nnz-online
Überqueren der Schienen momentan lebensgefährlich

Tutut in Salza

Dienstag, 04. August 2020, 08:30 Uhr
Seit letztem Mittwoch funktioniert die Schrankenanlage am Bahnübergang in der Salzaer Hauptstraße nicht mehr. Nun können die Anwohner gemütlich von ihren Wohnungen aus hören, ob der Fahrplan eingehalten wird. Eine Änderung des Zustandes ist noch nicht in Hörweite …

Keine Hinweisschilder, keine Streckenwärter - Gefahrenstelle heute Vormittag (Foto: privat) Keine Hinweisschilder, keine Streckenwärter - Gefahrenstelle heute Vormittag (Foto: privat)


Wenn eine Störung an einem beschrankten Bahnübergang besteht, so hat der Zugführer nach einschlägigem Regelwerk der Sicherheitsbestimmungen die Ankunft seines Gefährts mittel Signalton unmissverständlich anzukündigen, um den querenden Auto und Fußgängerverkehr zu warnen. So geschieht es nunmehr den fünften Tag am Bahnübergang in der Salzaer Hauptstraße, wo ohne erkennbaren Grund die Schranken nicht mehr schließen. Leider sind aber auch keine Hinweisschilder für die Fahrzeugführer installiert worden, die auf die gefährliche Situation aufmerksam machen würden.

Zuständig ist die Deutsche Bahn AG und bei der ist für Normalsterbliche niemand zu erreichen, der Auskunft über Grund oder Dauer der Störung geben könnte. Wenigstens der nnz und der Nordhäuser Polizeiinspektion ist es bisher nicht gelungen. Die irritierten Anwohner im Nordhäuser Stadtteil informierten bereits am Freitag die Nordhäuser Polizei, die aber nichts ausrichten kann und an die Zuständigkeit er Bundespolizei in Erfurt verweist.

Hier ist man um eine Klärung mit der DB AG bemüht und hat Kontakt zur Leitzentrale in Leipzig aufgenommen. Nach letzten Informationen der Bundespolizisten (die wohl wenigstens eine Telefonnummer erhalten haben) soll gestern ein Streckenwärter in Salza gestanden haben und die Störung heute behoben werden.

Links die Autos, rechts der Zug (Foto: privat) Links die Autos, rechts der Zug (Foto: privat)


Bei der Deutschen Bahn AG versprach uns die Vermittlungsbeamte, den Fall an die Abteilung DB-Netz weiterzuleiten, interne Telefonnummern dieser Kollegen dürfe sie aber nicht weitergeben. Ein Rückruf könne auch nicht erfolgen. So harren die Salzaer, die
Lokführer sowie die motorisierten und unmotorisierten Passanten der Dinge, die da bei der DB beschlossen oder auch repariert werden.

Wir können an dieser Stelle nur alle zu größter Vorsicht aufrufen, die dort über die Schienen müssen und werden Sein hier informieren, wenn der gefährliche Zustand beendet ist und die Schranke wieder funktioniert.
Olaf Schulze

update: 4. August, 8.30 Uhr: Seit heute ist die Schrankenanlage mit Absperrbändern von Streckenposten gesichert, wurde uns soeben vom Ort des Geschehens berichtet. Das sage niemand, die Presse könne nichts bewirken. :-)
Autor: osch

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de