THC unterliegt Blomberg-Lippe in eigener Halle
Keine Punkte in der EHF European League
Sonntag, 15. November 2020, 07:37 Uhr
Der Thüringer HC musste sich in eigener Halle der HSG Blomberg-Lippe mit 27:31 (14:17) geschlagen geben. Die schnelle Führung zu Beginn der Partie konnte der THC nicht verteidigen...
Die Gäste überzeugten mit ihrem Tempospiel, einer stark agierenden Melanie Veith im Tor und holten sich verdient den Sieg. Lydia Jakubisova und Nina Neidhart erzielten je fünf Tore für den THC. Mit elf Treffern war Malina Marie Michalczik erfolgreichste Torschützin aufseiten der HSG Blomberg-Lippe.
In der dritten Runde um die Qualifikation für die Gruppenphase der EHF European League der Frauen trafen in einem rein deutschen Duell der Thüringer HC und die HSG Blomberg Lippe aufeinander. Nach den vielen Absagen anderer Spiele ist dieses Spiel zum Glücksfall für beide Mannschaften geworden. Mit dem Ziel, sich ein beruhigendes Polster für das Rückspiel zu erspielen, liefen die Gastgeberinnen in der Salza-Halle auf. Verzichten musste der THC auf die langzeitverletzten Meike Schmelzer und Ines Khouildi. Alle anderen Spielerinnen nahmen auf der Bank Platz.
Mit einem schnellen Tor brachte Marketa Jerabkova ihre Mannschaft in Führung, während Marie Skurtveit Davidsen die ersten beiden Angriffe der Blombergerinnen kassierte. Erst Nele Franz konnte sie per Strafwurf überwinden. Nach fünf Minuten war es nochmals Nele Franz, die den Ausgleich zum 3:3 erzielte. Der THC hatte in dieser Phase nichts gegen zu setzen. Vor allem im Angriff unterliefen den Thüringerinnen zu viele einfache Fehler. Die Gäste nutzten vorn die sich ergebenden Chancen und gingen nach acht Minute mit 5:3 in Führung. Die Thüringer Frauen bekamen die mit hohen Tempo vorgetragenen Angriffe der Gäste nicht unter Kontrolle. Beim Stand von 6:9 reagierte Herbert Müller und sah sich zur ersten Auszeit gezwungen. Lautstark zeigte er sich mit Angriff und Abwehr nicht einverstanden. Das Unterzahlspiel, Lisa Rajes Bormann musste auf der Bank der Gäste pausieren, glichen die Gäste durch den Einsatz der siebten Feldspielerin aus. Den THC erwischte es im nächsten Angriff, Emma Ekenman-Fernis kassierte eine Zeitstrafe. Im Angriff des THC wollte nichts gelingen, die Gäste bauten ihren Vorsprung auf vier Tore aus. Lobte Herbert Müller im letzten Spiel den Angriff seiner Mannschaft, verzweifelte er heute über die vielen vergebenen Chancen.
Nachdem Laura Rüffieux eine Zeitstrafe erhalten hatte, kam der THC in der 22. Minute durch einen erfolgreichen Strafwurf von Marketa Jerabkova wieder auf ein Tor zum 11:12 heran. Die Blombergerinnen ließ sich davon nicht beeindrucken und legte durch Treffer von Kamila Kordovska wieder zwei Tore vor. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff legte Steffen Birkner seine grüne Karte. Von seiner Mannschaft forderte er wieder mehr Druck im Angriff. Die Strafwurftore von Marketa Jerabkova und die Paraden von Petra Blazek hielten den THC weiter im Spiel. Die HSG hielt das Tempo hoch und agierte deutlich aggressiver im Spiel. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhten die Gäste ihren Vorsprung wieder auf drei Tore. Mit einem knappen Rückstand von 14:17 ging es für die Gastgeberinnen in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff zur zweiten Spielhälfte ging der erste Wurf der Gäste an den Pfosten und Marketa Jerabkova scheiterte an Melanie Veith im Tor der Gäste. Die Zeitstrafe für Ann Kynast nutzte dem THC wenig. Die sich ergebenden Chancen im Überzahlspiel ließ der THC liegen. Nach 35 gespielten Minuten legte die HSG erstmals fünf Toren vor. Nachdem Josefine Huber eine Zeitstrafe erhielt, probierte Herbert Müller das Spiel ohne Torhüterin. Die Lipperländerinnen wussten auf der Gegenseite immer eine Antwort auf die THC-Tore. Nach zehn Minuten der zweiten Halbzeit war ein spielentscheidender Vorsprung von sechs Toren herausgespielt (16:22). Jede Schwäche des THC wurde verwertet und ausgenutzt. Während Josefine Huber ihre zweite Zeitstrafe absitzen musste, führte Blomberg den THC phasenweise regelrecht vor. Nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Mariana Ferreira Lopes bauten die Gäste ihren Vorsprung in doppelter Überzahl auf 18:25 aus. Folgerichtig nahm Herbert Müller seine nächste Auszeit. Die Gäste zogen weiter ihr Tempospiel durch und bauten langsam ihren Vorsprung aus.
