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nnz-Kurznews am Wochenende (2)

Sonntag, 26. Juni 2005, 18:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Samstag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Zu viel bezahlt
Mehr als 140 000 Hausbesitzer in Ostdeutschland haben nach Schätzung von Verbraucherschützern nach der Wende zu hohe Zinsen für ihre in der DDR abgeschlossenen Baukredite bezahlt. „Bei der Umstellung der alten Kredite nach der Wiedervereinigung haben die Banken die Zinsen weit über die marktüblichen Bedingungen angepasst“, sagte der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Thüringen, Christian Koth, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Er schätzt den entstandenen Schaden für die Menschen auf mehr als 150 Millionen Euro.


Verhindert
Die Polizei hat im Eichsfeldkreis ein Skinheadtreffen verhindert. Während der NPD-Kundgebung am Samstag in Erfurt sei bekannt geworden, dass es in der Nacht zu Sonntag in Wingerode eine Sonnenwendfeier geben sollte, teilte die Polizei in Nordhausen mit. Auf Grund der starken Polizeipräsenz unter anderem auf den Zufahrtsstraßen aus Richtung Erfurt sei es dann nicht zu dem Treffen gekommen. Den Angaben zufolge waren 123 Beamte im Einsatz.


Keine Wirkung
Vom Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern ist in Thüringens Urlaubsregionen kaum etwas zu spüren. „Es gibt keine erhöhte Nachfrage“, sagte Gunda Liesegang, Sprecherin der Thüringer Tourismus GmbH. Auch die erfolgten Buchungen im Thüringer Wald oder im Saaleland könnten mehr sein. Hotels hoffen auf Kurzentschlossene, Stammgäste und Aktivurlauber, die mit Mountainbike- und Nordic-Walking-Touren gelockt werden.


Soldaten getötet
Bei ihrem Einsatz in Afghanistan haben zwei Soldaten der Bundeswehr ihr Leben gelassen. Sie wurden bei einem Unfall nahe Kundus getötet. Das bestätigten das Einsatzführungskommando und die Internationale Schutztruppe. Ein dritter deutscher Soldat sei verletzt worden, als die Munition explodierte. Er und ein verletzter afghanischer Zivilist sollen nach Deutschland geflogen werden. Die Explosion ereignete sich in der Provinz Takhar. Dort hatte ein afghanischer Kommandeur Munition übergeben.


Leichenteile
Grausiger Fund in Bayern: Die Polizei hat zwischen Siegsdorf und Ruhpolding in Säcken verpackte Leichenteile entdeckt. Bereits vorgestern hatte eine Passantin an einem Feldweg ein Hand gefunden. Das Leichenteil lag in einer Tüte und war neben dem Weg abgelegt. Erste Untersuchungen hatten ergeben, dass es sich um die Hand einer Frau handele. Laut Polizei ist noch nicht zweifelsfrei erwiesen, dass alle Leichenteile zu einer Person gehören.


Notgelandet
Mit einem geplatzten Reifen ist eine Boeing 737-700 auf dem Flughafen Friedrichshafen am Bodensee gelandet. Keiner der 141 Passagiere erlitt dabei Verletzungen. Vorsorglich waren über 100 Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten alarmiert worden. Sie mussten aber nicht eingreifen. Das Flugzeug der „Hamburg Airlines” war von Mallorca aus in Richtung Friedrichshafen gestartet. Unmittelbar nach dem Start wurden Reifenteile auf dem Flugfeld gefunden. Daraufhin informierte der Tower den Flugkapitän.


Außenminister
CSU-Chef Edmund Stoiber will bei einem Wahlsieg der Union laut „Bild am Sonntag” neuer Bundesaußenminister werden. Er habe sich für einen Wechsel nach Berlin entschieden, so die Zeitung. Das habe Stoiber der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel persönlich versprochen. Stoiber wolle aber weiter CSU-Chef bleiben. Offiziell halte sich der bayerische Ministerpräsident die Entscheidung offen, um eine vorzeitige Nachfolgedebatte in München zu vermeiden, so die Zeitung weiter.


Toter Säugling
Im Fall des in einer Mülltonne in Mühlheim gefundenen toten Säuglings hat eine erste Obduktion keine eindeutigen Ergebnisse geliefert. Laut Polizei müssen weitere Untersuchungen klären, ob das Neugeborene bereits tot zur Welt kam oder noch lebend in der Mülltone abgelegt wurde. Die Beamten hatten gestern die Mutter ermittelt. Es handelt es sich um eine 18 Jahre alte Frau. Sie hatte den Jungen am Morgen entbunden und den leblosen Körper anschließend in die Mülltonne gelegt. Dort fand ein Anwohner das tote Baby später.
Autor: nnz

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