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Grandioser Musikabend im Dom

Dienstag, 16. Oktober 2001, 12:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Man kann über klassische Musik sagen, was man will. Aber „live“ erlebt und in fantastischer Atmosphäre vorgetragen, eröffnet sie ein Klangerlebnis einer anderen Dimension. Welche Superlative für den gestrigen abend zutreffend sind, sagt Ihnen die nnz.


Susanne Ehrhardt, Andra Fischer-Poerschke, Matthias Eisenberg - nnz-Foto: V. Fischer Nicht für jedermann ist die klassische Musik ein Ohrenschmaus: so erging es sicherlich vielen Nordhäusern, bevor sie gestern abend im Nordhäuser Dom zum „Heiligen Kreuz“ das Benefizkonzert des Lions-Club miterleben durften. Zu Gunsten der Sankt-Blasii-Kirche und des Meerpferdchenbrunnens konnten zwei nahmhafte internationale „Stars“ verpflichtet werden. Zum einen Matthias Eisenberg, Organist der Extraklasse, und zum anderen Susanne Ehrhardt, weltbekannte und erfolgreiche Flötistin. Beide überzeugten mit ihrer Professionalität, Präzision und absoluter Hingabe das begeisterte Publikum. Last but not least nicht ganz so „berühmt“, aber um so mehr bewundernswert Andra Fischer-Poerschke, Sopranistin aus dem hiesigen Theater der Stadt, welche durch dieses Konzert ihre Feuertaufe hinsichtlich Kirchenmusik erleben durfte. Und man kann diese Taufe als gelungen bezeichnen. Eigentlich aus dem Opernfach stammend, harmonisierte sie hervorragend mit den beiden Hauptakteuren. Sowohl stimmlich, als auch rhythmisch konnte sie die „Zuhörer“, die doch sehr zahlreich erschienen sind, beeindrucken.

Nicht selbstverständlich, doch angenehm überraschend war die Anwesenheit der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Zu dem Konzert Barbara Rinke: „Es war ganz wunderbar. Besonders gelungen fand ich das Zusammenspiel von Orgel und Flöte, von Susanne Ehrhardt und Matthias Eisenberg. Auch Frau Fischer-Poerschke konnte man erneut in der in Nordhausen gut bekannten hohen Qualität erleben. Hinzu kam das schöne Ambiente im Dom. Das sollte man jedes Jahr machen. Mein Dankeschön an den Lions-Club für die hervorragende Organisation. Das bürgerschaftliche Engagement vom Lions-Club ist beispielgebend.“ Schade nur, dass einige Wichtige der kommunalen Politikprominenz nicht die Zeit gefunden haben, dieses Projekt des Lions-Clubs und damit aber auch gleichzeitig die Stadt zu unterstützen.

Nach Aussagen der Organisatoren lauschten mehr als 300 Gäste dem musikalischen Genuss. Was genau an Geldern eingespielt werden konnten, bleibt derzeit noch ein gut gehütetes Geheimnis des Lions-Clubs. Fest steht, dass ein Teil der Einnahmen zunächst für den Bau des Meerpferdchenbrunnens und alles Übrige für die Restauration der Blasii-Kirche verwendet werden soll.
Autor: vf

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