Der THC schaffte es einfach nicht, den nötigen Druck im Angriff aufzubauen, und ließ vorn einfache Torchancen liegen. In der Abwehr schwer erkämpfte Bälle ließen sich die Frauen des Gastgebers im Tempogegenstoß wieder abnehmen. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff führten die HSG-Damen mit sechs Toren (22:28). Malina Marie Michalczik erzielte mit ihrem zehnten Treffer das 23:29. Die letzten fünf Spielminuten versuchte der THC das Spiel an sich zu reißen, jedoch ohne messbaren Erfolg. Mehr als eine Verbesserung der Tordifferenz zum 27:31-Entstand war nicht drin.
In der kommenden Woche treffen beide Teams nochmals aufeinander, da muss schon ein großes Wunder geschehen, um weiterhin auf internationalem Parkett spielen zu können. Auf Herbert Müller wartet in der kommenden Woche neben dem Mittwochspiel gegen die TuS Metzingen noch viel Arbeit, um das Team für das Rückspiel am kommenden Samstag vorzubereiten.
Martin Holzheier
Thüringer HC: Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes, Emma Ekenman-Fernis 4, Beate Scheffknecht 1, Asli Iskit 2, Ina Großmann, Arwen Rühl, Kerstin Kündig 3, Lydia Jakubisova 3, Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 5, Marketa Jerabkova 5, Josefine Huber 4.
HSG Blomberg-Lippe: Marie Andresen, Melanie Veith; Laura Rüffieux 4, Ann Kynast 4, Isabelle Jongenelen, Lisa Bormann-Rajes 1, Nele Wenzel, Kamila Kordovska, Ndidi-Silvia Agwunedu, Cara Reiche 3, Emelyn van Wingerden, Nele Franz 6, Cara Hartstock, Malina Marie Michalczik 11, Myrthe Schoenaker 2.
Autor: redDie Gäste überzeugten mit ihrem Tempospiel, einer stark agierenden Melanie Veith im Tor und holten sich verdient den Sieg. Lydia Jakubisova und Nina Neidhart erzielten je fünf Tore für den THC. Mit elf Treffern war Malina Marie Michalczik erfolgreichste Torschützin aufseiten der HSG Blomberg-Lippe.
In der dritten Runde um die Qualifikation für die Gruppenphase der EHF European League der Frauen trafen in einem rein deutschen Duell der Thüringer HC und die HSG Blomberg Lippe aufeinander. Nach den vielen Absagen anderer Spiele ist dieses Spiel zum Glücksfall für beide Mannschaften geworden. Mit dem Ziel, sich ein beruhigendes Polster für das Rückspiel zu erspielen, liefen die Gastgeberinnen in der Salza-Halle auf. Verzichten musste der THC auf die langzeitverletzten Meike Schmelzer und Ines Khouildi. Alle anderen Spielerinnen nahmen auf der Bank Platz.
Mit einem schnellen Tor brachte Marketa Jerabkova ihre Mannschaft in Führung, während Marie Skurtveit Davidsen die ersten beiden Angriffe der Blombergerinnen kassierte. Erst Nele Franz konnte sie per Strafwurf überwinden. Nach fünf Minuten war es nochmals Nele Franz, die den Ausgleich zum 3:3 erzielte. Der THC hatte in dieser Phase nichts gegen zu setzen. Vor allem im Angriff unterliefen den Thüringerinnen zu viele einfache Fehler. Die Gäste nutzten vorn die sich ergebenden Chancen und gingen nach acht Minute mit 5:3 in Führung. Die Thüringer Frauen bekamen die mit hohen Tempo vorgetragenen Angriffe der Gäste nicht unter Kontrolle. Beim Stand von 6:9 reagierte Herbert Müller und sah sich zur ersten Auszeit gezwungen. Lautstark zeigte er sich mit Angriff und Abwehr nicht einverstanden. Das Unterzahlspiel, Lisa Rajes Bormann musste auf der Bank der Gäste pausieren, glichen die Gäste durch den Einsatz der siebten Feldspielerin aus. Den THC erwischte es im nächsten Angriff, Emma Ekenman-Fernis kassierte eine Zeitstrafe. Im Angriff des THC wollte nichts gelingen, die Gäste bauten ihren Vorsprung auf vier Tore aus. Lobte Herbert Müller im letzten Spiel den Angriff seiner Mannschaft, verzweifelte er heute über die vielen vergebenen Chancen.
