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Fußballfest in Nordhausen

Freitag, 12. August 2005, 21:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Albert-Kuntz-Sportpark ist heute offiziell die Thüringen-Liga-Saison eröffnet worden. Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) tippte bei der Begrüßung der Mannschaften auf ein 3:0 für Wacker Nordhausen. Und wieder einmal zeigte sich: In punkto Fußball liegt der Kommunalpolitiker oftmals falsch.

Fußballfest in Nordhausen (Foto: nnz) Fußballfest in Nordhausen (Foto: nnz)

Das Eröffnungsspiel der Liga-Saison war absolut gelungen und hatte nicht nur Spannendes, sondern auch jede Menge Abwechslung zu bieten. Das Rahmenprogramm war gut inszeniert und pannenfrei, aber das eigentliche Spiel der Wackeren gegen den Oberligaabsteiger Erfurt-Nord war letztlich eine Sensation. Nach 45 Minuten zeigte die Anzeigetafel im AKS 4:0 an. Für Wacker Nordhausen.

Und das Nordhäuser Fußballfest ging gleich nach dem Anpfiff voll los. Zwei Großchancen von Pohl und Braun in der 2. und 4. Minute folgte das 1:0 für Wacker in der 6. Minute. Marco Weißhaupt haute eine Ecke in den Strafraum der Gäste so präzise auf den Fuß eines Erfurter Spieler, dass der Ball im Gästetor landete. Dann öffnete Petrus die Schleusen und das Spiel stand nicht nur kurz vor dem Abbruch, sondern verflachte auch. Mit dem Verflachen war es in der 26. Minute vorbei, Marco Weißhaupt zirkelte eine Zuckerpaß in den Lauf von Daniel Braun, der vor dem Anpfiff von den Wacker-Fans zum Spieler des Jahres gewählt worden war. Und Braun verwandelte eiskalt.

Nur drei Minuten später wurde Lars Pohl im Strafraum der Erfurter gefoult, Pistorius verwandelte den Elfer zum dritten Wacker-Tor. In der 44. Minute war es dann dem Erfurter Kapitän vorbehalten mit dem zweiten Eigentor auf 4:0 zu erhöhen. Dann war – aus Hauptstädter Sicht – das Grauen der ersten Halbzeit vorbei.

Die zweiten 45 Minuten kann man getrost unter dem Motto verbuchen: Die einen wollten nicht mehr (Wacker), die anderen konnten nicht mehr (Erfurt). Was der Oberliga-Absteiger dann noch anbot, war mehr oder weniger blamabel. Kein Aufbäumen, kein Kampf. Aufgabe pur.

Aber auch Wacker-Trainer Uwe Etzrodt sah in der zweiten Halbzeit einige Fehler seiner Mannen, er will den Sieg nicht überbewerten, denn der Coach weiß: So leicht wird es seiner Mannschaft nicht mehr gemacht. Nicht in der kommenden Woche in Schmölln, auch nicht im nächsten Heimspiel gegen Weida. Und da müssen klare Chancen auch klar genutzt werden. Letztlich hätte es heute auch 8:0 stehen können. Das aber wäre des Guten dann wirklich zu viel gewesen.
Autor: nnz

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