Neptuns Erben
Donnerstag, 04. August 2005, 09:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Unterwegs sein mit Haien und Delphinen, Wracks erkunden und gemeinsam Spaß unter Wasser haben. Das geht auch in Nordhausen, denn der Kiesteich ist bewohnt von Neptuns Erben persönlich. nnz stellt die Truppe vor.
Neptuns Erben (Foto: nnz)
Zugegeben, die Haie und Delphine sind nicht echt, ihnen unter Wasser zu begegnen macht trotzdem Spaß. Immer mehr Leute wollen diese und andere Unterwasserwelten erkunden und lernen das Tauchen. Der Nordhäuser Tauchsportclub Neptun bekommt diese Entwicklung zu spüren. 1990 aus einer ehemaligen GST Truppe gegründet, zählte man grade einmal 15 Mitglieder. Jetzt sind es 65, wie Vereinsvorstand Axel Haake berichtet. Er ist seit 1994 dabei.
Besonders viel getan hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf dem Vereinsgelände. Ein weiteres Gebäude wurde neben dem bestehenden Bungalow errichtet. Küche und Sanitäranlagen sind nun auf dem neuesten Stand. Nicht nur die Vereinsmitglieder profitieren davon. Andere Taucher können den Campingplatz preisgünstig mieten. Zuletzt machten die Orientierungstaucher aus Jena und Greiz hier Station. Im nächsten Jahr wollen sie mit rund 50 Teilnehmern wiederkommen. Wir sind seit Jahren Gastgeber der Landesmeisterschaften im Orientierungstauchen bestätigt Axel Haake. Peer Perinke aus Jena ergänzt: Der See ist ideal für uns. Wir freuen uns darüber, daß wir jedes Jahr hier trainieren dürfen.
Orientierungstauchen betreibt der Nordhäuser Verein nicht. Wir sind Sporttaucher. Uns geht es vor allem um das Erlangen körperlicher Fitneß und das Zusammensein im Verein so Axel Haake. Gefährlicher als Autofahren sei der Tauchsport nicht, wenn nicht sogar weniger gefährlich. Natürlich müsse man gewisse Regeln beachten. Niemand darf im Nordhäuser Kiesteich allein tauchen, obwohl dieser mit 12 Metern Tiefe zu den anfängertauglichen Gewässern gehört. Die Kontrolle durch den Tauchpartner ist ausgesprochen wichtig erklärt Axel Haake. Außerdem solle nicht nur der Tauchanfänger das Tiefenlimit von 30 Metern beachten. Wer tiefer tauche, riskiere eine Stickstoffnarkose. In einem solchen Rauschzustand ist der Taucher dann nicht mehr handlungsfähig. Das ist wie betrunken Auto zu fahren, also ziemlich verantwortungslos, auch dem Tauchpartner gegenüber. so Haake. Im Verein gab es aber noch nie Unfälle.
Das liege vor allem daran, daß alle Vereinsmitglieder eine fundierte Ausbildung durchlaufen haben. Selbst ausbilden kann der Nordhäuser Verein nicht. Wir haben ein großes Gelände, welches viel Zeit in Anspruch nimmt. meint Haake. Aber man kenne Tauchlehrer, die auch Mitglied im Verein sind und mit denen man gute Erfahrungen habe. Tauchinteressierten rät der Nordhäuser dazu, den Kurs nicht im tropischen Ausland zu buchen, sondern hier vor Ort. Leute, die nur in warmen Wasser und bei Sichtweiten von 20 und mehr Metern tauchen können, bekommen in unseren Gewässern bei Kälte und Sicht von drei Metern unter Umständen Angstzustände. Wer in Deutschland gelernt hat, der kann überall tauchen. Außerdem sei die Ausbildung besser als in den Schnellkursen der Urlaubsländer.
Ganz billig ist es jedoch nicht, 300,- Euro müsse man schon einplanen. Dazu kommt die Ausrüstung, Brille, Flossen, Schnorchel, die sogenannte ABC Ausrüstung, sollte man sich schon vorher selbst zulegen. Ebenfalls sei der Neukauf eines kaltwassertauglichen Atemreglers empfehlenswert. Alles andere, Neoprenanzug, Flasche, Tarierweste und dergleichen könnte auch günstig gebraucht im Internet erworben werden. Tauchschulen verleihen die Sachen an ihre Anfänger.
Wer die Ausbildung abgeschlossen hat, ist bei Neptun jederzeit willkommen. Mit den eigenen Gewässer verfügt der Klub über sehr gute Bedingungen den Sport auszuüben. Im Winter trainiert man weiter im Badehaus. Außerdem finden sich im Verein immer Mitfahrer für Tauchreisen. Wer erst mal nur virtuell abtauchen will, findet zahlreiche Fotos auf der Homepage des Vereins.
