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Die verpasste Sensation

Mittwoch, 13. Juli 2005, 16:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt Pressegespräche, die sollten lieber nicht stattfinden. Stattdessen hätten vier Seiten Papier verschickt werden können. Ein solches Gespräch gab es heute wieder mal. In der Parkallee in Nordhausen.


Dort, in der schicken Wacker-Klause, saßen die Präsidialen von Wacker 90 Nordhausen und wollten den Medien eigentlich die Sensation verkünden. Marco Weißhaupt, der einstige Nordhäuser und einstige Bundesligaspieler, tritt ab der kommenden Saison für die Wackeren an den Ball, in der Thüringenliga. Doch die Sensation wurde bereits am Wochenende in Appenrode vorgestellt und so war es denn keine Sensation mehr.

Natürlich präsentierte Wacker-Präsident Hans-Peter Kell die Neuzugänge neben der Sensation. Die bringt noch zwei Spieler vom FC Teningen, dem letzten Verein des Marco Weißhaupt, mit an die Zorge. Es sind Rafael Baumann und Christoph Hartmann. Zwei junge Leute, Studenten, die gut spielen sollen. Der eine im Tor, der andere im Mittelfeld. Mehr konnte der Trainer der 1. Mannschaft, Uwe Etzrodt, auch nicht sagen, denn er hat die beiden vermutlich bislang nur auf einem Bild gesehen. Da möchte sich Etzrodt kein Urteil erlauben. Seltsam!

Worauf die nnz immer schon in der zurückliegenden Saison den „Finger gelegt“ hatte und dafür massiv kritisiert worden war ist nun Tatsache. Es wird keine Saison mehr für Adam Kulbacki in Nordhausen geben. Wenn die nnz in ihrer Berichterstattung anmerkte, dass Kulbacki keine Schnelligkeit und keinen Biß mehr besitzt, dann schien das einigen Fans und Verantwortlichen sauer aufzustoßen. Jetzt klingt das auch ganz oben im Verein anders, denn „manchmal hatte ich schon das Gefühl gehabt, dass Adam die Woche über in Polen nicht trainiert hatte“, meinte der Präsident denn auch heute.

35 Spieler sind momentan da, um die erste und die zweite Mannschaft zu bestücken, und „jeder kann sich um einen Stammplatz bewerben“. Kurz und knapp wurde denn auch noch die Zielstellung ausgegeben: Mitspielen und nicht absteigen, Dann noch die Plattheiten von einem „schweren Jahr“ und einem „anderen Wind“. Na ja! Mit zwei Spielern soll nun noch verhandelt werden. Einer davon ist der Sonderhäuser Torsten Klaus, erst aber müssen noch kleine Differenzen mit seinem dortigen Arbeitgeber geklärt werden. Kein Wort aus dem Präsidium heute zur finanziellen Ausstattung des Vereins, geschweige denn zum Etat für die kommende Saison.

Bleibt nach dem heutigen Termin mit den Medien nur zu hoffen, dass auf dem Platz ab dem 12. August wenigstens Thüringenliga-Niveau gespielt wird, das heutige Spiel in der Wackerklause hatte denn nur das einer Kreisklasse. Wer übrigens Lust auf Wacker hat, der kann die am kommenden Samstag bei einem Freundschaftsspiel gegen Leinefelde auf dem Albert-Kuntz-Sportpark befriedigen.
Autor: nnz

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