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In Thüringen leben zur Zeit 2 133 378 Einwohner

Statistisches Jahrbuch 2020 erschienen

Freitag, 04. Dezember 2020, 10:42 Uhr
Der Thüringer Innenminister Georg Maier und der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik Dr. Holger Poppenhäger stellten heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Erfurt das Statis- tische Jahrbuch Thüringen 2020 vor...

Das Sammelwerk der wesentlichen statistischen Daten für den Freistaat Thüringen bietet auf 656 Seiten eine Vielzahl von Informationen aus allen Bereichen der amtlichen Statistik. Gerade wegen seiner kompakten Darstellungsweise gilt das Jahrbuch inzwischen bei vielen Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung als unentbehrliches Nachschlagewerk. Häufig nachgefragt wird es auch von Bürgern, die sich für Thüringer Themen interessieren.

Anzumerken ist allerdings, dass im Statistischen Jahrbuch 2020 im Wesentlichen die Daten aus dem Berichtsjahr 2019 aufbereitet und zusammengestellt wurden. Die Auswirkungen der diesjährigen Corona-Krise bildet es noch nicht ab. Dies vermag erst die Ausgabe 2021 des Statistischen Jahrbuchs.
Das Statistische Jahrbuch 2020 kann über den Webshop oder direkt beim Thüringer Landesamt für Statistik zum Preis von 20 Euro erworben werden. Der Download im Internetangebot des TLS ist kostenfrei.

Hier einige statistische Fakten:
Am 31. Dezember 2019 hatte Thüringen 2 133 378 Einwohner. Bei einer Fläche des Freistaats von 16 202 km2 waren das 132 Einwohner je km2 (vgl. Kapitel I/2, S. 44).

Bei der Landtagswahl 2019 gingen 1 121 814 Wahlberechtigte zur Urne oder gaben ihre Stimme per Briefwahl ab. Das entsprach einem Anteil von 64,9 Prozent. Damit war die Beteiligung zur Landtagswahl 2019 deutlich höher als vor 5 Jahren mit 52,7 Prozent (vgl. Kapitel II/18, S. 109 und 126).

Am 30. Juni 2019 waren in Thüringen 804 770 Personen am Arbeitsort sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 1 217 Personen weniger als zum gleichen Stichtag des Jahres 2018 (vgl. Kapitel III/2, S. 133).

Im Jahr 2019 gab es in Thüringen 11 281 Gewerbeanmeldungen. Damit war die Anzahl der Gewerbeanmeldungen etwas höher als im Jahr zuvor (11 182 Gewerbeanmeldungen). Demgegenüber verringerte sich die Anzahl der Gewerbeabmeldungen gegenüber dem Jahr zuvor um 632 auf 12 713. Somit wurden im Jahr 2019 so wenige Gewerbe abgemeldet wie noch nie seit 1991 (vgl. Kapitel IV/4, S. 156 und 157).

Die Thüringer Landwirte bestellten im Jahr 2019 auf drei Fünftel der 604 918 Hektar umfassenden Ackerfläche Getreide. Damit stand 2019 zur Ernte mit 378 846 Hektar zur Körnergewinnung (einschließlich Saatguterzeugung) deutlich mehr Getreide (+22 679 Hektar) als im Jahr 2018 im Feld (vgl. Kapitel V/3, S. 176).

Die Thüringer Betriebe des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes erzielten im Jahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 36 162 Millionen Euro. Mehr als ein Drittel (35,1 Prozent) des Umsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet (vgl. Kapitel VI/1, S. 204 und 205).

Die amtliche Wohnungsfortschreibung in Thüringen ergab für Ende 2019 einen Wohnungsbestand von 1 189 031 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Damit standen thüringenweit je 1 000 Einwohner 557 Wohnungen zur Verfügung (vgl. Kapitel VII/4, S. 252 und 253).

In den Thüringer Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) wurden im Jahr 2019 insgesamt 10 349 729 Übernachtungen gezählt. Die Zahl der Gästeankünfte belief sich auf 4 038 093. Damit verweilten die Gäste im Durchschnitt 2,6 Tage in Thüringen (vgl. Kapitel VIII/14, S. 278).
Der Fahrzeugbestand in Thüringen ist auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen.

