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300 Fußballfelder

Dienstag, 26. Juli 2005, 13:34 Uhr
Nordhausen (nnz). 300 Fußballfelder – so groß ist in etwa die Fläche, die in Nordhausen und den Ortsteilen gepflegt werden muß. Da müssen Prioritäten gesetzt werden.


Eine Grünanlagenfläche insgesamt so groß wie rund 300 Fußballfelder muss in Nordhausen und den Ortsteilen in jedem Sommer gepflegt werden. Allein im unmittelbaren Stadtzentrum von Nordhausen sind es rund 80 Hektar. Um die Pflege bewältigen zu können, werden Prioritäten gesetzt: In Richtung Stadtmitte bzw. Ortschaftszentrum nimmt Pflegeintensität der Flächen zu.

Steffen Meyer vom städtischen Umweltamt: „Pro Jahr geben wir etwa 300.000 Euro für die Grünpflege aus – durch die Vergabe von Aufträgen an Privatfirmen, wie zum Beispiel für den Stadtpark. Diese Pflege wird ergänzt zum einen durch die 12 Gärtnerinnen und Gärtner, die 3 Auszubildenden und 6 Zivis unserer Grünanlagenpflege und zum anderen über die Vergabe von Pflegeverträgen an Privatpersonen.“ So sei zum Beispiel für die große Grünfläche an der Leimbacher Straße vor dem Eigenheimgebiet in Nordhausen-Ost eine Vereinbarung getroffen worden, bei der ein Bürger das Mähen übernehme und im Gegenzug das Gras als Viehfutter behalten dürfe.

Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Landesgartenschau im vergangenen Jahr habe sich Nordhausens Erscheinungsbild in Sachen Ordnung und Sauberkeit noch einmal deutlich gebessert. „Diesen Stand wollen und müssen wir unbedingt halten – auch bei der Grünpflege.“ Deshalb sei hier auch die Schwerpunktsetzung notwendig. Bei den innerstädtischen Grünflächen werde bis zu 4 mal im Jahr gemäht. Zu denen gehörten auch die Grünflächen entlang der Ortsdurchfahrten und die großen Grünanlagen der Stadt – wie Theaterpromenade, Stadtpark, Rosengarten und Meyenburg-Park und wichtige innerstädtische Flächen wie Luther- und Postplatz oder der neue Rubens-Garten an der Blasii-Straße. Und seit letztem Jahr gehörten auch die knapp 10 Hektar des Petersberges in das Pflegeprogramm.

In den Außenbereichen der Stadt werde das Gras oft nur einmal pro Jahr geschnitten. Oft schreiben das sogar die Regeln des Naturschutzes vor: „So darf zum Beispiel an einigen Bachläufen nicht mehr als einmal jährlich gemäht werden, damit eine gewässertypische Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt bzw. sich entwickeln kann. Unsere Vorgabe heißt allerdings auch bei diesen Flächen: eine angemessene Qualität sicherstellen“, erklärt Meyer.
Autor: nnz

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