Menschen im Corona-Jahr
Schnellstmöglich zum normalen Leben zurück
Freitag, 25. Dezember 2020, 08:00 Uhr
In unserer Reihe Menschen im Corona-Jahr wollen wir Ihnen hier bis zum Jahresende täglich Leserinnen und Leser aus den verschiedensten Lebens- und Arbeitsumständen vorstellen und nach ihrer rückblickenden Sicht auf dieses ganz spezielle Jahr 2020 befragen… Heute:Jörg Meyer
Im Familienbetrieb in der vierten Generation betreibt Jörg Meyer eine Bäckerei in Bleicherode, die auch Filialen in Nordhausen besitzt. Im Frühjahr eröffneten die Meyers am Hotel Fürstenhof ein wunderschönes Landen-Café, als der erste Shutdown nach wenigen Tagen die Euphorie bremste.
Dabei hatte das Jahr gut begonnen. Mit großen Plänen, die nicht nur die Eröffnung des Ladens im Stile der 1920er Jahre betrafen, sondern auch die Investition in einen neuen Backofen für fast eine halbe Million Euro. Der Lockdown im März war wie ein K.O.-Schlag, erzählt Jörg Meyer, wir hatten gerade eröffnet und hohe Kosten bei der Ausgestaltung des Geschäfts in Nordhausen gehabt. Mit viel Engagement seiner ganzen Mannschaft in der Backstube und im Verkauf in den Filialen habe die Firma die Krise gemeistert, die ihn persönlich mental sehr belastet habe. Sorgen um die Zukunft und ob er alle Mitarbeiter würde halten können, bereiteten dem Bäckermeister schlaflose Nächte.
Die Verzehrgewohnheiten der Leute haben sich im Lockdown geändert, viele aßen ihre Mahlzeiten nun wieder zu Hause und unser Brotgeschäft ist stark angestiegen. Schließlich nutzten wir die Zeit für den Ofenbau und konnten dann im Sommer viele Verluste des Frühjahrs wieder kompensieren.
Menschlich habe die Krise über das gesamte Jahr seine Truppe weiter zusammengeschweißt, lobt Meyer seine Mitarbeiter. Viele Wertigkeiten wurden durch die Unterbrechung des Alltags neu gesetzt, die gewonnene Zeit wurde intensiv für die Familie genutzt. Das war ein sehr positiver Nebenaspekt der Krise, schätzt Bäcker Meyer ein. Jetzt im zweiten Lockdown können man schon auf die Erfahrungen des Frühjahrs zurückgreifen und sich breiter aufstellen. Das haben die Meyers getan und hoffen, auch diese Phase gut durchzustehen und dass wir alle schnellstmöglich zu einem normalen Leben zurückkehren können.
Olaf Schulze
Autor: oschIm Familienbetrieb in der vierten Generation betreibt Jörg Meyer eine Bäckerei in Bleicherode, die auch Filialen in Nordhausen besitzt. Im Frühjahr eröffneten die Meyers am Hotel Fürstenhof ein wunderschönes Landen-Café, als der erste Shutdown nach wenigen Tagen die Euphorie bremste.
Dabei hatte das Jahr gut begonnen. Mit großen Plänen, die nicht nur die Eröffnung des Ladens im Stile der 1920er Jahre betrafen, sondern auch die Investition in einen neuen Backofen für fast eine halbe Million Euro. Der Lockdown im März war wie ein K.O.-Schlag, erzählt Jörg Meyer, wir hatten gerade eröffnet und hohe Kosten bei der Ausgestaltung des Geschäfts in Nordhausen gehabt. Mit viel Engagement seiner ganzen Mannschaft in der Backstube und im Verkauf in den Filialen habe die Firma die Krise gemeistert, die ihn persönlich mental sehr belastet habe. Sorgen um die Zukunft und ob er alle Mitarbeiter würde halten können, bereiteten dem Bäckermeister schlaflose Nächte.
Die Verzehrgewohnheiten der Leute haben sich im Lockdown geändert, viele aßen ihre Mahlzeiten nun wieder zu Hause und unser Brotgeschäft ist stark angestiegen. Schließlich nutzten wir die Zeit für den Ofenbau und konnten dann im Sommer viele Verluste des Frühjahrs wieder kompensieren.
Menschlich habe die Krise über das gesamte Jahr seine Truppe weiter zusammengeschweißt, lobt Meyer seine Mitarbeiter. Viele Wertigkeiten wurden durch die Unterbrechung des Alltags neu gesetzt, die gewonnene Zeit wurde intensiv für die Familie genutzt. Das war ein sehr positiver Nebenaspekt der Krise, schätzt Bäcker Meyer ein. Jetzt im zweiten Lockdown können man schon auf die Erfahrungen des Frühjahrs zurückgreifen und sich breiter aufstellen. Das haben die Meyers getan und hoffen, auch diese Phase gut durchzustehen und dass wir alle schnellstmöglich zu einem normalen Leben zurückkehren können.
Olaf Schulze

