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Die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei hat eine neue Brennblase

Dem Brenner über die Schulter schauen

Mittwoch, 07. Oktober 2020, 18:05 Uhr
Es ist nur ein Zufall, dass die festliche Einweihung der neuen Brennblase in der Traditionsbrennerei heute auf den 7. Oktober fiel, beteuerte Museumsleiter Thomas Müller. Mit dem fiktiven 71. Gründungstag der untergegangen DDR hatte die Veranstaltung tatsächlich absolut nichts zu tun…

Pia Weinrich und Thomas Müller zerschneiden das Band vor der Brennblase (Foto: oas) Pia Weinrich und Thomas Müller zerschneiden das Band vor der Brennblase (Foto: oas)


Der Anlass war trotzdem ein ungewöhnlicher, denn einen neue Brennblase wird nicht alle Tage eingeweiht. Und so bedankte sch Thomas Müller vor allem bei den Mitarbeitern von Nordbrand und Pia Weinrich vom ausführenden Planungsbüro ARKO für die geleistete Arbeit. Seitdem 2016 de alte Blase in den ewigen Ruhestand verabschiedet wurde, gäbe s unterschiedliche Überlegungen, wie sie zu ersetzen sei. Letztlich fiel die Wahl auf die Anschaffung einer funkelnagelneuen, kupfernen Brennblase, die zukünftig oft und publikumswirksam eingesetzt werden soll.

Der Brennraum wurde dafür aufwendig saniert und eine gläserne Tür vor die traditionelle Holztür aus dem Erbauungsjahr der Traditionsbrennerei eingesetzt. Dieser Umstand ermöglicht es ab sofort, dass interessierte Nordhäuser und ihre Gäste immer donnerstags ab 11 Uhr dem Brennvorgang live beiwohnen können. In der 80 Liter fassenden Blase werden hauptsächlich Gin und ein Kümmelbrand entstehen. Dreimal wöchentlich will Müller die Blase arbeiten lassen. Die dort entstehenden Destillate wird es auch nur im Shop der Tradi zu kaufen geben, was dem Museum mit seinen jährlich 30 000 Besuchern eine zusätzliche, einmalige Note verleiht.

Sieht aus wie ein überdimensioniertes Saxofon, produziert aber statt Tönen Gin und Kümmel: die neue Brennblase in der Traditionsbrennerei (Foto: oas) Sieht aus wie ein überdimensioniertes Saxofon, produziert aber statt Tönen Gin und Kümmel: die neue Brennblase in der Traditionsbrennerei (Foto: oas)


Natürlich gab es zur Feier des Tages für alle Anwesenden einen kleinen Korn zu trinken und merkwürdigerweise war auch der Professor Zwanziger (in Zivil) ganz zufällig vor Ort. Hat eben eine feine Nase, unser Stadtoriginal.
Olaf Schulze
Autor: osch

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