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Meldungen aus dem Gemeinderat in Harztor

Zwei Varianten für den Burgberg in Ilfeld

Freitag, 04. September 2020, 12:28 Uhr
Am Mittwochenabend kam der Harztor-Gemeinderat zu seiner Sitzung zusammen. Beschlüsse gab es im öffentlichen Teil der Sitzung nicht, dafür sprach man unter anderem über die Zukunft des Burgberges in Ilfeld. Die wichtigsten Meldungen aus der Sitzung...

Bauhoftechnik begutachtet
Bei einem Vor-Ort-Termin hat sich der Harztor-Gemeinderat im Vorfeld seiner Sitzung auf dem Bauhofgelände getroffen, um sich über die Ausstattung des Bauhofs zu informieren. Rund 300.000 Euro hat die Landgemeinde in die Technik investiert, berichtete Harztor-Bürgermeister Stephan Klante. 
Der Fuhrpark umfasst zwei Rasentraktoren, zwei  größere Landschaftspflegetraktoren, einen Servicewagen, einen Lkw mit Ladekran für den Winterdienst und kommunale Zwecke, einen Pickup, zwei Multicar und einen Ford Transit. Ein  Radlader ist bestellt, konnte aber noch nicht geliefert werden.
Vorgestellt hat sich den Gemeinderäten Tino Scharfe. Der 48-Jährige ist seit 1. September Chef des Harztor-Bauhofs.

Im Bauhof arbeiten acht Männer. Auch die vier Mitarbeiter in den drei Harztorbädern gehören mit zum Bauhof. Sie arbeiten im Winter mit, sofern Überstunden aus dem Sommer und Urlaub abgebaut sind. Kritisch sieht Klante, dass in Thüringen pro 1.000 Einwohner ein  Bauhofmitarbeiter vorgesehen ist: „Harztor ist aber die größte Flächengemeinde im Landkreis, mit diesem Personalschlüssel ist die Arbeit kaum zu schaffen.“

Zwei Varianten für den Burgberg in Ilfeld
Der Burgberg in Ilfeld bleibt aufgrund von Trockenschäden weiter gesperrt. 56 Bäume, vor allem Buchen, sind abgestorben. Der Gemeinderat müsse in nächster Zeit darüber nachdenken, wie auf dem Burgberg weiter verfahren werde, machte Klante deutlich.

Es gibt zwei mögliche Varianten:
Entweder man überlässt den Burgberg seinem natürlichen Lauf. Heißt, die abgestorbenen Bäume brechen in den nächsten Jahren von allein um. „Bei Buchen geht das recht schnell“, so Klante. Zudem wachsen auf dem Burgberg bereits jetzt viele jüngere Bäume nach, so dass man mit etwas Geduld überhaupt nicht eingreife müsse.

Oder man fällt die toten Bäume. Pro Baumfällung müsse die Kommune mit Kosten in Höhe zwischen 300 und 500 Euro rechnen. „Förderfähig sind nur die Kosten, die über die gewöhnlichen Fällkosten hinaus gehen“, informierte Klante seinen Rat.

Weiter Einlagerung am Kohnstein
Auf eine Bürgeranfrage hin, erklärte Klante, dass am Kohnstein auch aktuell weiter Aushub von der Großbaustelle Stuttgart 21 eingelagert wird. „Das Material wird weiterhin von unabhängigen Laboren geprüft und das wird vom Bergamt überwacht. Da gibt es keine Änderung“. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte,  dass dort anderes Material eingelagert wird, beruhigte Klante.

Pachtvertrag erweitert
Mehrheitlich hat der Harztor-Rat im nicht öffentlichen Teil entschieden, den seit 2003 bestehenden Pachtvertrag mit der Firma Saint-Gobain Formula GmbH für das Abbaufeld Rüsselsee am Himmelsberg zwischen Woffleben und Niedersachswerfen zu erweitern. Die Gesamtfläche, die das Unternehmen von der Kommune gepachtet hat, beträgt jetzt 2400 Quadratmeter. In die Entscheidung des Gemeinderates floss auch die Überlegung ein, dass mit der Erweiterung der Pachtfläche um etwa 1000 Quadratmeter ein weiterer Neuaufschluss in der Gemeinde verhindert werden kann. Die Gemeinde konnte zudem erstmals mit dem Gipsunternehmen aushandeln, dass die Kommune für jede abgebaute Tonne Gips einen Förderzins erhält. Bisher hat dieses Geld nur der Freistaat Thüringen erhalten, die vom Abbau betroffenen Kommunen gingen leer aus.

Vergaben in Höhe von 300.000 Euro
Auch nicht öffentlich wurden Vergabeleistungen in Höhe von rund 300.000 Euro vom Gemeinderat beauftragt. Das Gros sind Planungsleitungen für verschiedene Investitionen, wie die Sanierung der Fahrbahnbrücke über den Kappelbach in Neustadt und die Umgestaltung des Dorfplatzes in Herrmannsacker. Auch Planungsleistungen für den Abriss der alten Schulküche und den Neubau eines Multifunktionsraums am Niedersachswerfer Kirchplatz wurden vergeben, ebenso die Planungsleistungen für die Umgestaltung des Kirchplatzes. Vergeben wurde darüber hinaus das Mobiliar für den Kita-Erweiterungsbau in Niedersachswerfen.  
Gemeinde Harztor
Autor: red

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