Spione aus dem All
Freitag, 08. Juli 2005, 12:46 Uhr
Auleben (nnz). Augen aus dem All haben alles im Blick, auch die Goldene Aue. Ein Forschungsprojekt beschäftigt sich derzeit mit Daten von Satelliten. Studenten aus Jena waren heute im Landkreis unterwegs zu einer Exkursion. Was es mit dem Projekt ENVILAND auf sich hat, verrät die nnz.
Spione aus dem All (Foto: nnz)
Früher waren Kartographie und Landvermessung noch eine anstrengende Angelegenheit mit viel Fußarbeit. Heute übernehmen Satelliten vom Weltraum aus zunehmend diese Aufgabe. Meris, Landsat und Quickbird heißen diese Kameras, die reflektiertes Licht von der Erdoberfläche in Form von Bildern aufzeichnen. Die Auflösung variiert wie bei jeder digitalen Kamera mit dem Sensor. Einige können bis zu einem halben Meter genau sein. Da kann man sein eigenes Haus schon deutlich erkennen. Außerdem werden Radarsensoren verwendet, deren Vorteile die Unabhängigkeit von der Sonne, die Möglichkeit zu Nachtaufnahmen und die Durchdringung von Wolken sind.
Das Anliegen des Projektes ENVILAND ist es in Zukunft automatisiert Landkarten zu erstellen, die alle Informationen über Wasser, Wald, Siedlungen und Landwirtschaftliche Nutzflächen abbilden. Das Projekt wird von Jena Optronik koordiniert, die Universität ist Projektpartner. Sie untersucht unter anderem, ob es möglich ist, die landwirtschaftlichen Nutzflächen noch weiter zu untergliedern, zum Beispiel nach den einzelnen Feldfruchtarten. Sofern diese fehlerfrei aus dem All erkennbar sind.
Heute waren die Studenten der Friedrich Schiller Universität Jena unter anderem an der Solquelle zugange. Sie erfuhren von Ralf Harms von der Unteren Naturschutzbehörde wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt. Freiwillige probierten, ob das Wasser der Solquelle tatsächlich salzig ist. Diese Exkursionen der Geographiestudenten soll dazu dienen Feldfruchtarten zu erfassen, die Bodenfeuchte zu messen und andere Vegetationsparameter zu notieren. Das ist notwendig für die spätere Auswertung der Satellitenbilder.
Die Studenten und ihre Professorin Christiane Schmullius sind noch den ganzen Tag im Kreis unterwegs. Sie besuchen unter anderem noch die Kelle und einen Gipsbruch. Heute Abend wird nnz auch einige Satellitenaufnahmen für Sie bereitstellen.
Autor: wf
Spione aus dem All (Foto: nnz)
Früher waren Kartographie und Landvermessung noch eine anstrengende Angelegenheit mit viel Fußarbeit. Heute übernehmen Satelliten vom Weltraum aus zunehmend diese Aufgabe. Meris, Landsat und Quickbird heißen diese Kameras, die reflektiertes Licht von der Erdoberfläche in Form von Bildern aufzeichnen. Die Auflösung variiert wie bei jeder digitalen Kamera mit dem Sensor. Einige können bis zu einem halben Meter genau sein. Da kann man sein eigenes Haus schon deutlich erkennen. Außerdem werden Radarsensoren verwendet, deren Vorteile die Unabhängigkeit von der Sonne, die Möglichkeit zu Nachtaufnahmen und die Durchdringung von Wolken sind.
Das Anliegen des Projektes ENVILAND ist es in Zukunft automatisiert Landkarten zu erstellen, die alle Informationen über Wasser, Wald, Siedlungen und Landwirtschaftliche Nutzflächen abbilden. Das Projekt wird von Jena Optronik koordiniert, die Universität ist Projektpartner. Sie untersucht unter anderem, ob es möglich ist, die landwirtschaftlichen Nutzflächen noch weiter zu untergliedern, zum Beispiel nach den einzelnen Feldfruchtarten. Sofern diese fehlerfrei aus dem All erkennbar sind.
Heute waren die Studenten der Friedrich Schiller Universität Jena unter anderem an der Solquelle zugange. Sie erfuhren von Ralf Harms von der Unteren Naturschutzbehörde wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt. Freiwillige probierten, ob das Wasser der Solquelle tatsächlich salzig ist. Diese Exkursionen der Geographiestudenten soll dazu dienen Feldfruchtarten zu erfassen, die Bodenfeuchte zu messen und andere Vegetationsparameter zu notieren. Das ist notwendig für die spätere Auswertung der Satellitenbilder.
Die Studenten und ihre Professorin Christiane Schmullius sind noch den ganzen Tag im Kreis unterwegs. Sie besuchen unter anderem noch die Kelle und einen Gipsbruch. Heute Abend wird nnz auch einige Satellitenaufnahmen für Sie bereitstellen.
