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Mehr Schutz durch Leinenzwang?

Donnerstag, 25. Oktober 2001, 11:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Einigkeit aller Stadträte bestand gestern bei ihrer Sitzung im Bürgersaal des „Neuen Rathaus“ hinsichtlich des Leinenzwangs bei Hunden. nnz berichtet.


Wir brauchen mehr Kontrolle bei Hundebesitzern und deren Hunden, so ein gestriger Antrag der CDU-Fraktion, welche damit erneut die Behandlung dieses heiklen Themas bearbeitet wissen wollte. Dabei ist die Stadtordnung nun mehr als eindeutig „Hunde dürfen nicht frei herumlaufen“. Doch nicht jeder Hundebesitzer hält sich daran. Es ist in letzter Zeit mehrfach vorgekommen, dass die Nordhäuser Bürger bei sportlicher Betätigung oder Spaziergängen von freilaufenden Hunden belästigt wurden.

Was soll man dagegen tun? Fakt ist, dass eine strengere Durchsetzung der Stadtordnung von Nöten ist. An Vorschlägen mangelt es wenig. Zum Beispiel könnten künftig alle Hundebesitzer, die ihren Hund frei laufen lassen, fotografisch erfasst werden. Wie steht es mit dem Datenschutz? Oder man weist „Offensiv“ auf den Maulkorbzwang hin. Die nächste Häuserecke kommt bestimmt, dann wird der Maulkorb wieder abgenommen.

Die Frage ist, wie weit darf eine Kontrolle oder Überwachung gehen und welche sind die geeigneten Maßnahmen? Geldbußen, Erfassung von Daten, Lichtbilder, Ingewahrsamnahme der Hunde oder sogar der Hundebesitzer? Vielleicht überlegt man, eine Speichelprobe von beiden „Tätern“ zu nehmen...nein das ist ein anderes Thema. Es besteht eine Menge an Handlungsbedarf seitens der Stadt, die in nächster Zeit hoffentlich schnell, aber überlegt dem Hundeproblem zu Leibe rückt.
Autor: vf

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