der CDU-Außenpolitiker Wolfgang Schäuble hat die Warnung von Bundeskanzler Gerhard Schröder vor einer Militäraktion in Iran scharf kritisiert. Der Kanzler erwecke in Teheran den fatalen Eindruck, dass die Weltgemeinschaft nicht mehr geschlossen sei, sagte er der Welt”. Schröder hatte gestern beim Wahlkampfauftakt der SPD in Hannover militärische Optionen abgelehnt. Iran hat den USA inzwischen psychologische Kriegsführung vorgeworfen. Die Drohungen des US-Präsidenten seien nicht umzusetzen, so das Außenministerium.
Verletzt
Beim Zusammenstoß von zwei Zügen der Kleinbahn Rasender Roland” auf Rügen sind am Vormittag nach ersten Angaben der Polizei mindestens drei Zuginsassen verletzt worden. Die Zahl könne aber noch steigen, hieß es. Die Kollision hatte sich am Bahnhof Binz ereignet. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Fahrten mit der Kleinbahn zählen nicht zuletzt wegen der Dampfloks zu den touristischen Attraktionen auf Rügen.
Gezofft
Beim Strategietreffen der Union ist es laut Bild am Sonntag” zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Bayerns Regierungschef Edmund Stoiber gekommen. Wulff habe massive Kritik an Stoibers Verhalten im Wahlkampf geäußert. So lasse er Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel nicht häufig genug den Vortritt. Die für kommende Woche geplante Vorstellung des Wahlkampfteams müsse allein Sache der Spitzenkandidatin sein. Stoiber hatte zuvor bereits zwei Mitglieder öffentlich genannt.
Gefordert
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat einheitliche Mindeststandards für alle Bundesländer in der Bildungspolitik gefordert. Nötig ist ein einheitlicher Rahmen. In einem zusammenwachsenden Europa können wir es uns nicht erlauben, mit 16 Stimmen zu sprechen”, sagte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne der dpa. Zugleich erneuerte er aber auch seine Forderung nach mehr Geld für die Bildung. Mindestens sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts müsse aus öffentlichen Haushalten in die Bildung investiert werden.