Nachdem Laura Rüffieux eine Zeitstrafe erhalten hatte, kam der THC in der 22. Minute durch einen erfolgreichen Strafwurf von Marketa Jerabkova wieder auf ein Tor zum 11:12 heran. Die Blombergerinnen ließ sich davon nicht beeindrucken und legte durch Treffer von Kamila Kordovska wieder zwei Tore vor. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff legte Steffen Birkner seine grüne Karte. Von seiner Mannschaft forderte er wieder mehr Druck im Angriff. Die Strafwurftore von Marketa Jerabkova und die Paraden von Petra Blazek hielten den THC weiter im Spiel. Die HSG hielt das Tempo hoch und agierte deutlich aggressiver im Spiel. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhten die Gäste ihren Vorsprung wieder auf drei Tore. Mit einem knappen Rückstand von 14:17 ging es für die Gastgeberinnen in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff zur zweiten Spielhälfte ging der erste Wurf der Gäste an den Pfosten und Marketa Jerabkova scheiterte an Melanie Veith im Tor der Gäste. Die Zeitstrafe für Ann Kynast nutzte dem THC wenig. Die sich ergebenden Chancen im Überzahlspiel ließ der THC liegen. Nach 35 gespielten Minuten legte die HSG erstmals fünf Toren vor. Nachdem Josefine Huber eine Zeitstrafe erhielt, probierte Herbert Müller das Spiel ohne Torhüterin. Die Lipperländerinnen wussten auf der Gegenseite immer eine Antwort auf die THC-Tore. Nach zehn Minuten der zweiten Halbzeit war ein spielentscheidender Vorsprung von sechs Toren herausgespielt (16:22). Jede Schwäche des THC wurde verwertet und ausgenutzt. Während Josefine Huber ihre zweite Zeitstrafe absitzen musste, führte Blomberg den THC phasenweise regelrecht vor. Nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Mariana Ferreira Lopes bauten die Gäste ihren Vorsprung in doppelter Überzahl auf 18:25 aus. Folgerichtig nahm Herbert Müller seine nächste Auszeit. Die Gäste zogen weiter ihr Tempospiel durch und bauten langsam ihren Vorsprung aus.
Der THC schaffte es einfach nicht, den nötigen Druck im Angriff aufzubauen, und ließ vorn einfache Torchancen liegen. In der Abwehr schwer erkämpfte Bälle ließen sich die Frauen des Gastgebers im Tempogegenstoß wieder abnehmen. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff führten die HSG-Damen mit sechs Toren (22:28). Malina Marie Michalczik erzielte mit ihrem zehnten Treffer das 23:29. Die letzten fünf Spielminuten versuchte der THC das Spiel an sich zu reißen, jedoch ohne messbaren Erfolg. Mehr als eine Verbesserung der Tordifferenz zum 27:31-Entstand war nicht drin.
In der kommenden Woche treffen beide Teams nochmals aufeinander, da muss schon ein großes Wunder geschehen, um weiterhin auf internationalem Parkett spielen zu können. Auf Herbert Müller wartet in der kommenden Woche neben dem Mittwochspiel gegen die TuS Metzingen noch viel Arbeit, um das Team für das Rückspiel am kommenden Samstag vorzubereiten.
Martin Holzheier
Thüringer HC: Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes, Emma Ekenman-Fernis 4, Beate Scheffknecht 1, Asli Iskit 2, Ina Großmann, Arwen Rühl, Kerstin Kündig 3, Lydia Jakubisova 3, Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 5, Marketa Jerabkova 5, Josefine Huber 4.
HSG Blomberg-Lippe: Marie Andresen, Melanie Veith; Laura Rüffieux 4, Ann Kynast 4, Isabelle Jongenelen, Lisa Bormann-Rajes 1, Nele Wenzel, Kamila Kordovska, Ndidi-Silvia Agwunedu, Cara Reiche 3, Emelyn van Wingerden, Nele Franz 6, Cara Hartstock, Malina Marie Michalczik 11, Myrthe Schoenaker 2.
