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Präsident wirft Handtuch

Freitag, 12. August 2005, 21:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Gerüchteküche kochte in dieser Woche schon richtig heiß. Die nnz hielt sich zurück, doch seit heute ist es amtlich: Wacker Nordhausen wird einen neuen Präsidenten bekommen.


Präsident wirft Handtuch (Foto: nnz) Präsident wirft Handtuch (Foto: nnz) Hans-Peter Kell wird Anfang September nicht wieder als Präsident von Wacker Nordhausen antreten. Das teilte er heute der nnz mit. „Ich habe schon seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme und mein Arzt empfahl mir, meine Freizeit neu zu ordnen und Prioritäten zu setzen“, so Kell. Doch auch im wirtschaftlichen Umfeld des Vereins spürte Hans-Peter Kell, dass er nicht mehr bewegen konnte. Er hinterlässt nach eigenen Worten einen wirtschaftlich gesunden Verein und hofft auf einen Nachfolger, der gerade das Defizit mit dem Umfeld ausgleichen kann.

Viereinhalb Jahre arbeitet Kell im Präsidium des Fußballvereins. Erst als Schatzmeister, dann als Präsident. Zu seinen unumstrittenen Verdiensten gehört es, Wacker in ein gesundes und ruhiges Fahrwasser gebracht zu haben. Unter seiner Präsidentschaft gelang es, den Verein wieder in die Thüringenliga zu führen.

Kell war nicht sonderlich beliebt bei den Spielern, muß ein Präsident auch nicht sein, doch etwas mehr Ordnung im Umfeld hätten sich viele Begleiter schon gewünscht. Jetzt muß die Führung neu geordnet werden, jetzt muß ein Präsident gefunden werden, der einem Unternehmen der Region vorsteht, vom Fußball etwas versteht und dessen Herz für Wacker schlägt. Das ist schwer, dürfte aber selbst in Nordhausen zu schaffen sein. Es bedarf dazu vieler Mitspieler. Auf dem Spielfeld, auf den Zuschauerrängen und auch im so genannten VIP-Bereich.
Autor: nnz

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