Wer sind die Nutznießer?
Donnerstag, 07. Juli 2005, 16:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte am Dienstag über den Planungsfortschritt beim künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue berichtet. Jetzt melden sich die Bündnisgrünen in Nordhausen zu Wort.
Erneut gibt es bekannte Stellungnahmen zum alten Thema Industriegebiet Goldene Aue. Für BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sind Umweltnotwendigkeiten in der Goldenen Aue ein Verknüpfen mit ökonomischen Selbstverständlichkeiten. Wenn die Bündnisgrünen sich erneut gegen die Ansiedlung von Industrie auf landwirtschaftlich genutzten Böden wenden, dann nicht, um der Wirtschaft zu schaden oder Arbeitsplatzsuchenden Hoffnungen zu nehmen, sondern im Interesse dauerhafter Arbeitsplätze und einer langfristigen Ansiedlung von Industrie, so Gisela Hartmann gegenüber der nnz. Es müsse verhindert werden, dass sich Unternehmen nur kurzfristig unter Abschöpfung von Fördermitteln (Steuermitteln) ansiedeln. Wachstum und Arbeitsplätze brauchen eine stabile Perspektive, brauchen innovative Unternehmen, die das Notwendige mit dem Vernünftigen verbinden.
Es komme nach Ansicht von Hartmann heute darauf an, auf technologische Neuentwicklungen zu setzen. Energiesparende und effiziente Lösungen müssen Vorrang haben. Es reiche nicht, wenn Studenten in der Fachhochschule Nordhausen das Wissen für das Handeln von morgen erlangen aber Politik und Verwaltung mit diesem Wissen und den Entwicklungstendenzen nicht vertraut seien, bzw. Schritt halten könnten. Die Globalisierung ist nicht unser Feind, wir können sie nicht zurückdrehen, sondern die neuen Handlungsspielräume für unsere Region müssen von uns entwickelt und ausgebaut werden, meint Gisela Hartmann. Und stellt erneut folgende Fragen:
- Warum Einsatz von Subventionen (Fördermittel sind Steuermittel) ohne glaubwürdige Investoren?
- Wer ist Nutznießer dieser nach Auffassung der Grünen unverantwortlichen Fehlinvestitionen und Flächenversiegelung?
- Warum Subventionen für die Zerstörung landwirtschaftlich genutzter Flächen in einer Zeit zunehmender Bedeutung nachwachsender Rohstoffe?
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN setzen auf langfristige Arbeitsplätze durch Ansiedlung mittelständiger Unternehmen auf kleineren Industriestandorten, besonders unter Berücksichtigung von erschlossenen Altstandorten im Kreisgebiet. Damit können differenzierte Bedürfnisse von Unternehmen befriedigt und Kosten für Erschließungen auf z. B. hervorragenden landwirtschaftlichen Böden, wie in der Goldenen Aue, vermieden werden. Wir müssen Europa von unten gestalten, wenn wir im Norden Thüringens nicht abgehängt werden wollen. Langfristige innovative Konzepte wie das Energie- und Abfallwirtschaftszentrum des Landkreises Nordhausen helfen mit, langfristige Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.
Kurzsichtigkeit und kurzlebige Lösungen führen immer mehr dazu, dass wir uns in Europa verabschieden und die Jugendlichen den Südharz verlassen, so Hartmann abschließend. Die Bündnisgrünen engagieren sich für eine nachhaltige Südharzregion. Wir glauben fest daran, dass sich nachhaltiges Planen und Wirtschaften auch im Südharz entwickeln wird.
Autor: nnzErneut gibt es bekannte Stellungnahmen zum alten Thema Industriegebiet Goldene Aue. Für BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sind Umweltnotwendigkeiten in der Goldenen Aue ein Verknüpfen mit ökonomischen Selbstverständlichkeiten. Wenn die Bündnisgrünen sich erneut gegen die Ansiedlung von Industrie auf landwirtschaftlich genutzten Böden wenden, dann nicht, um der Wirtschaft zu schaden oder Arbeitsplatzsuchenden Hoffnungen zu nehmen, sondern im Interesse dauerhafter Arbeitsplätze und einer langfristigen Ansiedlung von Industrie, so Gisela Hartmann gegenüber der nnz. Es müsse verhindert werden, dass sich Unternehmen nur kurzfristig unter Abschöpfung von Fördermitteln (Steuermitteln) ansiedeln. Wachstum und Arbeitsplätze brauchen eine stabile Perspektive, brauchen innovative Unternehmen, die das Notwendige mit dem Vernünftigen verbinden.
Es komme nach Ansicht von Hartmann heute darauf an, auf technologische Neuentwicklungen zu setzen. Energiesparende und effiziente Lösungen müssen Vorrang haben. Es reiche nicht, wenn Studenten in der Fachhochschule Nordhausen das Wissen für das Handeln von morgen erlangen aber Politik und Verwaltung mit diesem Wissen und den Entwicklungstendenzen nicht vertraut seien, bzw. Schritt halten könnten. Die Globalisierung ist nicht unser Feind, wir können sie nicht zurückdrehen, sondern die neuen Handlungsspielräume für unsere Region müssen von uns entwickelt und ausgebaut werden, meint Gisela Hartmann. Und stellt erneut folgende Fragen:
- Warum Einsatz von Subventionen (Fördermittel sind Steuermittel) ohne glaubwürdige Investoren?
- Wer ist Nutznießer dieser nach Auffassung der Grünen unverantwortlichen Fehlinvestitionen und Flächenversiegelung?
- Warum Subventionen für die Zerstörung landwirtschaftlich genutzter Flächen in einer Zeit zunehmender Bedeutung nachwachsender Rohstoffe?
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN setzen auf langfristige Arbeitsplätze durch Ansiedlung mittelständiger Unternehmen auf kleineren Industriestandorten, besonders unter Berücksichtigung von erschlossenen Altstandorten im Kreisgebiet. Damit können differenzierte Bedürfnisse von Unternehmen befriedigt und Kosten für Erschließungen auf z. B. hervorragenden landwirtschaftlichen Böden, wie in der Goldenen Aue, vermieden werden. Wir müssen Europa von unten gestalten, wenn wir im Norden Thüringens nicht abgehängt werden wollen. Langfristige innovative Konzepte wie das Energie- und Abfallwirtschaftszentrum des Landkreises Nordhausen helfen mit, langfristige Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.
Kurzsichtigkeit und kurzlebige Lösungen führen immer mehr dazu, dass wir uns in Europa verabschieden und die Jugendlichen den Südharz verlassen, so Hartmann abschließend. Die Bündnisgrünen engagieren sich für eine nachhaltige Südharzregion. Wir glauben fest daran, dass sich nachhaltiges Planen und Wirtschaften auch im Südharz entwickeln wird.
