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nnz-Kurznews am Wochenende (2)

Sonntag, 07. August 2005, 15:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Sonntag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Frau getötet
Bei einem Unfall nahe Rödelwitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist am Samstagnachmittag eine 83-jährige Frau getötet worden. Nach Polizeiangaben überholte eine 20-jährige Frau an einer unübersichtlichen Stelle und stieß frontal mit einem entgegen kommenden Auto zusammen. In dem beteiligten Wagen erlitt die 83- Jährige tödliche, die 33-jährige Fahrerin schwere und eine 59- Jährige leichte Verletzungen. Die Unfallverursacherin und ein 26- jähriger Beifahrer wurden schwer, ein 17-Jähriger leicht verletzt.


Kein Bock an Naturmedizin
Seit der Gesundheitsreform ist die Nachfrage nach Naturmedizin in den Apotheken drastisch zurückgegangen. „Der Patient muss immer mehr pflanzliche Arzneimittel selbst zahlen und weicht deshalb auf Chemie aus“, sagte der Vorsitzende des Thüringer Interessenverbands für Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, Frank Quaas, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Ein Fünftel aller in Deutschland angebauten Arzneikräuter stammen seinen Angaben zufolge aus Thüringen.


Spur überführte
Eine Spur mit Bremsflüssigkeit hat die Polizei in Zeulenroda im Landkreis Greiz zu einem Lasterfahrer geführt, der zuvor Unfallflucht begangen hatte. Der 47-Jährige hatte am Samstag mit seinem Laster ein am Straßenrand abgestelltes Auto schwer beschädigt und war einfach weitergefahren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Anschließend belieferte der Mann eine Bäckerei. Während der Fahrt verlor der Laster aber Bremsflüssigkeit. Dieser Spur musste die Polizei nur folgen, um den Laster zu finden.


Aus durch Nektarinen
Ein mit Nektarinen und Pfirsichen beladener Lastwagen ist am Sonntag auf der Autobahn 9 bei Schleiz (Saale-Orla- Kreis) umgekippt und hat für ein Verkehrschaos gesorgt. Der 47 Jahre alte Fahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei mitteilte. Der Kühlsattelzug war am Morgen aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, rutschte durch die Mittelleitplanke und blockierte die Spuren in beide Richtungen. Es bildeten sich Staus von bis zu 17 Kilometern Länge.


Besatzung gerettet
Fünf Jahre nach der „Kursk”-Tragödie hat das zweite russische U-Boot-Drama ein glückliches Ende gefunden: Ein britischer Tauchroboter befreite die sieben Männer aus ihrer Gefangenschaft auf dem Meeresboden. Sie waren mehr als drei Tage eingeschlossen. Ihr Boot hatte sich in einer Lauschanlage verfangen. Erkältet, aber ansonsten körperlich unversehrt wurden die Seeleute an Land gebracht. Ein Sprecher der russischen Marine sagte, die Rettung der Matrosen sei vor allem dem Einsatz der britischen Spezialisten zu verdanken.


Thierse gewählt
Die Berliner SPD geht mit Bundestagspräsident Wolfgang Thierse als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Thierse erhielt auf einem Parteitag 204 Ja-Stimmen. 13 Delegierte stimmten gegen ihn, 4 enthielten sich. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Seit 1990 sitzt Thierse im Bundestag. 2002 gewann er den Wahlkreis Pankow als Direktkandidat.


Gysi gewählt
Auch die Berliner PDS heißt jetzt Linkspartei. Als letzter der 16 Landesverbände stimmten die Sozialisten der Hauptstadt auf einem Sonderparteitag für die Umbenennung in „Die Linkspartei.PDS Berlin”. Die nötige Zweidrittelmehrheit wurde deutlich übertroffen. Mit der Namensänderung soll der WASG die Kandidatur auf den Listen der PDS erleichtert werden. Beide Parteien wollen gemeinsam zur Bundestagswahl am 18. September antreten. Zum Spitzenkandidaten in Berlin hatten die Delegierten Ex-PDS-Chef Gregor Gysi gewählt.


Mutter tötet ihre Kinder
Familiendrama in Nordrhein-Westfalen: Eine Mutter hat in Essen ihre beiden Kinder getötet und anschließend einen Selbstmordversuch unternommen. Das teilte die Polizei mit. Die Frau überlebte den Suizidversuch und wurde in eine Klinik gebracht. Die Leichen der beiden Kleinkinder wurden am Mittag gerichtsmedizinisch untersucht. Am späten Nachmittag will die Polizei weitere Einzelheiten zum Tathergang und zum Motiv mitteilen.


Keine Chance für Datenklauer
Die Postbank führt ein anderes TAN-System gegen den Datenklau durch Phishing ein. Ab morgen gibt der Computer bei einer Online-Überweisung vor, welche Nummer aus der Liste benutzt werden muss. Nur die aktiviert die Transaktion. Betrüger hatten versucht, Kunden durch angebliche Bank- E-Mails eine TAN zu entlocken, um mit deren Hilfe dann das Konto zu plündern. Nach wie vor gilt aber, dass Kunden ihre Daten nicht preisgeben dürfen. Als zusätzliche Sicherheit können Kunden eigene Höchstlimits für Überweisungen festlegen.
Autor: nnz

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