Am 1. Januar 2020 waren im Freistaat 1 478 326 Kraftfahrzeuge mit amtlichen Kennzeichen, darunter 1 189 416 Personenkraftwagen, gemeldet. Das waren 11 387 Kraftfahrzeuge mehr als binnen Jahresfrist (vgl. Kapitel X/3, S. 294 und 295).

Die Höhe der Kredite an Nichtbanken belief sich in Thüringen im Jahr 2019 (Stand am 31. Dezember) auf 34 540 Millionen Euro. Der weit überwiegende Teil davon (31 481 Millionen Euro) waren langfristige Kredite (vgl. Kapitel XI/1, S. 311).

An den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2019 insgesamt 18 624 Personen schuldig gesprochen. Von den Verurteilten waren 14 986 männlichen und 3 638 weiblichen Geschlechts (vgl. Kapitel XII/1, S. 320).

Im Wintersemester 2019/2020 hatten sich an den Thüringer Hochschulen 74 612 Studierende einge- schrieben. Erstmals seit Beginn der Erfassung von Daten zu Studierenden im Rahmen der bundesweiten Hochschulstatistiken waren mehr als die Hälfte der Immatrikulierten in Thüringen an Fachhochschulen eingeschrieben (55,0 Prozent bzw. 41 065 Personen). An den Universitäten schrieben sich 32 309 Studierende bzw. 43,3 Prozent ein, 781 bzw. 1,0 Prozent studierten an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und 457 bzw. 0,6 Prozent an der Thüringer Verwaltungsfachhochschule (vgl. Kapitel XIII/8, S. 355).

Im Jahr 2019 wurden in Thüringen 3 035 Schwangerschaften vorzeitig beendet. Von den Frauen, die in Thüringen einen Eingriff vornehmen ließen, hatten 117 Frauen das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet (vgl. Kapitel XIV/18, S. 406).

Im Laufe des Jahres 2018 erhielten in Thüringen 35 801 Personen eine oder mehrere Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII). Das waren 796 Personen mehr als im Jahr zuvor. Mehr als jeder vierte Empfänger dieser Leistungen war mindestens 60 Jahre alt (vgl. Kapitel XV/13, S. 430).

Die Bruttoausgaben der Thüringer Gemeinden und Gemeindeverbände betrugen im Jahr 2018 rund 6 653 Millionen Euro. Dabei wurden in etwa 217 Millionen Euro mehr ausgegeben als binnen Jahresfrist. An Bruttoeinnahmen flossen in diesem Zeitraum rund 6 732 Millionen Euro in die kommunalen Kassen. Das waren 246 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor (vgl. Kapitel XVI/9 und 10, S. 474 bis 477).

Im Jahresdurchschnitt mussten die Thüringer 2019 für die Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs 1,4 Prozent mehr bezahlen als 2018. Vergleichsweise hoch waren die Steigerungsraten bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (+2,9 Prozent). Im Gegensatz dazu musste für Post- und Telekommunikation etwas weniger (-0,6 Prozent) ausgegeben werden als im Vorjahr (vgl. Kapitel VXIII/3, S. 554 und 555).

Das Bruttoinlandsprodukt Thüringens, das heißt der Wert, der in Thüringen produzierten Güter und Dienstleistungen, erreichte im Jahr 2019 ein Volumen von 63 866 Millionen Euro. Das Bruttoinlandsprodukt des Freistaats lag damit im Jahr 2019 nominal um 2,6 Prozent über dem des Jahres 2018. Preisbereinigt erzielte Thüringen im Jahr 2019 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent (vgl. Kapitel XIX/1, S. 572 und 573).

Auch wenn das Statistische Jahrbuch in seiner aktuellen Ausgabe die diesjährigen Ergebnisse noch nicht abbilden kann, so sind sie doch in den aktuellen statistischen Erhebungen deutlich messbar und sollten nicht vernachlässigt werden. Hierzu können wir die Broschüre „Aktuelle Zahlen für Thüringen in Zeiten der Corona-Pandemie“ empfehlen, die in der gerade veröffentlichten November-Ausgabe vorliegt.
Autor: red

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