Der Corona-Wochenrückblick
111 neue Fälle - Wohnheim der Lebenshilfe betroffen
Mittwoch, 02. Dezember 2020, 18:00 Uhr
In der vergangenen Woche sind die Zahlen der Corona-Neuinfektionen weiter angestiegen. Wie am Wochenende bekannt wurde, hat es das Wohnheim der Lebenshilfe am Förstemannpark schwer getroffen. Die nnz hat die aktuelle Lage im Wochenrückblick zusammengetragen...
SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut)
Das Landratsamt verzeichnet für die vergangenen 7 Tage insgesamt 111 Neuinfektionen. Lediglich am Samstag wurden keine neuen Fälle bekannt. Über den Rest der Woche bewegte sich das Niveau der Neuinfektionen zwischen zwei Fällen am Freitag und 44 Fällen, die offiziell am Montag in die Statistik eingegangen sind.
Ein Großteil der aktuellen Entwicklung geht auf einen Ausbruch im Wohnheim der Nordthüringer Lebenshilfe am Förstemannpark zurück. Wie Landrat Jendricke am Sonntag über die sozialen Medien mitteilte, wurden hier zunächst 33 positive Testergebnisse registriert. Nach dem Ausbruch im Pflegeheim St. Josef bildet das Wohnheim nun den zweiten, größeren Infektionscluster im Landkreis.
Die Situation ist sehr schwer, wir standen kurz davor die Betreuung nicht mehr absichern zu können, teilt die Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Tilly Pape mit. Nach Absprachen mit dem Sozialministerium und dem Landesverwaltungsamt sei die Situation für den Moment entschärft. Wir haben im Wohnheim 36 schwerst- und mehrfachbehinderte Personen, die lassen so schon nicht einfach jeden an sich ran und brauchen ihre Bezugspersonen, dass macht die Sache so schwer., berichtet Pape weiter. Die gute Nachricht sei, dass es bisher lediglich leichte Verläufe gebe. Wir waren sehr vorsichtig, die Bewohner konnten sich nur noch auf dem Gelände bewegen, Besuche gab es keine mehr, Kontakte wenn überhaupt nur über den Zaun. Wir vermuten daher das einer unserer Mitarbeiter den Virus mitgebracht hat ohne Symptome zu zeigen und dafür kann schlicht niemand etwas. Das gesamt Wohnheim steht nun unter Quarantäne, betroffene Mitarbeiter wurden häuslich isoliert.
Ein Teil der registrierten Folgeinfektionen gehen auf die beiden Ausbruchsherde Altenpflegeheim und Wohnheim sowie auf Ansteckungen im familiären Umfeld zurück. Wie viele Infektionen außerhalb dieser Bereiche stattgefunden haben, lässt sich nicht ohne weiteres feststellen, da die Daten nicht in dieser Tiefe erfasst werden. Das Landratsamt weist aber daraufhin, dass es auch im beruflichen Umfeld zu Folgeinfektionen komme. Zum Stand heute sind dem Gesundheitsamt bisher elf Neuinfektionen bekannt, fünf davon betreffen Mitarbeiter des Wohnheims, die verbliebenen sechs fallen in die Kategorie familiäre Folgefälle. In die offizielle Statistik werden diese Zahlen morgen einfließen. Weiterhin befinden sich rund 530 Personen in Quarantäne. Im Südharz-Klinikum werden 16 Corona-Patienten behandelt, wobei sich zwei Personen auf der Intensivstation befinden, aber nicht beatmet werden müssen. Die Zahl der Patienten die an der Lungenklinik Neustadt behandelt werden war zur Stunde nicht zu erfahren, wird aber so bald als möglich nachgetragen.
Die aktuelle Statistik des Landratsamtes zum täglichen Infektionsgeschehen gibt es hier
Angelo Glashagel
Autor: red
SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut)
Das Landratsamt verzeichnet für die vergangenen 7 Tage insgesamt 111 Neuinfektionen. Lediglich am Samstag wurden keine neuen Fälle bekannt. Über den Rest der Woche bewegte sich das Niveau der Neuinfektionen zwischen zwei Fällen am Freitag und 44 Fällen, die offiziell am Montag in die Statistik eingegangen sind.
Ein Großteil der aktuellen Entwicklung geht auf einen Ausbruch im Wohnheim der Nordthüringer Lebenshilfe am Förstemannpark zurück. Wie Landrat Jendricke am Sonntag über die sozialen Medien mitteilte, wurden hier zunächst 33 positive Testergebnisse registriert. Nach dem Ausbruch im Pflegeheim St. Josef bildet das Wohnheim nun den zweiten, größeren Infektionscluster im Landkreis.
Die Situation ist sehr schwer, wir standen kurz davor die Betreuung nicht mehr absichern zu können, teilt die Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Tilly Pape mit. Nach Absprachen mit dem Sozialministerium und dem Landesverwaltungsamt sei die Situation für den Moment entschärft. Wir haben im Wohnheim 36 schwerst- und mehrfachbehinderte Personen, die lassen so schon nicht einfach jeden an sich ran und brauchen ihre Bezugspersonen, dass macht die Sache so schwer., berichtet Pape weiter. Die gute Nachricht sei, dass es bisher lediglich leichte Verläufe gebe. Wir waren sehr vorsichtig, die Bewohner konnten sich nur noch auf dem Gelände bewegen, Besuche gab es keine mehr, Kontakte wenn überhaupt nur über den Zaun. Wir vermuten daher das einer unserer Mitarbeiter den Virus mitgebracht hat ohne Symptome zu zeigen und dafür kann schlicht niemand etwas. Das gesamt Wohnheim steht nun unter Quarantäne, betroffene Mitarbeiter wurden häuslich isoliert.
Ein Teil der registrierten Folgeinfektionen gehen auf die beiden Ausbruchsherde Altenpflegeheim und Wohnheim sowie auf Ansteckungen im familiären Umfeld zurück. Wie viele Infektionen außerhalb dieser Bereiche stattgefunden haben, lässt sich nicht ohne weiteres feststellen, da die Daten nicht in dieser Tiefe erfasst werden. Das Landratsamt weist aber daraufhin, dass es auch im beruflichen Umfeld zu Folgeinfektionen komme. Zum Stand heute sind dem Gesundheitsamt bisher elf Neuinfektionen bekannt, fünf davon betreffen Mitarbeiter des Wohnheims, die verbliebenen sechs fallen in die Kategorie familiäre Folgefälle. In die offizielle Statistik werden diese Zahlen morgen einfließen. Weiterhin befinden sich rund 530 Personen in Quarantäne. Im Südharz-Klinikum werden 16 Corona-Patienten behandelt, wobei sich zwei Personen auf der Intensivstation befinden, aber nicht beatmet werden müssen. Die Zahl der Patienten die an der Lungenklinik Neustadt behandelt werden war zur Stunde nicht zu erfahren, wird aber so bald als möglich nachgetragen.
Die aktuelle Statistik des Landratsamtes zum täglichen Infektionsgeschehen gibt es hier
Angelo Glashagel
