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nnz-Kurznews am Wochenende (2)

Sonntag, 17. Juli 2005, 17:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Sonntag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Autos beklaut
Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag in Weimar die Hersteller-Embleme von fast 200 Autos abmontiert. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei am Sonntag auf etwa 40 000 Euro. Ein Anwohner hatte gegen 2.45 Uhr verdächtige Geräusche gehört und zwischen den Autos zwei Jugendliche beobachtet. Er alarmierte die Polizei aber erst am nächsten Morgen, da er vom Fenster aus zunächst keinen Schaden feststellen konnte.


Konzert aufgelöst
Die Polizei hat ein als Sommerfest deklariertes Skinheadkonzert in der Altenburger Innenstadt verhindert. Alle Zugangsstraßen seien am Samstag kontrolliert und die Präsenz am geplanten Veranstaltungsort massiv erhöht worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zu dem Treffen sei es dann nicht gekommen. Gegen zwei Männer wurde Anzeige wegen des Verdachts auf Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen erstattet.


PSA vor dem Aus
Viele der vor zwei Jahren gegründeten Personal-Service-Agenturen (PSA) sollen nach Angaben der Arbeitsagentur wegen mangelnden Erfolgs wieder geschlossen werden. In Thüringen solle ihre Zahl von derzeit 21 auf 9 verringert werden, sagte eine Sprecherin der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen. 5400 Arbeitssuchende hätten die PSA durchlaufen, in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis habe aber nur ein Fünftel gewechselt.


Tod auf der Landstraße
Bei einem Unfall nahe Herges-Hallenberg im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist am Samstag ein 14-jähriges Mädchen getötet worden. Zwei weitere Jugendliche wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei verlor die 18 Jahre alte Fahrerin in einer Linkskurve aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihren Geländewagen. Das Auto stürzte eine Böschung hinunter, überschlug sich und schleuderte 300 Meter einen Abhang hinab. Die 14-Jährige starb noch am Unfallort. Die Fahrerin erlitt einen Schock.


Kurse der Meister
Die Internationalen Weimarer Meisterkurse erwarten von heute an wieder ihre Schüler. Rund 200 Musiker aus 24 Ländern haben sich für die Kurse mit namhaften Musikpädagogen angemeldet. Bis zum 30. Juli wird ihnen wieder instrumentaler Unterricht auf höchstem Niveau geboten. Bei abendlichen Konzerten können die Teilnehmer dann auch selbst auftreten. Besonders groß ist das Interesse an den Klavier- und Violinenkursen. Erstmals wird auch Kammermusik für Blechbläser unterrichtet.


Christen in Erfurt
250 Christen aus 17 europäischen Ländern treffen sich von heute an in Erfurt. Sie gehören zum „Colloquium europäischer Pfarreien“. Es hat sich 1961 zur Förderung von Kontakten und des europäischen Gedankens gegründet und ist keine offizielle Institution der katholischen Kirche. Seit 1978 zählt es zu den nichtstaatlichen Organisationen mit Beraterstatus beim Europarat. Das Treffen in Erfurt dauert bis zum kommenden Freitag.


Die Mutation der PDS
Die PDS hat sich in „Die Linkspartei” umbenannt. Damit ist der Weg für ein Bündnis mit der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit bei einer Bundestagsneuwahl frei. Fast 75 Prozent der Delegierten stimmten in Berlin während eines PDS- Sonderparteitags für den neuen Namen. Nötig war eine Zwei-Drittel- Mehrheit. Spitzenkandidat Gregor Gysi sieht in der Umbenennung eine historische Chance. „Hier können wir die Bundesrepublik verändern”, sagte Gysi.


Bundestag vor Auflösung
Bundespräsident Horst Köhler will nach „Spiegel”- Informationen aller Voraussicht nach der Auflösung des Bundestags zustimmen und somit den Weg für Neuwahlen freimachen. Das habe er bereits intern signalisiert, schreibt das Nachrichtenmagazin. Im Laufe der Woche wolle er sich in einer Fernsehansprache an die Deutschen wenden. Köhler hat bis Freitag Zeit, sich zu entscheiden. Für den Fall seiner Ablehnung einer Neuwahl sagte SPD-Chef Franz Müntefering der „Welt am Sonntag”: „Gut für das Land wäre das nicht.”


Merkel hat gefeiert
Im „kleinen Kreis ihrer Familie” hat Unions- Kanzlerkandidatin Angela Merkel ihren 51. Geburtstag gefeiert. „Frau Merkel ist zu Hause”, sagte eine Sprecher der Union. Die CDU-Chefin wohnt mit ihrem Mann in Berlin - aber richtig daheim fühlt sie sich nach ihren Worten immer noch in der Uckermark. In Templin ist Merkel aufgewachsen und zur Schule gegangen.
Autor: nnz

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