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HORIZONT übernahm Internat

Donnerstag, 25. Oktober 2001, 13:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Da hat vor 50 Jahren noch keiner dran gedacht. Am 1. Februar 1951 zogen die ersten Mädchen und Jungen aus dem Thüringer Raum in das Wohnheim ein am Taschenberg, Auszubildende, die in Nordhausen ihre Lehre begannen und auf Grund der Entfernung zum Elternhaus nicht täglich nach Hause fahren konnten.


Die Ruine eines Gebäudes des ehemaligen Nordhäuser Krankenhauses, in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 zerstört, wurde auserwählt, um diesen Jugendlichen eine 2. Heimat zu geben. Am 21. Dezember 1953 kam ein zweites Gebäude hinzu.

140 Mädchen und Jungen aus allen Teilen Thüringens und darüber hinaus fanden hier für die Dauer ihrer Berufsausbildung eine Unterkunft. Tausende von Jugendlichen die in Nordhäuser Betrieben und Berufsschulen ausgebildet wurden, haben während der vergangenen 50 Jahre hier gewohnt, gelernt und wurden hier versorgt, haben hier ihre Freizeit sinnvoll verbracht und haben das Außengelände urbar gemacht. Zu ihnen gehörten auch Auszubildende aus Asien und afrikanischen Ländern.

Am 1. Juli 2001 übernahm der HORIZONT diese traditionsreiche Stätte. Das Internat Taschenberg beherbergt heute wieder 100 Schüler und Lehrlinge von der Ostsee bis zum Thüringer Wald. Im Internat wohnen Mädchen und Jungen die vorwiegend noch minderjährig sind und von erfahrenen Mitarbeitern rund um die Uhr betreut werden. Ihre Ausbildung erhalten sie an den Staatlichen Nordhäuser berufsbildenden Schulen, in Bildungswerken und Nordhäuser Betrieben.

Seit dem Jahr 2000 ist das HORIZONT Wohnheim in der Grimmelallee 46 für volljährige Auszubildende hinzugekommen. Der HORIZONT Verein wird auch in den nächsten Jahren mit Unterstützung des Landkreises die Bedingungen für das Wohnen und Lernen weiter verbessern, damit Nordhausen als Standort für die berufliche Ausbildung auch für kommende Generationen weiter erhalten bleibt.
Autor: nnz

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