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Lichtblick zum Wochenende

Einiges über den Nikolaus

Freitag, 04. Dezember 2020, 09:00 Uhr
Der Nikolaustag steht vor der Tür, vermeintlich jedes Kind weiß mittlerweile, dass es seine Schuhe rauszustellen hat. Am 6.Dezember findet es dann Naschereien und vielleicht ein kleines Spielzeug darin wieder. Was jedoch in Vergessenheit geraten ist, wer dieser Nikolaus überhaupt war...

In einer besinnlichen Adventszeit geht es schließlich nicht nur um Konsum, sondern darum heimelig mit seinen Lieben zusammen zu sein und sich eine Freude zu machen.

Wer war also dieser Nikolaus?
Als Nikolaus zur Welt kam, waren seine Eltern sehr glücklich darüber und sahen ihn als Geschenk Gottes an. Der kleine Junge war sehr fromm und bete oft zu Gott. Schon als Kind versuchte er Menschen zu helfen.

Im Erwachsenenalter ließ er sich zum Priester weihen. Kurz darauf verstarben seine Eltern und hinterließen ihm ein großzügiges Erbe. Er hatte ein so großes Herz, sodass er es nicht für sich behalten konnte. Nach und nach verschenkte er sein Hab und Gut an die Menschen, die es wirklich brauchten.

Als der Bischof von Myra starb, kamen die Bischöfe aus allen umliegenden Städten zusammen, um einen Nachfolger auszuwählen. Sie stritten sich ganz bitterlich und kamen zu keiner Einigung. Einem der Bischöfe ist im Traum Gott erschienen, der ihm befahl an der Kirchentür Wache zu halten. Wer am nächsten Morgen als erster die Kirche betritt, solle demnach neuer Bischof werden. Da er ein Frühaufsteher war, wurde so aus dem Priester Nikolaus schließlich ein Bischof.

Der Bischof Nikolaus war sehr beliebt beim Volk, weil er half, wo er nur konnte. Eines Tages kamen die Menschen zu ihm und klagten über eine Hungersnot, die durch eine große Dürre ausgelöst wurde. Nikolaus betete zu Gott und dieser antwortete ihm: „Geh morgen ganz früh zum Hafen“. Früh am Morgen legte gerade ein großes Handelsschiff aus Alexandria voll beladen mit Korn für den Kaiser an.

Der Bischof versprach dem Kapitän des Schiffes, wenn er ihm Getreide für die Hungernden gäbe, hätte er bis die Seefahrer beim Kaiser ankämen, die gleiche Menge zurück. Er willigte ein und sie nahmen so viel sie brauchten. Nikolaus verteilte an alle Getreide, damit sie satt wurden. Es blieben sogar noch Körner übrig, um sie für die nächste Ernte auszusäen. In der Zwischenzeit kamen die Seeleute beim Kaiser an und es fehlte kein Gramm ihrer Ware. Sie erzählten überall was in Myra geschehen war. Sie lobte und dankten Gott dafür.

Es war nur eines von vielen Wundern, die Nikolaus getan haben soll. Zu Lebzeiten hat er Kinder sehr gemocht. Sie wussten genau, dass der Bischoff, wenn er täglich durch die Stadt ging, immer Naschereien für sie in den Taschen hatte. Sie sprachen zu ihm oder sangen ein Lied und bekamen ein kleines Geschenk von ihm. Da der Heilige Nikolaus selbst nach seinem Tod noch Menschen in Not zur Hilfe gekommen ist, meinen viele Menschen bis heute, dass Gott ihn einmal im Jahr zu uns zurück auf die Erde schickt, damit er weiterhin den Kindern eine Freude machen kann.
Vanessa Jüngling
Autor: red

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