Eichsfeld-Gemeinden vorgestellt
Birkungen und seine Geschichte
Samstag, 26. Dezember 2020, 07:50 Uhr
Der Autor verschiedener Heimatbücher, Michael Seidel, will in seinem nächsten Buch mit dem Titel "Durch das Eichsfeld" alle 142 Ortschaften des Eichsfeldes vorstellen. Wir wollen Ihnen vorab hier in lockerer Reihenfolge schon einen interessanten Vorgeschmack geben…
Birkungen
ist ein Stadtteil von Leinefelde-Worbis im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Er liegt etwa zwei Kilometer südöstlich der Altstadt von Leinefelde am Nordrand des Dün. 1995 wurde der Ort in die damalige Stradt Leinefelde eingegliedert. Heute lebe hier 1360 Menschen.Der Spitzname für die Birkunger: Bärkinger Wiednkelber, wurde im Jahr 1191 erstmalig erwähnt. Der Nachweis einer Kirchen stammt aus der Zeit um 1516.
Mindestens ein Vorgängerbau ist wahrscheinlich. Dem ersten bekannten folgte bereits 1604 ein zweiter. Dieser wurde durch eine dreischiffige neogotische Hallenkirche 1885 abgelöst. Der Turm der Vorgängerkirche wurde mit in den Neubau integriert. Die Säulen im Innenraum und der Taufstein werden in das Jahr 1604 datiert. Orgel, Skulpturen und die Fensterverglasungen stammen aus dem 19. Jahrhundert.
nweit des Friedhofs am südlichen Ortsrand beginnt der 1748 von Hyronimus Ernemann errichtete Kreuzweg. Er gilt als einer der schönsten und ältesten seiner Art in der Umgebung. Der Kreuzweg führt vorbei am Ölgarten, in dem in zwei Grotten die schlafenden Jünger und Jesu Gebet in Todesangst dargestellt sind. Am Ende des Kreuzwegs auf einer Anhöhe befindet sich eine kleine, 1750 erbaute, der Heiligen Helena geweihte Kapelle.
Etwa 1 km vom Ort entfernt liegen auf dem Höhenzug des Dün die Reste der Burgen Birkenstein I und II, etwa 300 m voneinander entfernt. Die 1256 erstmals urkundlich erwähnte Burg wurde im 13. Jahrhundert an das Kurfür-stentum Mainz verkauft und wurden vor 1500 verlassen. Die Burgen waren Teil eines Systems hochmittelalterlicher Befestigungsanlagen, die das Umland von Dingelstädt beherrschten.
Auch das spätere Kloster Reifenstein gehört zu diesem Befestigungssystem. Nahe dem Ort liegt die Talsperre Birkungen. Sie staut das Wasser der Ohne. Die Talsperre dient der Brauchwasserversorgung und Niedrigwasseraufhöhung. Sie wurde 1987 in Betrieb genommen.
Michael Seidel
Autor: redBirkungen
ist ein Stadtteil von Leinefelde-Worbis im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Er liegt etwa zwei Kilometer südöstlich der Altstadt von Leinefelde am Nordrand des Dün. 1995 wurde der Ort in die damalige Stradt Leinefelde eingegliedert. Heute lebe hier 1360 Menschen.Der Spitzname für die Birkunger: Bärkinger Wiednkelber, wurde im Jahr 1191 erstmalig erwähnt. Der Nachweis einer Kirchen stammt aus der Zeit um 1516.
Mindestens ein Vorgängerbau ist wahrscheinlich. Dem ersten bekannten folgte bereits 1604 ein zweiter. Dieser wurde durch eine dreischiffige neogotische Hallenkirche 1885 abgelöst. Der Turm der Vorgängerkirche wurde mit in den Neubau integriert. Die Säulen im Innenraum und der Taufstein werden in das Jahr 1604 datiert. Orgel, Skulpturen und die Fensterverglasungen stammen aus dem 19. Jahrhundert.
nweit des Friedhofs am südlichen Ortsrand beginnt der 1748 von Hyronimus Ernemann errichtete Kreuzweg. Er gilt als einer der schönsten und ältesten seiner Art in der Umgebung. Der Kreuzweg führt vorbei am Ölgarten, in dem in zwei Grotten die schlafenden Jünger und Jesu Gebet in Todesangst dargestellt sind. Am Ende des Kreuzwegs auf einer Anhöhe befindet sich eine kleine, 1750 erbaute, der Heiligen Helena geweihte Kapelle.
Etwa 1 km vom Ort entfernt liegen auf dem Höhenzug des Dün die Reste der Burgen Birkenstein I und II, etwa 300 m voneinander entfernt. Die 1256 erstmals urkundlich erwähnte Burg wurde im 13. Jahrhundert an das Kurfür-stentum Mainz verkauft und wurden vor 1500 verlassen. Die Burgen waren Teil eines Systems hochmittelalterlicher Befestigungsanlagen, die das Umland von Dingelstädt beherrschten.
Auch das spätere Kloster Reifenstein gehört zu diesem Befestigungssystem. Nahe dem Ort liegt die Talsperre Birkungen. Sie staut das Wasser der Ohne. Die Talsperre dient der Brauchwasserversorgung und Niedrigwasseraufhöhung. Sie wurde 1987 in Betrieb genommen.
Michael Seidel