(Das Foto oben zeigt Mitglieder des Tauchsportclubs "Delphin" aus Sondershausen.)
Autor: wf
Neptuns Erben (Foto: nnz)
Zugegeben, die Haie und Delphine sind nicht echt, ihnen unter Wasser zu begegnen macht trotzdem Spaß. Immer mehr Leute wollen diese und andere Unterwasserwelten erkunden und lernen das Tauchen. Der Nordhäuser Tauchsportclub Neptun bekommt diese Entwicklung zu spüren. 1990 aus einer ehemaligen GST Truppe gegründet, zählte man grade einmal 15 Mitglieder. Jetzt sind es 65, wie Vereinsvorstand Axel Haake berichtet. Er ist seit 1994 dabei.
Besonders viel getan hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf dem Vereinsgelände. Ein weiteres Gebäude wurde neben dem bestehenden Bungalow errichtet. Küche und Sanitäranlagen sind nun auf dem neuesten Stand. Nicht nur die Vereinsmitglieder profitieren davon. Andere Taucher können den Campingplatz preisgünstig mieten. Zuletzt machten die Orientierungstaucher aus Jena und Greiz hier Station. Im nächsten Jahr wollen sie mit rund 50 Teilnehmern wiederkommen. Wir sind seit Jahren Gastgeber der Landesmeisterschaften im Orientierungstauchen bestätigt Axel Haake. Peer Perinke aus Jena ergänzt: Der See ist ideal für uns. Wir freuen uns darüber, daß wir jedes Jahr hier trainieren dürfen.
Orientierungstauchen betreibt der Nordhäuser Verein nicht. Wir sind Sporttaucher. Uns geht es vor allem um das Erlangen körperlicher Fitneß und das Zusammensein im Verein so Axel Haake. Gefährlicher als Autofahren sei der Tauchsport nicht, wenn nicht sogar weniger gefährlich. Natürlich müsse man gewisse Regeln beachten. Niemand darf im Nordhäuser Kiesteich allein tauchen, obwohl dieser mit 12 Metern Tiefe zu den anfängertauglichen Gewässern gehört. Die Kontrolle durch den Tauchpartner ist ausgesprochen wichtig erklärt Axel Haake. Außerdem solle nicht nur der Tauchanfänger das Tiefenlimit von 30 Metern beachten. Wer tiefer tauche, riskiere eine Stickstoffnarkose. In einem solchen Rauschzustand ist der Taucher dann nicht mehr handlungsfähig. Das ist wie betrunken Auto zu fahren, also ziemlich verantwortungslos, auch dem Tauchpartner gegenüber. so Haake. Im Verein gab es aber noch nie Unfälle.
Das liege vor allem daran, daß alle Vereinsmitglieder eine fundierte Ausbildung durchlaufen haben. Selbst ausbilden kann der Nordhäuser Verein nicht. Wir haben ein großes Gelände, welches viel Zeit in Anspruch nimmt. meint Haake. Aber man kenne Tauchlehrer, die auch Mitglied im Verein sind und mit denen man gute Erfahrungen habe. Tauchinteressierten rät der Nordhäuser dazu, den Kurs nicht im tropischen Ausland zu buchen, sondern hier vor Ort. Leute, die nur in warmen Wasser und bei Sichtweiten von 20 und mehr Metern tauchen können, bekommen in unseren Gewässern bei Kälte und Sicht von drei Metern unter Umständen Angstzustände. Wer in Deutschland gelernt hat, der kann überall tauchen. Außerdem sei die Ausbildung besser als in den Schnellkursen der Urlaubsländer.
Ganz billig ist es jedoch nicht, 300,- Euro müsse man schon einplanen. Dazu kommt die Ausrüstung, Brille, Flossen, Schnorchel, die sogenannte ABC Ausrüstung, sollte man sich schon vorher selbst zulegen. Ebenfalls sei der Neukauf eines kaltwassertauglichen Atemreglers empfehlenswert. Alles andere, Neoprenanzug, Flasche, Tarierweste und dergleichen könnte auch günstig gebraucht im Internet erworben werden. Tauchschulen verleihen die Sachen an ihre Anfänger.
Wer die Ausbildung abgeschlossen hat, ist bei Neptun jederzeit willkommen. Mit den eigenen Gewässer verfügt der Klub über sehr gute Bedingungen den Sport auszuüben. Im Winter trainiert man weiter im Badehaus. Außerdem finden sich im Verein immer Mitfahrer für Tauchreisen. Wer erst mal nur virtuell abtauchen will, findet zahlreiche Fotos auf der Homepage des Vereins.
(Das Foto oben zeigt Mitglieder des Tauchsportclubs "Delphin" aus Sondershausen.)
