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Bunte Bildchen für die Räte

Mittwoch, 06. Juli 2005, 19:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Power-Point-Präsentationen sind derzeit vielerorts angesagt. Seit heute auch im Stadtrat. Mit modernster Technik ausgerüstet, referierten heute gleich zwei Amtsleiter in der Stadtratssitzung – zwei Stunden lang mit vielen bunten Bildchen und bekannten Zahlen.


Zuerst war es dem designierten Umweltamtsleiter Steffen Meyer vergönnt, viele Fotos, Landkarten und Tabellen zu den Kiesteichen per Beamer an die Wand im Seniorenbegegnungszentrum zu projizieren. Dabei wurde das gezeigt, was die Betreibergesellschaft in den zurückliegenden Monaten und Jahren umgebaut und errichtet hatte. Und so passte denn auch der Meyer-Vortrag prima zum Antrag der SPD-Fraktion, die eine Erstellung eines Gesamtentwicklungsplanes für das Naherholungsgebiet der Kiesteiche fordert. Aus Sicht der Sozialdemokratie sei die Entwicklung dieses Naherholungsgebietes vor den Toren der Stadt bislang positiv verlaufen, müsse aber beschleunigt werden. Auf Empfehlung von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) wird dieser Antrag an mehrere Ausschüsse verwiesen – zur Beratung.

Den zweiten Vortragsteil übernahm die Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, Dr. Sabine Riebel. Auch hier standen viele bunte Bilder im Vordergrund, die insgesamt belegen sollten, dass die Wirtschaftsförderung in Nordhausen die Wirtschaft auch befördere. Zwar verwies Riebel darauf, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren nicht allzu rosig verlaufen sei und Insolvenzen sowie der Personalabbau das Bild eher geprägt hätten als Neugründungen, doch hieran habe die Politik, auch die kommunale, keine Schuld. Man könne ja bekanntlich keine Arbeitsplätze schaffen, nur deren Rahmenbedingungen gestalten.

Also nannte Sabine Riebel viele Zahlen, meist in Millionenhöhe, welche für die Erschließung der zahlreichen innerstädtischen Gewerbegebiete zur Verfügung gestanden hätten. Und sie nannte Unternehmen wie zum Beispiel die Verpackungsfirma in der ehemaligen Halle 300. Sie pries die Firma Klemme an, bei der Frauen künftig 10.000 Brezeln pro Tag formen dürfen, „und die werden dafür nicht mal schlecht bezahlt“, so die Ergänzung der Amtsleiterin.

Nach dem Vortrag war Tilly Pape richtig traurig. Ihre Nordthüringer Lebenshilfe sei erneut nicht genannt worden und für sie – die Geschäftsführerin – sei wieder deutlich geworden, welchen Stellenwert die Arbeit mit Behinderten einnehme. Alles in allem hatte der Vortrag gefallen und die vielen bunten Bildchen hatten einen bleibenden Eindruck erzielt.
Autor: nnz

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