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Ein Blick in die Statistik

Mehr Geld für Spielzeug, weniger für Bücher

Dienstag, 22. Dezember 2020, 10:26 Uhr
Bei der bundesweiten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) im Jahr 2018 haben in Thüringen 1 475 private Haushalte freiwillig ein Haushaltsbuch geführt. Einige der Ergebnisse hat das Landesamt für Statistik jetzt bekannt gegeben...

Das Thüringer Landesamt für Statistik stellt anhand der Ergebnisse der EVS fest, dass die Privathaushalte in Thüringen im Jahr 2018 für Spielwaren durchschnittlich 120 Euro ausgaben. Das waren rund 67 Prozent mehr als im Jahr 2008 (72 Euro). Damit lagen im Jahr 2018 die Ausgaben für Spielwaren in Thüringen um 12 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt von 132 Euro jährlich.

Erwartungsgemäß sind in Haushalten mit Kindern die Ausgaben für Spielwaren höher als die eines Thüringer Durchschnittshaushalts. So gaben Haushalte von Paaren mit Kindern und von Alleinerziehenden durchschnittlich 324 Euro jährlich dafür aus. Zu den Spielwaren werden in der EVS neben Puppen, Gesellschaftsspielen, Kinderspielzeug und Modelleisenbahnen auch Computer- und Video- spiele gezählt.

Unterdessen ist bei den Ausgaben für Bücher (einschließlich E-Books) eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Im Vergleich zum Jahr 2008 gaben die Thüringer Haushalte rund 27 Prozent weniger für Bücher, einschließlich E-Books, aus (2008: 132 Euro, 2018: 96 Euro). Damit lagen in Thüringen 2018 die Ausgaben für Bücher sowohl unter dem Bundesdurchschnitt (120 Euro) als auch unter dem Durchschnitt der neuen Bundesländer (120 Euro). Differenziert nach Haushaltstypen investierten die Haushalte von Paaren mit Kindern und von Alleinerziehenden durchschnittlich 156 Euro jährlich in Bücher.
Autor: red

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