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Hohekreuzsportplatz wird wieder geöffnet

Rückenwind für Nordhäuser Leichtathleten

Mittwoch, 07. Oktober 2020, 14:56 Uhr
In leichtem, federndem Schritt ging es gestern über die frisch sanierte Laufbahn des Hohekreuz-Sportplatzes - die Stadtverwaltung hatte die Nordhäuser Leichtathleten zu einer ersten Besichtigung geladen. Mit dem Training sollen die Sportler bald wieder beginnen können, die Runderneuerung des Platzes ist aber noch nicht abgeschlossen…

Prima Zusammenarbeit: die Nordhäuser Leichathleten freuen sich den Hohekreuzsportplatz bald wieder nutzen zu können (Foto: agl) Prima Zusammenarbeit: die Nordhäuser Leichathleten freuen sich den Hohekreuzsportplatz bald wieder nutzen zu können (Foto: agl)

Am Ende sind die Sportler zufrieden, die Wünsche die man gegenüber der Verwaltung geäußert hatte wurden weitestgehend erfüllt. „Die Zusammenarbeit war prima, unsere Vorstellungen wurden fast eins zu eins übernommen, soweit es finanziell möglich war. Tatsächlich hat man noch mehr getan, als eigentlich geplant war“, lobt Gunnar Haase vom LV Altstadt, der Hohekreuzsportplatz werde ein Highlight für Sportveranstaltungen in Thüringen.

Auch die Werfer freuen sich bald wieder loslegen zu können. Im Moment müssen sich Kugelstoßer, Hammer- und Diskuswerfer noch mit den Bedingungen auf dem Platz der Lessing-Schule begnügen und die sind nicht eben ideal. Auf dem Hohekreuz-Platz erwartet die Athleten nun ein neuer und leicht zu handhabender „Schutzkäfig“ auf den man am jetzigen Trainingsort gänzlich verzichten musste.

Die stark in Mitleidenschaft gezogenen Spuren der Tartanbahn wurden erneuert, dabei musste man auch an die komplette Entwässerung ran, berichtet Frank Ollech, der in der Stadtverwaltung für die Sportstätten zuständig ist. Geplant war das so nicht, dass Ausmaß der Schäden trat erst bei näherer Begutachtung zu Tage.

Die Werfer freuen sich über einen neuen Schutzkäfig (Foto: agl) Die Werfer freuen sich über einen neuen Schutzkäfig (Foto: agl)

Im Zuge der Sanierung mussten auch die Bahnmarkierungen erneuert werden, was für die Läufer einen netten Nebeneffekt mit sich bringen wird: man kann jetzt beidseitig zum Sprint ansetzen. Eine solche „Rückenwindgarantie“ gebe es in Thüringen sonst nur noch in Jena und Erfurt, erläutert Marco Bachmann, selber passionierter Läufer. Gerade für Leistungskader sei die Neuerung erfreulich, da die in ihren Vorbereitung auf Meisterschaften bestimmte Normzeiten laufen müssen, bei denen jeder noch so kleine Vorteil ins Gewicht fallen kann.

Die letzte Generalüberholung des Platzes liegt einige Zeit zurück, im Jahr 1994. Dass man sich wieder um die Anlage bemüht ist für Reiner Bernd vom Kreissportbund auch ein Zeichen der Traditionspflege, schließlich kamen schon in den 1960er Jahren Thüringer Athleten nach Nordhausen, um hier zu trainieren. Zu den guten Bedingungen trägt auch die überdachte Tribüne bei, keine Selbstverständlichkeit auf den Sportplätzen des Freistaates. Die hat man im aktuellen Bauabschnitt noch nicht angefasst, der Fokus lag auf den Bereichen, die innerhalb der Bahnabgrenzung liegen. So die gewünschten Fördermittel aber fließen sollten, könnte sich das bald ändern. Die Pläne für die zweite Bauphase liegen bereit und sehen unter anderem einen barrierefreien Zugang zum Platz über eine Rampe, die Sanierung des Sozialgebäudes, die Schaffung von Freiflächen durch den Abbruch der kaum genutzten Gegentribüne und auch eine Generalüberholung der Haupttribüne vor. Hier möchte man das Dach erneuern, die vordere Bankreihe nach hinten setzen und die Durchgangshöhe verbessern.

Kommt der zweite Bauabschnitt, will man Wege finden das sportliche Geschehen weiter laufen zu lassen (Foto: agl) Kommt der zweite Bauabschnitt, will man Wege finden das sportliche Geschehen weiter laufen zu lassen (Foto: agl)

Laut Plan ist der Bau des zweiten Abschnitts für 2021/22 vorgesehen, wobei man gemeinsam Wege finden will um den sportlichen Betrieb während der Bauzeit aufrecht zu erhalten. Die Abnahme für den ersten großen Schritt ist indes für heute vorgesehen. Halten sich die Nacharbeiten in Grenzen, könnte der Startschuss für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes zeitnah fallen. Die Leichtathleten jedenfalls sind optimistisch, vielleicht kann es schon in der kommenden Woche wieder losgehen.

Einen Überblick über die Baumaßnahmen gibt es hier.
Angelo Glashagel
Autor: red

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