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Schnecke und Mokka

Montag, 04. Juli 2005, 12:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Was eine Schnecke und ein Mokka-Service miteinander zu tun haben, das können Nordhäuser und Gäste der Stadt seit gestern in der Rolandstadt erkunden. Im Kunsthaus wurde die Ausstellung des Jahres feierlich eröffnet, auch die Schnecke ist dort zu sehen.

Schnecke und Mokka (Foto: nnz) Schnecke und Mokka (Foto: nnz)

Ein besonderes Ausstellungs-Highlight im Kunsthaus Meyenburg eröffneten am Freitagabend Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) und Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Vom 2. Juli bis 11. September sind 116 Werke des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser aus dem KunstHausWien im Kunsthaus zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Kreissparkasse Nordhausen sowie der Kurbelwellenfabrik "powertrain" großzügig unterstützt. Sparkassendirektor Wolfgang Asche, sagte, dass man große Kunst nicht nur in den Metropolen zeigen sollte. Mit der Unterstützung dieser populären und berühmten Ausstellung wolle man auch ein Jahr nach der Landesgartenschau auf Nordhausen zeigen.

Die Sonderausstellung, die eigens für Nordhausen konzipiert wurde, zeigt neben seinen bekanntesten Arbeiten – wie den farbigen japanischen Holzschnitten und den sogenannten. „Doodles“ - einen Querschnitt seines grafischen Schaffens von 1952 bis zu seinem Tod. Der als Objektkünstler, Philosoph und Umweltaktivist bekannt gewordene Maler und Grafiker beherrschte und erneuerte viele graphische Techniken wie die Lithographie, den Siebdruck, die Radierung oder den Farbholzschnitt. Seine dekorativen, spiralförmig oder labyrinthisch angelegten Bilder bestechen durch ihre extreme Farbigkeit. Seine Farbklänge aus Rot, Grün, Blau und Gold zeigen deutlich die Inspirationen des Wiener Jungendstils.

Hundertwasser hat nur kleine Auflagen von ein- und derselben Graphik geschaffen, die häufig aus mehreren Farbversionen und Varianten bestehen. Sein Ziel war es, lauter Unikate in der Kunst der Graphik herzustellen und damit die Druckmaschine zu überlisten. Zu den besonderen Kostbarkeiten der Nordhäuser Ausstellung gehören die einzigartigen Objekte aus Porzellan und Keramik wie z.B. das „Schneckenobjekt“ oder das Mokkaservice, das der Künstler gestaltet hat. Führungen finden am 9. Juli, 13. August, 10.September sowie nach Vereinbarung statt.

Zum museumspädagogischen Angebot während dieser Ausstellung gehören Spezialführungen für alte Alterklassen ab vier Jahren und dazugehörige Malaktionen in Zusammenarbeit mit der Nordhäuser Jugendkunstschule.
Autor: nnz

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